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fidem credulam adhibere sibique in commissis negociis assistere auxiliis et favorihus oportunis et in occurrentibus ad nos habere recursum, in quibus sibi intendimus affeccione paterna, quantum cum poterimus complacere. Datum Fundis VI° Kalendis

° Decembris pontificatus nostri anno primo.

Uns dem Formular:Buch der Königl. Bibliothek zu Königsberg Nro. 101.
Voigt Bd. V. S. 350.

N VII.

Der Großtomehur meldet der Königin von Dänemark den Tod des Hochmeisters Konrad von Wallenrod,

entschuldigt den Wufschub ihrer Verhandlungen und empfiehlt den Orden und dessen Kaufleute ihrem Schus. 1393.

Ad reginam Norwegie. Serenissima princeps et graciosa domina, quemadmodum S. v. honestum Johannem Blome familiarem vestram cum litteris et legacione ad magistrum nostram generalem, cui propicietur altissimus, destinastis, Qui Johannes Blome, huc veniens, commissa sibi per S. v. racionabiliter expedivit, Sed licet ipso huc veniente Magistrum nostrum sanum adhuc et incolumem invenerit, brevissimo tamen posthac tempore valida egri tudine occupatus, in qua prochdolor et morte preventus est, expediri in negociis huiusmodi non potuit per eundem, propter quod et nos ex quo superior noster non super est, quid ad premissa respondere debeamus, nescimus, causa nobis huiusmodi pro maxima parte incognita existente, unde magnificencie vestre sinceris affectibus supplicamus, quatenus huiusmodi negocia et causas huc ut premittitur per predictum Johannem Blomen delegatas sub paciencia tollerare velitis donec dens de gracia sua nobis et ordini nostro de capite providebit, tunc enim expeditivam omnium istorum ut speramus responsionem habebitis et henignam, Ceterum Serenissima princeps, gracie vestre supplicamus humiliter et devote, dignemini nos ac ordinem nostrum in tuicionem et proteccionem vestram gratanter suscipere, nosque ad nostros homines, qui Degocia sua in diversis mundi partibus querunt, graciose fovere ac eciam promovere, non admittentes eosdem per vestros dampnis affici et rapinis, Signanter autem magnifica domina, exhibeatis vos graciosam et benignam in causa, puta de receptis pavibus et bonis, de quo eciam idem Johannes Blome mencionem in relacione sua fecit, facientes ea hominibus nostris restitui quibus sunt ablata, premium inde ab altissimo receptura. Datum in Marienburg crastino sancte Anne, anno etc. XC tercio.

2bfchrift im Registr. Nro. (m. p. 107.
Voigt Bo. VI. S. 1.

N VIII.

Geleitsbrief des Hochmeisters Konrad von Jungingen für seinen Faltenträger. – 1393. Allen und besundern fursten geistlichen und wertlichen, herren, Grofen, fryen, houbtluten, Amptluten, Rittern Knechten, Burgern und gemeynlich allen czu welcher kegenwertikeit deser brieff kompth, unser und unsers ordens herren, frunden und gunnern, Entpiten wir Bruder Conrad von Jungingen Homeister deutsches ordens fruntlichen grus und unsern dienstlichen willen, Lieben herren und frunde, Wir senden den allirdurchlusten fursten unsern gnedigen berren dem Romischen konige und etlichen unsern herren den körfursten und andern fursten und grafen etzliche falken und federspil by desem kegenwertigeu unserm felkener und bitten euwer aller herlichkeit und fruntschaft, daz ir Im durch unsers dienstes und bethe und sunderlich durch liebe willen der herren, czu den wir In senden, vorderlich und behulfen seit an sienen wegen und bestehet Im, wen her uch dor umb apruffet und sienen geferten, und nemelich den vogeln, die her treyt, umb eyn sicher geleit, das her mit euwer hulfe und vorderunge durch ewer lande, stete und gegend sicher und ungehindert moge komen, Das wellen wir gerne vorscholden wo wir uch weder czu dienste mogen werden, Geben czu Marienburg off unserm huse des nesten dinstag noch Concepcionis Marie, Anno domini XC tercio.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. II. p. 1.
Voigt BD. VI. S. 7.

N8 IX.

Der Sochmeister erklärt dem Kanzler des Herzoge von Oppeln, daß er sich auf den Ankauf des Landes

Dobrin nicht einlassen könne. - 1395.

