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licher briefe me qwemen an In, was her thun solle, das her sich bewaren moge czwisschen dem gehorsam den her pflichtig ist unserm gnedigen herren dem Romi- . schen konige und czu vor dem heiligen reiche und czwisschen dem grosen schaden, der do von mag entsteen der ganczen cristenheit. Die Copien des koniges briefes mag man bewysen den herren.

Item unser homeister hat gewislichen dirfaren von des koniges von Polan anwalden und us sienem rate, das sie genczlichen meynen anczugriffen das reich czu ungern und sprechen das Is In sey vorschreben und vorsegilt mit andirhalbhundert Ingesegeln der herren von ungern, und wo das geschege, das got nicht gebe, das Polan, Littowen, Ungern, Russen eyns worden, des muste sich der Orden czum ersten groslichen und dornoch die gancze cristenheit besorgen, czumole wen der von Polan ist eyn nuwer cristen und als man spricht, die E. undir Im und der konygynne noch ny ist bewert von dem Pobistlichen stule.

Item so hat der selbe konig by korczen Jaren sere gesterket die ungelouhigen mit wopen harnasch geschoss und bochsen und alle die hinderlant der ungeloubigen haben lere wize und semelichir offsecze von den Polan, geschege nu dy voreynunge der Reiche, so worden sie czumole gesterket, Dorumb so bittet unser homeister euwern gnedigen rat etc.

Item so hat unser homeister vornomen und wir mit Im, das der konig von Polan babe mit den undieten und ungeloubigen Turken etwas gemeynschaft, also das der von Turken czum konige von Polan und der von Polan wedir an den von Turken gesant haben syne lute, und des vormutet man sich, das das allis geschee uff eynen argen uffsacz der heiligen cristenheit ader czum mynsten etlicher lande.

Item den Infal den by korczer czeit haben gethan die torken in dem Reiche zcu Ungern wedir unsern gnedigen herren iczunt konig czu ungern und eynen grosen schaden der heiligen cristenheit muste man sich vorsehn sere. das das icht me geschege worden dy land also voreynet.

Alle dese artikel brenge man vor die herren bescheidenlich nicht in clage wyze, sunder czu horen alleyne den Rat der korfursten und ander herren, went sie die beschirmunge der heiligen cristenheit also wol angeet als uns.

Item das die boten befolen is io den orden in der herren beschirmunge, das sie geruchen czu denken vor den Orden und nemen In in ire beschirmunge und ab ymand icht andirs brechte an sie wedir den Orden das sie das nicht uffnemen an des ordens

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wedirrede want in allen desen sachen suchet man nicht andirs wen eyn gemeyne gut der ganczen cristenheit.

Anschrift im Registr. des Hochmeister$ Konrad von Jungingen Nro. II. p. 18—19.
Boigt Bb. V. S. 44.

N XXII.

Der Sochmeister erklärt dem Herzog von Oppeln, daß er sich in den Kauf des Landes Dobrin nicht eher einlassen könne, als bis ihm die völlige Freiheit über dasselbe dargethan sei. 1396.

