Abbildungen der Seite
PDF
[ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]

6ooo Mann angegriffen worden. Dagegen drang die feindliche Hauptmacht von 2oooo Mann gegen Duren, eine andere Kolonne von mehreren tausend Mann gegen Nideggen an. Das linke Ufer der Roer blieb überall den Feinde, der bei den letztgenannten beiden Orten sogar durch den seichten Fluß ging, und Latour und Haddik zu trennen, den Letztern zu überflügeln suchte. Duren selbst wurde heftig angegriffen,

und nachdem rechts davon Birkesdorf genommen war,

drang eine feindliche Kolonne vorwärts. –

So standen die Sachen am Abend. F. Z. M. Clerfait blieb nur die Wahl, am andern Tag eine Schlacht zu liefern, oder noch in der Nacht den Rückzug anzutreten. Die Entscheidung durch die Schlacht schien dem Feldzeugmeister, bei der Übermacht des Feindes, und bei dessen durch den Sieg gehobenem Muthe , zu gewagt; er wählte daher den Rückzug hinter die Erft. Noch in der Nacht ging Clerfait mit der Hauptmacht und Krays Korps nach Busdorf, – Latour nach Mitrad. Der Feind folgte am 5. Oktober Nachmittags, drückte die Vorposten, und nahm eine Stellung. – Wernek marschirte am 5. von Rathem auf Grävenbroich. Seine Reiterei wurde auf dem Marsche bei Erkelens von drei feindlichen Kolonnen angegriffen, die beiläufig 5ooo Mann stark, mit 6 Kanonen und Haubitzen, von Linnich und Jülich herankamen. Diese Kavallerie warf die Kolonnen, deren eine schon den Rückzugsweg bedrohte, durch muthvolle Angriffe zurück, und eroberte drei Kanonen. – General Kerpen erhielt den Befehl, im Nothfalle von Rüremonde nach Düsseldorf zurückzugehen. General Haddik retirirte nach Bonn. – Die Festung Jülich wur

[ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors][ocr errors][ocr errors]

terhielt die Verbindung mit den Korps der F. M. Lts.

[merged small][ocr errors]
[ocr errors]

der rechten Flanke dem Feinde preisgegeben worden seyn, oder ein großer Theil des Heeres hätte zu deren Deckung zurückbleiben müssen. Auch wäre die Armee auf dem weiten Marsche von Jülich bis gegen Nimwegen von dem überlegenen Feinde gewiß auf das lebhafteste verfolgt worden. In Geldern angekommen, fand die Armee keine Magazine. Welche Unterstützung man von den Holländern erwarten durfte, war längst bekannt. Selbst die Engländer konnten sich gegen das Ende dieses Feldzuges an der Waal für schweres Geld nicht einmal die unentbehrlichsten Bedürfnisse verschaffen. Der Mangel wäre, wenn die kaiserliche Armee sich ebenfalls in jene Gegenden gezogen hätte, durch die Mehrzahl der Verzehrenden auch aufs äußerste vermehrt worden. Freilich war es nicht der Abgang an Lebensmitteln, der solche Noth hervorbrachte: denn blieben auch die Beschützer des Landes dem Hunger preisgegeben, so fanden doch gleich darauf die vordringenden Franzosen aller Orten, was sie bedurften, im Überfluß. Es wäre noch in Betrachtung zu ziehen, ob nicht auch in dem gegenwärtigen Augenblicke noch die Vereinigung der englischen und kaiserlichen Armeen, und wenn sie auch erst bei Nimwegen ausgeführt worden wäre, die größten Vortheile geboten hätte ? – Der Feind hätte dann aber mit Entschlossenheit angegriffen werden müssen. Eine Schlacht konnte gewonnen werden, und dann änderte sich die Lage der Dinge gewiß zum Vortheile der Alliirten. Aber hiezu hätte es einer herzlichen Einigkeit und einer aufrichtigen Mitwirkung bedurft. – Vielleicht hätten aber auch Pichegru und Jourdan ihre Armeen vereiniget, und dann war die Übermacht auf ihrer Seite? – Den Talenten der alliirten Heerfüh

« ZurückWeiter »