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Ein kluger Winzer wird allemal wohlthun, wenn er den Weinstock, den er von vorzüglicher Güte befunden hat, mit keinen andern Stämmen in seinen Weinbergpflanzt, welche von schlechteren Gehalte und von geringerer Güte sind; sons dern.

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Es ist nicht immer möglich ein gleiches Urtheil zu fällen.

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Jedoch mir fällt jetzt eine Methode ein, nach der man einen großen Weinberg bald in Ordnung zu bringen Und nUr Sorte zu seiner Sorte in Reihen zu pflanzen vermag. Man erreicht durch dieselbe seinen Willen während einer geringen Frist von Jahren. Es müssen nemlich die Weinberge alte Stöcke haben, und diese durch die Bank veredelt werden, jede Reihe mit einer besondern Sorte; wodurch man denn in wenigen Jahren eine ungeheure Menge von Setzranken von den veredelten Stöcken zu erhalten im Stande ist.

A Die Gründe, warum eine solche Einrichtung eines Weinbergs vorzüglich annehmlich ist, mögen folgende seyn. Erstlich die Belustigung und der vorzügliche Genuß, wel. chen man, so wie im gemeinen Leben, also auch in landwirth: schaftlichen Einrichtungen zieht, wenn sie mit Ordnung ange: legt sind; wenn das Zusammengehörige zu einander gekommen ist. Es bewirkt dieses die Vorstellung des Harmonirenden, welche durchaus nicht hervorgebracht wird, wenn alles durcheinander gestellt ist. Zwehtens der herrliche Aublick, der, wenn die Stöcke mit ihren Trauben prangen, jedem sich darbietet, wenn er in den Garten tritt; wenn er hier Reihen biturischer Stöcke, dort Arzeller, dort Spinoer und hier wiederum Königs: Wein prangen sieht; mit welchem die ernähe rende Mutter Erde Jahr aus Jahr ein die Sterblichen er: freuet, wenn sie ihre nährenden Euter darbietet. Jedoch über alles dieses geht nun drittens noch der Nutzen: Es ist nemlich gewiß, daß der Guths Besitzer weit lieber in den Weinberg kommt, wenn er darinnen Ordnung antrifft, und daher

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