Meister Bernhardt des herczogs czu Opul Kenzeler. Liber her bernhard, euwern brieff und das Register wir wol haben vornomen und uch in brifen Registern und in selbis worten wir lange gegeben haben, alz wir andirs nicht enwissen, eyne enthaftige antworte, wy wirs balden wellen mit unserm und euwerm herren dem Herczoge als von des landes wegen Dobryn, wen uns umb den kowff nicht enist, Die sachen wir ofte beruret haben und nicht not ist, das wir sy alz ofte vorandirweyten. Of die artikel euwers registers alz von den landen jenehalben der Wysel und dy Caya uns nicht ist czu mute mit Im czu thun keynerley kowft dorch semelicher sachen willen, die wir vor berurt haben alz von des landes

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wegen Dobryn. Item das unser herre also vil hat vorczeret kegin Behemen und Ungern alz her schribet, hat her do von nicht grossern fromen wen alz vil, das ist uns leyt, wen her durch unser willen nicht hatte gedorfft der czerunge noch bedarff, Dorumb lieber her Beruhard habit vor eyne endige antwert unser meynunge, die Ir vorniols ouch wol habit vornomen, wir wellen an den kowff noch das leipgedinge nicht, sunder halden das land Dobryn in der vorsaczunge alz lange bis unser herre das losen wirt noch uswysunge syner briffen, Ouch lieber her Bernhard, Ir dorffet nicht laden euwern herren in das land durch semelicher sache willen wen wir des eyns synt worden mit unsern gebitigern keynen kowff czu lieben noch annemen, alz wir oben berart haben, Dorumme so undirwyset unsern herren, das her blibe geruget an syner personen und der czerunge und sey unser gnediger herre, das welle wir gerne vorscholden. Gegeben czu Marienburg am tage stanyslay im vunff und Nunczigsten Jare.

Ubschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. 11. p. 15.
Voigt BD. VI. S. 46.

N X.

Der Hochmeister ersucht den Herzog Johann von Meklenburg, dafür Sorge zu tragen, daß dem Orden

durch die dem Herzog Albrecht von Meklenburg nach Livland nachziehenden Vitalienbrüder kein Schaden geschehe. - (1395.)

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Herczog Hansen von Mekelburg. Jrluchter furste etc.

Uns ist czu wissen worden, wy das herczog Albrecht von Mekelburg obirkomen ist ken Refeln nicht wen selb dritte und was heymlich und vorborgen in der stadt bis an den dritten tag das nymant do von woste, und ist vordan komen ken darpt, do her ist by dem Bisschoff und alleine wir wol getruwen und gloyben, das her umb andirs nicht komen sy wen umb libe und fruntschaft zu halden mit dem ordin zu lifland, ydoch so ist uns czu wissen worden, wy das Im eyn gros volk der vitalienbruder nochvolge und zu Im komen sollen und meynet unsern ordin zu liflanden zu vorterben, das wir Im doch nicht zugetruwen und gloyben, Dorumme so bitten wir ewer grosmecbt. mit luterem flise, das ir zu herczen nemet und doran gedenkt, was der Ordin als gethan habe durch des allirdurchluchsten fursten und herren koniges zu Sweden und ouch amb ewer und der ewer libe wille, und noch hutes tages gerne thut, und alle cziet gerne thun wil, was her mit eren gethun mag, und nemet uns und unsern orden in ewern beschirm, als alle ewer Eldern y und y gethan habin,

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und gestattet liber herre nicht, das dem orden zu liflanden von den ewern kein ungemach ader vorterbnisse geschee, wen wir und der ordin io mit euch und den ewern nicht anders wissen, noch ny gewost anders haben den libe und fruntschaft and bitten dis brives egn fruntlich antwurt, und sunderlich was sich der orden czu euch und den ewern vorsehn solle in desin sachen. gegeben czu Slochow am Sonohund noch Marci und Marcelliani (1395).

26 schrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. Il. p. 15.
Voigt Bb. VI. S. 103.

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Der Hochmeister erklärt dem Röm. König Wenzel, wie es mit dem Frieden mit dem König von Polen

stehe und warum er und der Orden seinem Gebot in Betreff des Krieges gegen die Ungläubigen
nicht folge leisten tönne. – 1395.

