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fieri et locari fecimus. Sedecim scampna pistorum et viginti duo scampna Sutorum necnon Sedecim Carnificum. Ipsaque Scampna sic facta locamus pistoribus. Sutoribus et Carnificibus tunc in Opido predicto degentibus pro infrascripta pensione Jure hereditario Culmensi sicut et alias ipsius Opidi possessos possident imperpetuum possidenda. Volumus tamen ut plura scampna pistorum sutorum vel Carnificum in eodem opido fieri aut locari non debeant in preiudicium eorumdem. Census autem dictorum Scampnorum talis erit quod quilibet pistor de quolibet scampno solvet unum fertonem monete nunc currentis. ac de quolibet scampno sutorum quilibet Sutor solvet quatuor scotos eiusdem monete. Quilibet autem Carnifex de quolibet scampno carnium duos lapides fusi boni sepi solvet annis singulis in festo Beati Martini confessoris. In cuius testimonium presentes litteras eis dedimus, Sigilli Capituli appensione munitas. Datum in Capitulo nostro. Agnetis habito ex more. Anno domini M°. CCC. LXXX. Mense Januarii die XXI. Abschrift auf Pergament im Ermländischen Privilegienbuch p. LXXVI. im geheimen Archiv.

N CXLII.

Herzog Ladislaus von Opeln, Herr von Dobrin, erlaubt dem Orden ein Jahr lang alle Verbrecher, Räuber und Mörder in seinen Landen gefänglich einzuziehen. — 1380.

Wir Ladislaus von gotes gnaden Herczoge von Opul. herre von Dobryn, et cetera.
wollen offinbar wezen. allen luten, das wir von Sundirlichir gunst uud liebe. die wir
eygintlich haben und tragen zcu deme Erwirdigen Homeistere und deme Ordin des lan-
des czu Prusen. yn dirlowben und dirlowbet haben mit macht dis Brives. eyn umme-
geende Jar von gebunge dis Brives bis wir andirs czu Rate werden. das Sye alle Rew-
bere mördere obiltetere und iczliche anvechtere. die deme lande Prusen merklichen scha-
den czuczien in keynin sulchen Sachen. wo sy die ankomen mogen und dirkrygen in
unserm lande allen enden uffhalden und vohen sullen. und sulche obeltetere von yn so
begriffen furen mogin und sullen us unserm lande. in ir land. Warumb wir wollen und
ernstlichen bevelen allen unsern Howptluten. Borggreven und allen andirn unsern un-
dirsesen. das sy den Orden und alle dy iren in sulchin sachen vorderen und yn keynen-
wis nicht enhindirn. by unsern holden. Gegebin czu der Slothorye. undir unserm an-
hangenden Ingesigil Noch Crists gebort driczenhundirt in deme Achczigisten Jaren des
Dinstagis noch Quasimodogeniti. usgenomen Edele lute. dy wir alle wege czu Rechte
wollen gestellen di undir uns beerbet syn und gesessen.

Original-Urkunde im geheimen Archiv Schiebl. 31. No 1.
Voigt B. V. S. 375.

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N CXLIII.

(1380).

Schreiben des Hochmeisters Winrich von Kniprode an den König von England wegen der vielfältigen Bedrückungen Preußischer Seefahrer und Kaufleute in England. Humilima recommendacione cum oracionibus in christo deuote premissis Serenissime princeps et domine noster graciosissime Pro eo quod communi mercatori de Almania in Anglie partibus existenti Priuilegia gracias et libertates quibus hactenus ex dominorum Regum Anglie largicionibus est suffultus vestra magnificencia graciose ut accepimus restituit et donauit vestre celsitudini eas quas possumus graciarum referimus acciones Et Serenissime princeps ac domine noster graciosissime Terram vestra maiestate regia deponere cogimur cum querela quod prout fidelium nostrorum subditorum amare querele narracione sumus instructi quidam de regno Anglie presumptores sue salutis ac honoris immemores nullis demitis (?) deposcentibus nec aliqua legitima culpa preuia in pauperes nostros subditos graues iniurias et iacturas committere non formidant. Nam pauperes nostros super mare nauigantes grauiter suis in mercionibus et rebus dampnificarunt et molestarunt ipsos bonis suis omnibus spoliantes, nec in hoc scelere contenti, sed mala malis addicientes homines nostros capitibus truncarunt diuini Judicii vlcionem non verentes, eosque extra nauem quod cum dolore referimus eiecerunt Et quamuis ad vestre maiestatis clemenciam sepius nostros nunccios litteris munitos sub grauibus laboribus et expensis direximus tamen minime profecimus nec fuimus exauditi. Quare domine noster graciosissime presentibus vestre maiestatis celsitudinem accedentes interatis vicibus. pro predictis nostris pauperibus humiles effundimus preces ex intimis cordis nostri. Quatenus diuine remuneracionis ac deuoti nostri famulatus intuitu non paciamini quod homines nostri per vestros subditos tam crudeliter ac impie molestantur, Sed pietate innata Ipsis nostri fauoris graciam impartiri dignemini quod mediantibus vestris fauorosis ac salutaribus promocionibus et auxiliis ipsis pro iniuriis mercacionibus et bonis suis que ipsis contra deum et iusticiam tam atrociter ablata vescuntur sicut hoc suis conprobare debeant literis et Juramentis fiat satisfaccionis exhibicio congruenter Et quod huiusmodi presumptores a tam iniuriosis et temerariis excessibus in conspectu superni principis odiosis de cetero desistant penitus et quiescant Et mandare dignetur vestra celsitudo ne lator presencium nunccius subditus noster dilectus in Regno vestro quoquomodo molestetur Sed per viam iusticie et fauoris gracia protractetur Circa premissa taliter nobis et subditis nostris regie maiestatis clemenciam exhibentes vt ineffabilem domini clemenciam Nos una cum ordine nostro pro augmento vestre salutis continuis exorare precibus teneamur Super premissis vestram graciosam petimus responsiuam Datum in Ca

