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inclitus princeps et dominus dominus frater Winricus etc. de consensu suorum conpreceptoram sui ordinis nomine, misertus tamquam pater et protector omnium peregrinorum illas partes Prussie visitancium, captivitate in qua detenti maximeque angustiati fuimus cuiusdam domini militis Bartkonis de Wesinburg siti in iurisdiccione temporali illustrissimi regis Ungarie, ob singularem reverenciam Serenissimi principis Karoli regis francorum ceterorumque dominorum illustrium sub quorum dominio particulariter residemus ac omnium nostrorum favorem, supradictorum ad peticionem sibi per nos oblatam benigne nobis, ut nos a prefata captivitate redimere possemus accomodavit sine omni spe pecuniarum lucri liberaliterque mutuavit XXVII milia florenorum boni auri et valentis ponderis, talique condicione ut VII milia dictorum florenorum in festo omnium sanctorum proxime venturo in Flandria et Brugge civitate, ceteraque viginti milia in festo nativi. tatis domini proxime post venturo suoque procuratori .. vel qui pro tempore illo ibi fuerit, vel si forte aliquo casu fortuito ipsum abesse contingeret Consulibus civitatis predicte sine omni protraccione omni dolo fraudeque solvere solempniter promisimus omnes integre et bonitate et pondere ut prefertur, et unusquisque nostrum principaliter et insoTidum sine aliqua excepcione iuris vel facti obligantes bona fide promittimus in hiis scriptis, pro securitate vero omnium prescriptorum promittimus nos decem .. etc. bona fide stare et permanere in partibus Prussie et nunquam sine predicti domini

.. suorumque conpreceptorum licencia exire donec tota summa florenorum pretactorum sit quitata predicto domino et ordini integraliter et soluta Et quod absit si predicta pecunia in predicto loco numero valore et pondere ut prefertur in prefatis loco et termino persoluta non fuerit, promittimus unanimiter et insolidum milites et militares prescripti bona fide omni dolo et fraude postpositis, dummodo mors vel gravis infirmitas aliquem de nostris non preveniat redireque inpediat, predictas partes Prussie ad satisfaciendum predicto domino et ordini de predicta summa pecunie integraliter ad illos prescriptos decem nostros collegas qui securitatis pretextu in Prussie partibus remanent reintrare non exire et ibi manere, donec omnia ut prefertur integre sint quitata penitus et soluta. In quorum om nium testimonium et cautelam nos milites et militares suprascripti presens scriptum sie gillorum nostrorum duximus munimine roborandum. Datum ...

Abschrift im Formular-Buch p. 17. im geh. Urchiv.

Ni CXLVIII.

1381.

Verbot des Hochmeisters in Betreff der Schifffahrt nach England. Her Huskumptar uns is czu wissen worden das man vil grosser Schiff mitgrossem Gut ken Enghelant schiffet de mit unsen boten kegen Engelant menen czu segelen das is

uns czumole weddir went is dem boten mochte czu Schadin komen, darume bitten wir
uch ernstlichen das ir czu uch nemet de Grafen von Kyborch den Pfleger von Butow
und unsern Scheffer und sendet nach den Ratluten den saget von unsern weghin das
eyn ydermann synen frunt warnen moge das nymant her sy wer her sy in de lant se-
gele do hin wir vorboten han czu seghelen also ir und de Ratlüte wol wysset went wyr
dorch des wylle keynes weges gebot lasen usgeen uf das nymant dorfe sprechen das
wyr hüte das eyne byten und morgene das andere, wer hyr boven segelt der sal syner
buse nicht wyssen her muss des landes ewich untpern und sal darczu lyb und gut han
vorloren. Gegeben czur Mewa an Sontag Esto mihi (1381).

Hanseat. Recesse Ng I. p. 249.
Voigt B. V. S. 277.

N: CXLIX.
Das Domkapitel zu Marienwerder regulirt die Dammpflichtigkeit für das Stiftsdorf Rosenau. - 1381.
Wir Bruder Heinrich Skerlin probist. Johannes Resinburg Techant. und daz gancze
capetil der Kirchen czu Marienwerder tun wissentlich allen den desir brif vorkumpt,
das wir eyne berichtunge gemachit habin czwischen den tichgesworen unde der gemeyne
dez werdirs unsirs herren dez Bischoffis, unde unsirn lutin dez dorfis czu Rusenow. dy
berichtunge stet also, daz unsir lute dez dorfis Rusenow sullen haldin eren tam bynnen
erin greniczen, unde sullen den breyten und hoen glich andirn temmen des werdirs noch
anewysunge und geheys der tichgesworen, und vorsumen sy das, so sal sy unsirs herren
voyght und dy tichgesworen phenden und buzen glich andirn luten in dem werder.
Ouch sullen sy bynnen eren greniczen houpt stosen ane hulfe andir lute dez werders,
wenne dy tichgesworen yrkennen und kisen daz is not tud ane wedirsprechen. Geschege
is ouch daz got nicht enwelle daz dy wissil usbreche bynnen eryn greniczen daz was-
ser sullen sy vayn selbir und temmen ane bulfe der lute dez werders unsirs herren.
Ouch sullen unsir lute von Rusenow helfen czu der vorflucht graben glich andirn luten
uf dem werdir dor ubir sullen sy bussen eren greniczen keyn erbyt me tun ·noch czu,
houpt stosen. brucken. noch czu temmen, dez czu eyme ewegim gedechtnis habe wir in
desin brif gegebin voringesegilt mit unsirn ingesegelin. dez sint geczuk dy vorgenanten
tumherren. und Johannes schultheis czu wiselburg. Johannes schultheis czu nebrow Jo-
hannes schulcz czu stangendorf. kunradus schulcz czu Rusenow. volkmarus schulcz czu
grabow. hinrich stalman von Rusenow. Gegeben czu Marienwerder in der Jarczal noch
der geburt gotis. Tusent drihundirt Jar in dem eynundachtczichsten Jare an dem Mon-
tage nach exaltacionis sancte Crucis.

