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für Berge zu halten, so bleibt ihm deren nähere Be

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aber, als nothwendige Folge der Kleinheit dieses Maßstabes, jede merkliche Bleilinie auf dem Papier eine Fläche einnimmt, die auf dem Felde 1o Schritt = 4° Ausdehnung hat, und da das geringste Maß, das man mit

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*) Nehmen wir z. B. eine Militär-Sektion, deren In

halt 3# Quadratmeilen beträgt. Wenn diese Sektion auch mit noch so vielen Schluchten, sehr kle1 e-Öächen c. durchschnitten ist, so bleibt ihr Flächeninhalt immer der obige, wenn auch die Terrain.theile zwischen Schluchten, Bächen 2c. in der Zeichnung kleiner ausfallen, als sie in der Natur wirklich sind. – Sektion ist im östreichischen Dienst die technische Benennung eines einzelnen Blattes der militärischen Länder -Aufnahmen. Ihre Länge von Süd nach Nord ist 16, von West nach Ost 24 Wiener Zoll.

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*) Die Zeichnung des Gebirgs, oder die Schraffirung, ist ganz vorzüglich konventionell: denn es hängt ganz von der wechselseitigen Übereinkunft ab, daß ich mir unter geraden, krummen, geschwungenen, gekreuzten Strichen eiaen Berg vorstelle. Nothwendig bildlich»ist diese Vorstellung nicht, denn ich kann mir einen Berg auch in einer andern konventionellen Form, z. B. mit horizontalen Strichen, punktirt, lavirt u. s. w. denken; noth wendig nicht, weil die Bergzeichnung nicht Jedermann, sondern bloß der Eingeweihte versteht. Inzwischen ist nicht zu läugnen, daß die Malerei auf unsere Terrainzeichnung einigen Einfluß nimmt, – jenen nämlich, welcher durch Vertheilung von Licht und Schatten einen optischen Effekt hervorbringt. Es wird, wie bekannt, angenommen, und zwar sehr willkürlich, oder konventionell, daß alle Lichtstrahlen senkrecht auf die in der Terrainzeichnung darzustellenden Gegenstände fallen. Dieses angenommen, werden steile Abdachungen weniger Lichtstrahlen aufnehmen, oder weniger beleuchtet werden, als flache Böschungen. Hierin liegt der Grund, daß steile

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ners diese konventionellen Zeichen nicht nur nicht bei allen europäischen, sondern nicht einmal bei den Kunstgenossen eines und des nämlichen Staates die feste, gleiche und unabänderliche Bedeutung erlangt haben so ist dadurch dem Willkürlichen, dem Zweifel, der Einseitigkeit, ein weites Feld geöffnet. Will man die Zeichnung auf die Höhe bringen, wo sie stehen soll; nämlich, daß sie einen immer gleichen Werth, eine unzweideutige Bedeutung erlange, so ist es unbedingt nothwendig, daß man ihren Gehalt für alle vorkommende Fälle durch allgemeine, unveränderliche Normen festzubannen suche. Entsprechende, umfassende Normen können aber nur dann gegeben werden, wenn alle Verschiedenheiten, Abweichungen, Ansichten und Versuche der Terrainzeichnung aller Nationen von mehreren der vorzüglichen und denkenden Zeichner geprüft, verglichen und gewürdiget werden; wenn nach dieser Sichtung, und nach dem Konflikt der Meinungen, jenes Prinzip aufgefunden wird, worin zuletzt alle Meinungen sich begegnen und vereinigen müssen; wenn endlich die entworfene Theorie, durch die Ausübung auf jeder Terraingattung von mehreren Individuen praktisch bewiesen, als möglich, vernünftig und vollkommen entsprechend sich bewährt. Nur dann und nicht früher, nur durch Prüfung, Würdigung und Uberzeugung, und durch keinen voreiligen Machtspruch, kann die Norm festgesetzt und begründet werden, welche der

Parthien mit viel Schatten, oder schwarz, – sanfte hingegen mit wenig Schatten, oder licht, gehalten werden, oder daß enge Striche die Steile, weite die Fläche bezeichnen.

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