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stro nostro Marienburg ipso die Circumcisionis domini etc.
rode ordinis beate Marie Theutonicorum Magister generalis.

Abschrift in den Hanseat. Receffen N I. p. 396.
Voigt B. V. S. 446-447.

N CXLIV.

Frater Winricus de Knyp

Schreiben der Preussischen Hansestädte an den Rath von Lübeck über den Handelsverkehr mit England.

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Littera missa dominis Consulibus de Lubic anno domini M. CCC. LXXX. feria quarta post Invocavit per Civitates huius partis in Marienborch ad placita congregatas.

Condigna salutacione cum omnis boni et honoris exhibicione funditus preaccepta domi

norum ac amicorum presincere dilectissimi literas vestras nuper nobis destinatas per vos transformatas ea qua decuit reverencia nos recepisse noveritis easque perlustrasse Magnifico domino nostro Magistro generali constantissimis et humilimis rogacionibus quibus potuimus supplicavimus licet sit nostrorum concivium maxime dampnum et gravamen ut causam et negocium cum Anglicis in bono suspenso et secura pace annum usque ad festum Pasche proxime futurum ultra ad annum cum ipsis in partibus nostris mercandi eosque ad nos veniendi stare permitteret prout nobis litteratorie demandastis Precibus vestris ac nostris licet difficulter inclinatus et exaudivit eosdem ipsos a nunc usque ad festum Pasche proxime venturum ultra ad annum in partibus nostris nec alicubi arrestare non presumerit nec velit inpedire quovis modo et hoc senioribus communis mercatorum de hansa Theutonicali Brugge in Flandria et in Anglia si placet significare non tardetis... (s. dat.) 1380.

Abschrift in den Hanseat. Recessen Nr. I. p. 111–112.
Voigt B. V. S. 323.

M CXLV..

Schreiben der Hanse-Städte in Preußen an den Rath von Lübeck wegen einer Tagfahrt, wegen des Han delsverkehrs mit England und in Betreff des Pfundgeldes.

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Littera missa dominis Consulibus Civitatis Lubic.

1380.

Wylligen vorghescreven Herrin und liben sunderlichen vrunde also ir negest ghescreben habit umme eynen tag uf Michael adir virczen tage darnach czu haldin mit uch czu Lubic und denselbin tag vorbas czu offenbaren den Flamigen das se darczu komen mogen ab si wollin als das in Flandern gheramet was und begheret unser antwort uch czu

scriben was man den Flamighen do von scriven sulle, worumme ir wyssen sullet das wyr des eyns und czu Rote worden syn den tag XIIII tage noch sunte Michaels tage mit uch zcu haldin und dar czu unser ratboten senden wyllen volmechtich hir umme so mogit ir den Flamighen scribin ab is uch ratsam dunket, das ir den tag wollet haldin also is gheret ist, das se dar czu komen mogin ab se wyllen und was ir byr czu Rate werdit den tag czu haldin adir nicht und was ir in Flandern scribet das bitte wyr uns czu scriben unvorczogin so ir irst kunnet und mogit das wyr uns dar nach endehaft mogin richtin, vortmer also von der Enghenschen weghen ir wysset wol was man obir eneme Jare czu rate was gheworden das unser Herre der Homeyster dys Jor umme uwer und unser bete wyllen hat losin steen in guter ghedolt, was mag man nu dar czu tun Suntderczyt das se nu keyne bescheydenheyt wyllen tun, man holde is mit yn dis Jar das nu vorwert intretende is also man is sulde ghehaldin habin dis Jar das nu gheledin ist. Dis mogit ir ouch in Flandern scriven ab ir wyllet, wen se nu uns korczlichen grossen scaden ghetan habin und unser lute obir bort gheslagin und ir gut yn habin ghenomen, vortmer also umme das Puntgelt als ir scribet, was wyr des noch habin, do sullen unser sendebotin ouch gute rekenscaft von tun in deme tage de vorgaderunge vorgenant und bitten uwer wyssheyt mit denstliken betin das ir unserm voyte uf Scone unsern teyl czolles losit volgen unghehindert also wyr uch czu Jore botin das doch nicht en geschach und bevelet uwerm voyte das her gutlich mit unserm vogite obir eyn traghe und lose is by der vorrichtunge von der bitten weghen, also is vormols is berichtet, och bitte wir das dar an syt, das de sache mit den brudern von me Hagin blibe in guter gedolt steende bys czu dem tage vorscreven. Datum Thoren Margarete (1380). Communes Civitates Prussie.