Alte Abschrift im Privilegia Capituli Pomesan. p. LXXXV.
Voigt B.V. S. 469.

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1381.

Gründungs : Privilegium der Stadt Neidenburg. Wir brudir Winrich von Kniprode, Homeister des ordins der Brudere des Spetals Sente Marien des dutschin husis von Jerusalem, tun wissinlich allen dy desin Brif seen adir horin lesen, das wir mit willin vnd Rate vnsir Metegebitegere habin vsgegebin vnsir Stat Nydinburg genant vnsirm getruwin Hannus grans, Schultheys do selbis zcu besetczen vnd habin der Stat vnd Inwöner gegebin virczik hubin zcu irre fryheit bynnen den Grenitczen als sy in bewisit sint von vnsirn brudirn, zcu Culmsche rechte, fry erblich vnd ewiclich zcu besitczin, der virczik hubin sal der Schultheys vire fry habin zcu deme gerichte mit synen rechtin erbin vnd Nochkomelingin ewiclich vnd sin zcendeteyl sal her nemen in den Garten vnd of dem Velde als is im gelegelichst ist. Ouch gebe wir vs vnd zcu der Stat eyn dorf, das Sechczik hubin behaldin sal bynnen den Grenitczen, als sy in von unsirn Brudirn bewisit sint, zcu dem selbin rechte als do obin geschrebin stet, der sal der pfarrer der vorgenantin stat vnd syne Nochkomelinge zcu der Wedem vire fry habin ewiclich, Vnd der Schultheys vorgenant mit synen Rechtin erbin vnd Nochkomelingin Sechs fry habin ewiclich, dy Stat vnd das Dorf sal der Schultheys mitenandir richtin, Von den andirn fumfczik hubin sullen vns dy Inwoner des dorffis von iczlichir huben dry virdunge pfennynge gewonlichir muncze, vnd io der hof in der Stat Sechs pfennynge alle Jar of Wynnachtin zeinsen, den czins sullin vns dry Ratlute invordirn vnd antwortin, vnd was von gerichte bynnen der Stat vnd of der Stat friheit vnd of alle deme gute vorbusset wirt vnd geuellit, das sal zcweyteil vnsirm huse, das dritteteil dem vorgenantin Schultheis, synen rechtin erbin vnd Nachkomelingin gevallen, vsgenomyn Strassengerichte, das wir vns zcu vor vs behaldin, Vnd wellin das Nymant vnsir Prussen richtin sal, den wir selbin, Ouch was czinssis bynnen der Stad ist adir werdin mag, vnd ouch von der Badestoben, der sal das dritteteil vnsirm huse, das dritteteil der stat vnd das dritteteil dem Schultheisin, synen rechtin erbin vnd Nochkomelingin zcugehörin, Vnd was do not wirt zeu huwin adir zcu bessern, dovon man den vorgenantin zcins nymmet, das sulle wir das dritte teil, dy Stat vorgenant das dritte teil vnd der Schultheis mit synen rechtin erbin vnd Nochkomelingin das dritte teyl helfin bessern vnd buwin, Ouch sal vns dy Stat beide von den virczik vryen hubin, vnd von den andirn Sechczik hubin, achczen pfluge, von iczlichim eynen Scheffel weisis vnd eynen Scheffil rockin alle jar vsrichtin vnd gebin, vsgenomyn des pfarrers vier hubin, Vnd ere geschuldin orteil sullin sy in unsir Stat Ilginburg bolin, Of deme vorgenanten gute neme wir vns vs alle Molstete vnd Moltiche, wo wir dy gehabin vnd gemachin mogin vnd dy egenante Stat vnd dorf, sullin obir eyn tragin mit der Holczunge vnd mit der fytrift vnd sullin In an eyme birten lasen genügen, Der Schultheis mit synen rechtin erbin vnd Nochkomelingin sullin Scharwerkis fry sin, Dy Inwoner des egenantin dorfis sullin scharwerkin der Stat von zween hubin glich eyme halbin houe vnd vor deme Schultheisin in der Stat zcu Rechte steen, Ouch verlie wir den Burgern vnd Inwönern der Stat dem Schultheisin synen rechtin -erbin vnd Nochkomelingin von sunderlichir genade fry vischerie in der Nide vnd in dem Moltiche mit cleynen geczöuwin bynnen erin Grenitczen dy zcu der Stat vnd dorfe gehörin zcu erem Thissche zcu vischin, Ouch vorlie wir vnsir vorgenantin Stat friheit als von Wynnachtin dy nu vorgangin sint zcwelf iar, das sy vns denne eren zcins gebin sullin vnd deme dorffe vier iar friheit, zcu ewigim gedechtnisse desir dinge habe wir vnsir Ingesegil an desin Briff lasin hengin, der gegebin ist of vnsirm huse Marienburg In der Jarczal vnsirs heren Tusunt dryhundirt eyn vnd achczik an dem dinstage vor dem tage Sente ambrosii, Geczüg sint vnsir libin Brudere Brudir Ruthger von Elner Groskomthur, Brudir vlrich hogenberger Treseler, Brudir Cuno von libinsteyn, Komthur zcu Ostirrode, Her Pilgerin vnsir Cappelan, Johan von Schonueld, Gerhard von visehnicht vnsere Kompan vnd vil andir ersame Lute.