Deme allirdurchlusten fursten und grosmechtigen herren, herren
Wenczlaw Romischen konige czu allen czeiten merer des reiches
und konige czu Behemen, synem allirgoedigen

herren mit aller wirdikeit. Eynfeldige befelunge und willigen dienst mit andechtigem gebete czu gote bevor, allirdurchluchster furste und grosmechtiger lieber gnediger herre, euwern brieff myr leczte geantwert als von wegen des koniges von Polan, siner lande und lute habe Ich mit groser demut wirdiclichen entpfangen und wol vornomen, Begerde von herczen euwer gnade czu wissen, das czwisschen dem reiche von Polan und mynem Orden von langer czeit ist gewest und hat gestanden eyn namhaftiger und vorschrebener frede und hutes tages stet, und weys nicht andirs, wen das das reich czu Polan mit dem Ordin und der Ordin mit dem reiche schuldig ist den freden czu halden, alleyne das mynen vorfarn, myr, mynem ordin und undirsassen grose schaden synt czugeczogen hynnen dem frede, Idoch so getruwe Ich wol, das das wol bericht werde sunder orloyes not, ab dorumb des Reiches man von Polan myr, mynem Ordin und undirsassen sich vorantworten wellen mit rechte, liebe und fruntschaft. Ouch gnediger herre mich demuticlichen zu vorantwerten als von der lande wegen Russen und Littowen, so wisse euwer durchluchtikeit, das nicht alleyne der Ordin, sunder ouch ander cristenlande in voriaren clegelich und swerlich synt beschediget, und das eyn offgenomener frede czwisschen In und dem Ordin, welcherley der gewest ist, so ist her jo schedelich gewest der heiligen cristenheit, Ir geloubde, briefe noch wort sy

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dem Ordin ny hahin gehalden, sunder io beczogen und beschediget habin, als das offenbar ist herren, Rittern und knechten und allen landen des Ordins. Ouch allirgned. herre, die sache die Ir myr anmutende seit von mines Ordins wegen Ich alleyne das nicht macht habe czu thun, want sie ist eyne grose sache und die groste, worumb myn Ordin gestiftet ist czu halden den krig wedir die ungeloubigen, und dorumb myn Ordin von den gnaden gotis vorderunge hat gehat bis an dese czeit und noch hat von der heiligen Romischen kirchen, von dem heiligen Reyche und von allen cristenlichen konigen, fursten und herren, die dy sache also wol angeet als mynen Orden, Besundern der herren, der land an die ungeloubigen stossen, und myn Ordin mochte in semelicher wise groslichen beschuldiget werden, Ouch gnediger herre, ane das grose Capitel myns Ordins habe ich nicht machtczu thun in der sache, want eyner semelicher sachen uffgohe mus hy not geschen von allen gebitigern myns Ordins, Beyde der von lifflanden und von deutschen landen und allir andir lande, worumb allirgned. herre, vordenket mich nicht dorumme czu deser czeit, went Ichs nicht macht habe czu thun, Sunder seit myn und myns Ordins eyn gnediger herre und beschirmer, als ir bys her gewest syt, Dorumine Ich mit sampt mynem ganczen Orden got unsern herren czu tage und czu nachte vor euwer wolfart, gesunt und seliges langes leben innerlichen fleen wil und bitten etc. Gegeben czu Marienburg am dornstage vor Laurencii des Heiligen Merterers im XCV Jare.

Abschrift im Registr. des Hochmeisters Konrad von Jungingen Nro. il. p. 19.
Voigt Bd. VI. S. 48–49.

No XII.

Der Sochmeister trägt dem Deutschmeister auf, in der wichtigen Sache des Ordens gegen den Röm. König den Rath der Kurfürsten einzuholen. 1395.

Deme Gehitiger czu deutschen Landen. Unsern fruntlichen grus czuvor, Lieber her Gebitiger, wisset das uns mancherley mere sache und geschefte vorkompt, in der wir wol rates hedurfften, besander unser gnedigen herren der korfursten, wy wir als vorstentliche und vorsichticlich uns und unsern ordin besorgeten und bewarten gote zcu loube und ere. das icht in czukomftigen czeiten vorsumenisse uns wurde czugedocht mit der wir worden vordacht von fursten und herren, worumme wir das nicht undirstanden hetten, dovon unser ordin und die gancze cristenheit komen mochte czu eyme unvorwintlichen schaden, Dorumb so sey wir mit unsern gebitigern czu rate worden und vorschreiben uch die sache,

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