Abschrift in den Hanseat. Recessen Nr. I. p. 112.

N CXLVI.

Uebereinkommen des Herzogs Wartislav von Pommern und des Hochmeisters Winrich von Kniprode wegen
Behandlung und Auslieferung der Verbrecher in ihren Landen.

1380.

Wyr Wartyslaf der Junghe von Gotis Gnaden czu Stettin der Wenden der Cassuben der Pomereren Herczoge und vorste czu Rugen bekennen und beczugen offenbar in dusser Schrift das wyr uns noch rote unsers rotis voreinget haben myt dem Erbarn Herrin Wynrich deme Homeyster des duytschen Ordens an ganczer Endracht in dusser wys also hir noch geschreben steyt. czum irsten mole weres das wo geschege mort addir Mortbrant Kirchenbrechin stelin adir roubin an unserm lande vorbenomet und was dessen sachen gelich mach ghesyn das mag eyn man vor syneme Herrin in des lande der

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gesessen ist eynen andern Man ghewynnen, der is vorwrocht hot. ist her eyn riddermessig man selb dritte. ist her eyn Burger selb vünfte, is her eyn gebur selb sebinde iczlich mit syneme genosen unvorsprochene lute welk Herre addir welk vogit das gheczugit mit syneme geczegelten brive das man den selbin mistetighen man also gewunnen hot also vorscrebin is, den sal man entwertin ane alle widderrede ym syn recht czu thunde. were ouch das czene maen de under eyneme Herrin ghesessin weren und eyner dem andern schuldich weren und der eyne czöge in eynes andern Herrin lant und würde da angesprochen ume schult den sal man wydder czuruke wysen vor synem Herren an das recht von dannen her komen ist dar czu antwerten deme der in geschuldiget hot ouch also dike ghesche yt das manigh man vorarmet addir lichte unrechte walt geschege das syne Pacht nicht geben mochte ap her entwiche in welkes Herren lant is were der sal geleytet syn czu antwerten ap en ymant schuldigen wyl also in dem lande recht is, ob ouch das geschege das strazenrober addir dybe und mistetige lute geyaget worden addir nochgevolgit worde us eynes Herrin lant in eynes andern de sal man voen in des andern Herrin lande ab man mag. de sich nicht voen wylle losen de sal man slaen ane vorkernisse und sal se ghewynnen also is ghesproken is und were das eyn cleger us dem lande czu Prusen syn gut vunde in unsen lande und das gewunne mit syneme rechte das gut sal man in genczlich volgin losen vry und das gerichte noch der richter sal dar nicht ane haben und were das eyn vluchtig man queme in unser land de vorbenomet und druwete schadin czu tuende in des andern lant us dem lande do her hoghe hat den man sullen de richter untholden das her nymande schadin entu. wenne denne de komen do her obir clagit hot und hat her rechte sache so sal man im rechtis helfin Is aber das her druwet uf eyn unrecht so sal man ym syn recht tuen umme de untaet do her ume ghedruwet hot. were ouch das der Meyster addir der Vorwort nicht lengher holdin woldin der sal is eyn half Jar czuvorn ufsagin uf das alle dusse vorschrivene sache stete und vast bliven so habe wir unsir ingesegel an dussen brifflasen henghen. Datum Slauwe anno domini Millesimo trecentesimo LXXX in die Margarethe virginis. Alte Abschrift in den Hanseat. Recessen N 1. p. 264-267. Voigt B. V. S. 375.

N CXLVII.

Eine Anzahl Ritter (aus Frankreich) verpflichten und verbürgen sich, die vom Hochmeister Winrich von Kniprode ihnen zu ihrer Befreiung aus der Gefangenschaft geliehene Summe von 27,000

(1380?).

Gulden in zwei Terminen wieder zu bezahlen. Noverint universi presentes litteras inspecturi, quod nos P. tales et tales qui in universo facimus numerum XLXVIIII. publice profitemur et recognoscimus in hiis scriptis Quod

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