Original mit (zerbrochenem) Siegel im geh. Archiv Schiebl. XXXIX. N45.
Poigt B. VI. S. 593.

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Errichtung einer Unzahl Schuh-, Bäder- und Fleischbänke in der Stadt Mellad. 1382. In nomine domini Amen. Universis et singulis presentes inspectoris. Nos Henricus prepositus Mychael decanus totumque Capitulum Ecclesie Warmiensis volumus fore notum quod de communi et unanimi omnium nostrum consilio et consensu utilitatem in hoc specialiter prospicientes Ecclesie et Capituli in Opido nostro Melzag fieri et locari fecimus viginti bancos sive scampna Sutorum et XII Bancos Pistorum ac XII bancos Carnificum. Ipsaque scampna sic facta locavimus Sutoribus. Pistoribus et Carnificibus tunc in opido predicto degentibus pro infrascripta annua pensione Jure Culmensi sicud et alias ipsius opidi possessiones possident imperpetuum possidenda. Volumus tamen ut plura Sutorum Pistorum Carnificum in eodem opido fieri aut locari non debeant in preiudicium eorumdem. Census autem dictorum Bancorum sive scampnorum talis est. videlicet quod Pistores de quolibet scampo solvent unum fertonem monete currentis. Sutores vero de quolibet scampno similiter unum fertonem eiusdem monete ac carnifices de quolibet scampno duos lapides fusi et boni cepi singulis annis in festo beati Martini

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solvere teneantur. In cuius testimonium presentes litteras eis dedimus Sigillo nostri Capituli communitas. Datum apud ecclesiam Warmiensem Anno domini. M°. CCC LXXXII°. Mensis maji die Sexta.

Abschrift im Fol. Ermländisches Privilegien, Ruch p. XLIII. im geheimen Archiv.
Voigt B. VI. S. 729.

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Herzog Albrecht von Holland verspricht den Städten in Preussen, ihren nach Holland handelnden Kauf

leuten die alten Freiheiten wieder zuzugestehen. 1382. Lieven und gemynden Vrende wy hebben jwen Brif wol vorstaen und ouch des romischen Koniges Bref und des Homeysters von Prussen dar up de inne holden dat unse Tolnars jwen Kopluden unrechten tole af nemen solden welk uns dunket dat em unrechte anghebracht is. Aber wol ist war, dat wy jwen Copluden ghegeven hadden ume

unse lande vorsoken solden ene vryheyde von rechte und de stunt to wedder seghen und ume dat jwe Koplude luttil of nyet in unsen landen quamen und liver an andern landen ere copenscop hantterenden dan in unsen so hebbe wy de friheyde wedder secht, doch live vrende wenn er uch vogit unse lant to vorsokende und darume don vorfolgen so wolde wy jw gerne also wol vryensteden vryheyden und recht duen gheven und bewysen ower al in unsen landen dat jw billic wol ghenoghen solde und so wenner wy darumme vorvolget werden so wille wy darinne also vele duen ume jwen willen dat jw wol sehn solt dat wy mit guten Herten gerne seghen got beware jw altus. ghegeven in de Hage des sacherdaghes nach sente Marcus daghe.

Abschrift in den Hanseat. Recessen N: I. p. 272.
Voigt B.V. S. 379.

M CLIII.

Bittschreiben an den Hochmeister Winrich von Kniprode wegen Verwendung beim Könige von England zur

Aufrechthaltung der alten Handelsfreiheiten der Hanse:Städte in England. 1382 (R) Benivolo nostro servicio cum debita reverencia preaccepto. Reverende domine vobis ut existimamus notorium existit. Quomodo et qualiter mercatores de hansa theutonicorum a retroactis temporibus propter privilegia gracias et libertates eisdem mercatoribus et successoribus eorum a divis regibus anglie pro se et heredibus eorumdem pecunia et sumptibus propriis dictorum mercatorum datas et concessas in perpetuum regnum anglie libere ingredi ibidem stare manere et mercaciones suas ac alia sua negocia ipsis conpetencia exercere dictumque regnum egredi plenariam et liberam facultatem, que quidem

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