Dem Herczogen czu Opul. Inuchter furste und liber herre, ewern briff uns leczte gesant wir wol vornomen haben, in dem ewer herlichkeit undir andern artikeln gedenket, wy ir uns das lant Dobryn fry in unser hende habt gegeben, liber herre wy dy fryheit czu der czeit was, Ir, wir und dy ewern wol irkanten, sal eyn semlich geschichte heisen fryheit, Ouch so gestunden dy Polan nicht der fryheit, do sy of eynem tage zu thorn vor dem Erbarn herren legato Massano ansprochen das egeschriben landt, und wy czu der cziet dy ansproche der Ordin vorantworte von ewir wegen, das wisse wir wol und ewer herlichkeit mag is ouch haben vornomen, Ouch berurt ir grose koste etc. Is hat gestanden schire wol czwey yar, bynnen der cziet wir y und y ewir libe vorschriben und entpoten habin, das ir uns hettet gesant ewers houptbrives eyne Copie, adir wir mochten uns keyns kowfs undirwynden von des lands wegen, noch keyne brive dorobir nicht lassen in nottel wyse schriben, dy mochten uns noch ny werden, wen wir allecziet habin gestanden in den vorreden des kowfs und hutes tages sten, mogt ir uns mit namhaftiger bewysunge der vorbrifunge des Grosmechtigen durchluchsten konigs herren Lodewig cza der cziet konig czu ungern und Polan seliges gedechtniss, in welcherley wyse her das lant ewir herlichkeit hat gefryhet, man pflegit gemeynlich semeliche wechselunge adir fryhunge vorbriven, sost ist is uns und unserm Ordin nicht getlich keynerley kowff dovon uns ensten mochte in czu. komftigen cziten krig und groser schade, Ouch lieber here als ir uns schribet von vorsigelten briven und Registern etc. Wir hoffen das wir euwer herlichkeit keynerley brive noch register gesant habin. dy do uns entlichin vorbunden hetten adir vorbunden czu dem kowffe went eczliche sint slechte sendebrive und slechte register unforsegilt mit unsers Ordins Ingesigel als das gewoplich ist, Inhaldende alleine vorrede. keine entliche vorbindunge, worde ewir herlichkeit dy brive czu lichte brengen, dy wir euch schier dy czweyn Iaren haben gesant, wir getruwen wol ewir libe, yr blebet geruwet und wir ungemanet, Onch als ewer libe vorscribet, Ir wellet beten alle fursten und heren etc. Liebir here ir endorft sotaner grosen muwe nicht, wen was wir vorniochten ewir herlichkeit zu libe und eren gethun, sunder sotanen grosin schaden unsers Ordins, doran sol uns ewirs selbis gebete sin als eyn gebot, und gerne uns doran bewysen wellen ewir libe sam dy besundern, und ist keyn not, dorumb vil fursten und heren czu bekommern, und worde ewir herlichkeit dor obir ymands beten und muwen, als wir umb der sache willen nicht getruwen zu thun. , ewir herlichkeit muste wir ouch in semlichir bete heten und undirwysen mit briven adir mit hoten, wy die sache von anbegyn gelegen ist czwisschen ewir herlichkeit und uns, Ouch ab wirs czu rate worden umb senden den luet der Copien dy wir haben funden obir das landt Dobryn, euch czu schriben von dem egenanten allirdurchluchsten konig Lodwig von ungern seliges gedechtniss und getruwen wol wir worden denne andirs undirwyset eyner genuglichin fryhunge, das wir uns eyns semlichin schedenlichs kowfs wol irweren wellen mit rechte, Die ander artikel wir nicht vorantworten, wen is nicht not ist so mancherley wort und schrifte, sunder wir wellen uns halden an dy vorbrifung was dy uswysen, und getruwen das ir ouch das selbe liebet und anders nicht mutet, lieber here wir bitten ewer herlichkeit mit allem flise, das ir uus und unsern Ordin ungemanet umb semliche sache, und siet unser besunder vorderer als ir do her siet. gewest, das wellen wir gerne vorscholden wo wir mogen,

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Gebin czu Marienburg am Sontag noch Epiphanie domini anno XCV[to.

Abschrift im Registr. des Fod; meisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 28-29.
Voigt BD. VI. S. 62.

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N XXIII.

Der Hochmeister bezeugt dem König Erich von Dänemark seine Freude über feine Thronbesteigung und empfiehlt sich und seinen Orden nebst seinen Landen seinem Schug und Schirm. 1396.

Regi Dacic. Eynfeldige befelunge und willigin dinst mit allir bebeglichkeit bevor, Allirdurchluchster furste und Grosmechtiger gnediger herre, ewir grosmecht. briff, uns by desin ewerm boten uns gesant, haben wir wirdiсlich entphangen und wol vornomen, dorynne uns ewir durchluchtikeit schribet, wy das des Riches manne zcu Denmarken euch geholdet und czu eren heren und konig entphangen haben, begernde in dem selbin euwerm brive von uns, das wir euwerm Riche gunstik, behulflich und sin bestes czu ramende wesen wellin, Here gnediger, ewer durchluchtikeit begere wir czu wissen, das wir des sere dirfrowet sin, und haben is czu mole gerne gehoret und dirfaren, und hoffen des wol, das is uns und unsern landen nuczlich, trostlich und fromlich sin solle, und wor an wir here gnediger, euch und ewerm Riche czu dinste, czu danke und beheglichen mit allen den unsern werden mogen, do wellen wir uns stetlich an irbiten und dirczeigen noch alle unserm vormogen, und bitten ewir durchluchtikeit alz unsern besundern heren, das ir uns, unsern orden und landen in ewern gnedigen schucz und schirm nemen gerucht, doramb wir gerne mit allen den unsern got unsern heren vor ewir wolfar, gesundikeit eyn seliges langes lebin und merunge ewir Riche wellen bitten, und gebitet here gnediger czu uns alz cza ewerm besundern sundirlichsten, gegeben uf unserm huse Marienburg am montag noch Palm. anno XC sexto.

2bfchrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 32.

N XXIV.

Der Hochmeister schlägt dem Könige von Schweden statt einer persönlichen Zusammenkunft die Berathung ihrer Räthe über ihre Angelegenheiten vor. -- 1396.

Regi Swecie. Eynfeldige befelunge und willigin dinst mit allir bebeglichkeit bevor. Allirdurchlachster furste and grosmechtiger gnediger here, ewern briff und ouch die botschaft by hern herman ewerm Capplan uns gethan, haben wir wirdielich entphangen und wol vornomen, wy das ewer meynunge ist, in unser land czu komen, mit uns czu reden, Herre gnediger, ewir grosmechtikeit begere wir czu wissen, das wir uns vorsehn, das wir in notlichen unsern gescheften etlich wile bussen unsern landen czihn werden, und uns leit were, ab ewir durchluchtikeit bynnen des qweme, und uns nicht enfonde, des so haben wir mit unsern Gebietegern und ouch mit hern herman ewerm Capplan geredt, also das unser meynunge were, also ferre ab is ewir durchluchtikeit beheglich ist, das ewir grosmecht. ewern Rat eynen adir czwene

sente ewirs willens und meynunge eigentlich undirrichtet, mit den wir alle sachen und gescheften, dy sie an uns richten von ewir Grosmecht. wegen welden wegen, und deuchte uns dorumb beqweme sien, ah ir ewern Rat czu uns sentet, also ferre ab is ewern gnaden beheglich ist umb mancherley Infalles, der do komen mochte, von ewer czukomnft in unser lande, Gnediger herre gerucht uns und unsern Ordin czu nemen in ewir beschirmunge, dorumb wir mit sampt unserm Ordin got unsern herren gerne vor euch

czu

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wellen bitten, Geben czu Marienburg an der Mitwoch nest noch assumpcionis Marie anno XCVI.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 6.
Voigt Bd. VI. S 103.

N XXV.

Der Sochmeister benachrichtigt den Hauptmann Johann von Wartenberg, Verwaltungs , Berweser der

Neumart, von der unfreundlichen Gesinnung des Herzogs Swantibor von Stettin gegen den
Drden. 1396

Deme Edeln herren herren Johann von Wartenberg houbtmanne in der nuwen

Marke obir oder unserm hesundern lieben herren. Unsern fruntlichin gras und was wir gutes und behegelichkeit eawer liebe dirczeigen mogen czuvor genomen, Besunder lieber herre, wir thun euwer liebe czu wissen, das uns eyn vorsegilt brieff in semelichem lute, alze dese ingeslossen abeschrifft inne heldit. von eyme ungeloybigen Littowen geantwert ist, den euwer liebe wol wirt vornemen, Lieber herre, nu habe wir ouch wol vornomen, das der Irluchte furste, here Swantibor Herczog czu Stetin uns, unsern Orden vaste mit worten beschuldige und dirvolge, dor an her doch uns und unserm Orden unrecht thut, das wir wol bewysen mogen, wenne is czu bewysunge und czu rechtfertigunge qweme, und wir noch unser orden eyn solches ken Im ny vorscholt haben und anders nicht, wen eyne stete fruntschaft czu Im tragende vorderunge und helfe uns czu Im genczlich und stetlich vorseen haben, doran wir doch noch deres briefes Jute, al her Im den czuczuwet, wandel und unfruntschaft sporen und prufen, dorumb lieber herre, ab is dem egenanten herren herczoge also in gemute sluge, das wir doch nicht hoffen, das her uns, unsern orden und lant beschedigen welde durch unsers gnedigen berren des koniges von ungern land, das uch befolen ist, das ir dabey fruntlichen thun geruchet und des nicht gestatet. bis an unsern gnedigen herren den konig von ungern etc. vorgenant, denie wir aller gnaden und beschirmunge wol getruwen, genczlich hoffen und glouhen, das her eyn solches an uns, unserm orden und landen nicht gestate, went wirs ny vorscholt haben, und bitten euwer liebe uns des eyne gutliche antwert czu schriben, das wir uns dornoch richten mogen, Geben czu Marienburg am Sontag noch Symonis et Jude apostolorum Anno XC sexto.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 35.
Voigt Bd. VI. S. 61.

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