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gericht. Lehuwesen. Striegsweren. Befebbutts
gen. Staats . Einkunfte. Münzwesen.

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Verhältniß der Herzoge von Pommers ges

gen der Saiser und das deutsche Reid.

Kind zu
Zweiter Theil.
Von der: Theilung Pommerns in das
Herzogthu'm Stettin und Wolgast bis
zur Einführung der Kirchena

verbesserung

Erster Abschnitt.
Das Herzogthum Stettin 1295 — 1.46 4.

Otto 1.
Der ,

Herzog Otto machte a) mit den Landstånden eis nen besondern Bergleich, daß das Herzogthum Stettin. künftig unzertheilt bleiben und nicht mehr als eine Herr: Ichaft haben sollte.

Anfangs stand Otto mit den Markgrafenë von Brants in dessen Land man auch einbrach, theils gegen den Kos mig von Dånnemart, der sich das Land Rostock, welches 1301. Mitolaus das Kind ihm unerworfen und von ihm

a) Nad Schwalenberg, Zweiter Theil.

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) zum Lehn genommen hatte, eigenthunilich zueignen wolls te, in Verbindung , b) aber bald entstand zwischen ihnen beiden selbst ein Krieg, entweder nach den einheimischen Schriftstellern wegen der Grenzen in der Ufermark, oder

vielleicht wahrscheinlicher wegen der Erneuerung des Lehns. 1302. Die Markgrafen thaten einen Einfall in Pommern, und

eroberten viele Schlosser, als Fürften see, Neulin, fiddi do 10 , Speck in, Nadrenre, Lindo in und

Lúc enia. c) Der Herzog Otto gewann ein entsdels 1303

dendes Treffen bei Stendal, nich weit von Wierradent, in welchem er über 200 Gefangene machte, welche nach einem Vergleiche gegen Zurückgabe der eroberten Schids ser losgelassen wurden. Seit dieser Zeit lebre Otto mit den Markgrafen von Brandenburg in dem besten Berneh: mert, er nahm an allen merkwürdigen Begebenheiten des Brandenburgischen Hauses thårigen Antheil, trat in der Markgrafen Dienste, d) und gab ihnen 1311 das Eröff: nungsrecht der Festung Stettin, e)

21s die Markgrafen wegen der Erbfolge im Lande 1304. Stargard mit den Herzogen von Meklenburg in Streit

gerathen waren, fo leistete er mit andern Fürsten für den, 1312. gestifteten Frieden Bürgschaft; f) in der Rostocfschen Feh! 1315. de, g) war er auf der Markgrafen Seite und eben so:

b) sabloff Bandbuch. 2 26. 6. 109. 101. 105.
c) rad Schwallenberg.
d) Serken T. 3. p. 86. . dijo que tem
e) Gerken. 2. I. p. 19712
1) Rydloff 2 Ch. S. 194.
g) Rudloff 6. 209.

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der Markgraf Waldemar dem Herzoge n°25 verkaufte

auch in der Stralsundschen Fehde bis auf den Frieden zu Semplin. h) Dagegen versprach der Markgraf Waldes mar dem Herzoge Otto mit 20 ausgerüsteten Rittern mit bepanzerten Streithengsten gegen die Ritter Gerd und Heinrich von Schwerin und Heinrich von Deven und deren Gehülfen so lange Beistand zu leisten, bis sie fidh zur Gute oder zum Recht bequemt hätten; Herzog Otto verpflichtete sich dafür 800 Mart Brandenburgis sches Silber zu bezahlen. i) Im Jahre 1315 vertaufte und das Land Bernstein für 700 Mart Brandenbur's gisches Silber, k)

Auch mit dem Könige Erich von Dánnemart schloß er zu Ribniß ein Schuß und Truk Bündniß, ihm in allen Kriegen außer gegen Brandenburg, wofera nur dasselbe innerhalb eines Monats nicht alle gútliche Una terhandlungen ausschlüge ; beizustehen.

h) Rudloff S. 218.

i) Rudloff S. 228. 229.

k) ürk..63. und 64. beim Klempzen, Schütgen und frey, fig Scr. rer. Sax. Tab, III, p. 26. Im Jahre 1317, schenkte der Herjog dem Jungfrauen : Selofter zu Hera: ftein, das im Lande Bernftein gelegene Dorf Copefenderp. Dreger Vol. VI. p. 1295 zur Bezahlung der Stadt und des Landes Bernstein verkaufte der Herjag. Otto, wie er felbft in der Urk. anführt, die Waffer und Winds mühlen bei der Stadt Sarj, nébft der Wyf und dem Burgmall bei der Stadt und 8 Winspel Störnpachte. aus dem Dorfe Blumenhagen für 184 Mart Brandenb. Silber an das Klofter Solbar. Dr. p. 1294.

Jeft machte Dito auf das Land und die Stadt Sta: venhagen, weiches an die Fürsten von Meklenburg Wen: den verpfändet war, Ansprudy; aber die Fürsten von

Werle ließen sich auf der Tagefahrt zu Rendsburg 23 März von dem Könige von Dånnemark und dem Graf Heins 1316, rich von Schwerin gegen des Herzogs Otto Ansprüche

Beistand versprechen. Doch wurde bei der Vermählung gohann des Jüngern von Werle mit des Herzogs Toch: ter Mechtilde dieser Streitvöllig beigelegt, indem Otto lino sein Sohn Barnim für sich und ihre Erben mit Einwilligung der Stettinschen Landstände zum Vors theile Heinrich $ und seiner Erben allen ihren Ansprůs chen an Haus, Stadt und Land Stavenhagën gång. lich entsagten und dem Haufe Werle den erbs und et genthümlichen Besis desselben auf ewig verficherten.' Zus gleich versprachen die Herzoge von Stettin ihm gegen je: den, außer dem Markgrafen Waldemar yon Brandens burg' und dem Herzoge Wladislav von Pommern Wolgast Beistand. Aus einer unbekannten Ursache, 1) gerieth der Herzog Otto mit der Ritterschaft und seinen Städten in so große Streitigkeiten, daß er mit seinem Sohne Barnim sogar aus dem Lande fliehen und sich init dem Markgrafen Waldemar verbinden mußte, um

seine Unterthanen wieder zum Gehorsam zu bringen. 1319 um Deswegen machte die Ritterschaft und die Städte des Joh. Stettinischen Herzogthums zu Stormerswerder, eis

1)- Uus dem Vertrage der Ritterschaft und Städte im

Herzogthume Stettin mit dem Herzoge Wratislav ers bellet, daß der Herzog Otto feinen Pasallen und Stads ten viele ihrer Vorrechte babe berauben wollen und zu ifrer unterdrückung Feftungent erbauer habe.

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