Erste Reise nach dem nördlichen Amerika in den Jahrem 1822 bis 1824

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Verlag der J.G. Cotta'-schen Buchhandlung, 1835 - 394 Seiten
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Seite 395 - Reisen und Länderbeschreibungen der älteren und neuesten Zeit. Eine Sammlung der interessantesten Werke über Länder- und Staatenkunde, Geographie und Statistik, hrsg.
Seite iii - Reise nach Nordamerika unternahm, war es nicht meine Absicht, dem Publikum einen vollständigen historischen Reisebericht vorzulegen. Der Zweck der Reise selbst war kein anderer als der, Kenntnisse des Landes, seiner Einwohner und Produkte zu erlangen und diese in Fragmenten oder einzelnen Abhandlungen bekanntzumachen, falls meine gesammelten Erfahrungen Stoff genug darbieten sollten, der gebildeten Welt mitgeteilt zu werden.
Seite 366 - Im ganzen genommen kann ich versichern, daß die meisten Urvölker sich in ihrem Benehmen und in ihrer gesellschaftlichen Lebensweise gesetzter und anständiger zu betragen wissen als viele in ihrer Nähe wohnende Weiße von europäischer Abkunft, deren Roheit nur zu oft alle Grenzen des Anstands überschreitet, obgleich sie mit Selbstzufriedenheit und Verachtung die verständigeren und unverdorbeneren indianischen Nachbarn mit dem Titel Barbaren belegen. Viele Weiße befriedigen einen kleinlichen...
Seite 135 - Thicre, einem Baume, der Farbe des Wassers, oder, wie dies am üblichsten ist, nach dem Namen des ersten Entdeckers benannt. Dieser ist gewöhnlich ein Abenteurer, welcher als Jäger oder Pelzhändler die fremden Gegenden und ihre wilden Bcwohner aufsucht.
Seite 33 - Der Charakter der Kreolen ist eine naive Gutherzigkeit mit französischer Höflichkeit gepaart. Für den Fremden und jeden Gast ist Haus, Küche und Keller offen. Leicht für Freundschaft empfänglich, fühlt er sich durch Vertrauen und wechselseitige Annäherung geschmeichelt. Die Kreolen sind große Freunde von Vergnügungen, doch müssen solche anständig sein, und in allen ihren öffentlichen Unterhaltungen verleugnet sich der gute Ton nicht. Das französische Schauspielhaus ist...
Seite 33 - ... Gast ist Haus, Küche und Keller offen. Leicht für Freundschaft empfänglich, fühlt er sich durch Vertrauen und wechselseitige Annäherung geschmeichelt. Die Kreolen sind große Freunde von Vergnügungen, doch müssen solche anständig sein, und in allen ihren öffentlichen Unterhaltungen verleugnet sich der gute Ton nicht. Das französische Schauspielhaus ist ein sehr schönes, modernes Gebäude, die Acteurs sind gut bezahlt und, so wie die Tänzer am Ballett, aus Frankreich mit vielen Unkosten...
Seite 269 - Die Weiber tragen einen Schutz aus Tuch um die Lenden und des öfteren recht sauber gearbeitete und reich verzierte Mitassen. Ich sah einige hübsche Gesichter unter ihnen, und beide Geschlechter zeichneten sich durch ihren schönen Wuchs und durch ihre dunkle Körperfarbe aus. Die Krieger tragen meist geschorene Köpfe und nur am Hinterkopf eine Art von Hahnenkamm nebst zwei langen Haarflechten; dagegen prangten Weiber und Kinder mit ihrem schönen, glatten, glänzend schwarzen Haar. Die Männer...
Seite 269 - ... auf beiden Seiten durch einen Riemen befestigt ist. Ich sah bei den Männern weniger Mitassen und Mokassins; auch war ihr Körper voller Narben und von Dornen zerkratzt. Im Gurt trugen sie alle ein Messer, dessen Scheide aus einem doppelt zusammengelegten Leder mit ganz breitem Rand besteht, in dem sich ein tiefer dreieckiger Einschnitt befindet, der, durch den Gurt gezogen, die Scheide festhält. Ihre Messer bestehen aus der gewöhnlichen Tauschware, die im Lande üblich ist. Die Kansas tragen...
Seite 268 - Die Männer waren meist bis auf einen Schurz am Schamgürtel nackt. Diese Bedeckung besteht gewöhnlich aus einem blauen oder roten Stück Tuch, das hinten und vorn zwischen den Beinen durchgezogen wird und auf beiden Seiten durch einen Riemen befestigt ist. Ich sah bei den Männern weniger Mitassen und Mokassins; auch war ihr Körper voller Narben und von Dornen zerkratzt. Im Gurt trugen sie alle ein Messer, dessen Scheide...
Seite 26 - Amerikaner, sowie der einwandernde Deutsche zieht die Namen der Städte oder Dörfer seiner ehemaligen Heimath vor, und belegt seine neue, oft elende Hütte mit dem hochtrabenden Namen großer Städte seines Vaterlandes.

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