Biographisches Erzählen: Peter Härtlings Dichter- und Musikerromane

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LIT Verlag Münster, 2007 - 355 Seiten
Wahrheit und Fiktion, überlieferte Vergangenheit und erinnernde Gegenwart - zwischen diesen Polen bewegen sich die biographischen Romane und Geschichten Peter Härtlings, die die vorliegende Arbeit untersucht. Indem Härtling Wirklichkeiten und Möglichkeiten der Dichter und Musiker Nikolaus Lenau, Friedrich Hölderlin, Eduard Mörike, Wilhelm Waiblinger, Franz Schubert, Robert Schumann und E.T.A. Hoffmann erkundet, entwirft er vergangenes Leben und sucht er zugleich nach Antworten auf Fragen der Gegenwart.
 

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Inhalt

I
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II
16
III
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IV
52
V
61
VI
103
VII
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VIII
119
XVI
271
XVII
281
XVIII
284
XIX
289
XX
301
XXI
306
XXII
322
XXIII
325

IX
150
X
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XI
231
XII
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XIII
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XV
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XXIV
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XXV
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XXVI
342
XXVII
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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 12 - so könnte sie dem Paradigma des modernen Romans folgen, der — programmatisch seit Flaubert — die Teleologie der epischen Fabel abgebaut und Erzähltechniken entwickelt hat, um den offenen Horizont der Zukunft in die vergangene Geschichte wieder einzuführen, den allwissenden Erzähler durch standortbezogene Perspektiven zu ersetzen und die Illusion der Vollständigkeit durch überraschende, ,querlaufende< Details zu zerstören, die das uneinholbare Ganze der Geschichte am noch unerklärten...
Seite 13 - Jedes historisch eruierte und dargebotene Ereignis lebt von der Fiktion des Faktischen, die Wirklichkeit selber ist vergangen. Damit wird ein geschichtliches Ereignis aber nicht beliebig oder willkürlich setzbar. Denn die Quellenkontrolle schließt aus, was nicht gesagt werden darf. Nicht aber schreibt sie vor, was gesagt werden kann.
Seite 3 - Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie. Ihre Bestimmung ist nicht bloß, alle getrennten Gattungen der Poesie wieder zu vereinigen, und die Poesie mit der Philosophie und Rhetorik in Berührung zu setzen. Sie will, und soll auch Poesie und Prosa, Genialität und Kritik, Kunstpoesie und Naturpoesie bald mischen, bald verschmelzen, die Poesie lebendig und gesellig, und das Leben und die Gesellschaft poetisch machen...

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