Die Gründung der Universität Göttingen: Entwürfe, berichte und briefe der Zeitgenossen

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Vandenhoeck & Ruprecht, 1855 - 504 Seiten
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Seite 469 - Tum, pietate gravem ac meritis si forte virum quem Conspexere, silent, arrectisque auribus adstant ; Ille regit dictis animos, et pectora mulcet...
Seite 326 - On se chamaille fort et ferme entre les Lipsiens et les Suisses", schreibt er im Jahre 1744 einmal in diesem Zusammenhang. „. . . J'attrape toujours quelque coup de bec à cette occasion, mais je suis résolu fermement de ne me point défendre et de ne prendre aucune part à une guerre, qui, pour me servir d'un jeu de mots, a cessé d'être civile."* Tatsächlich liegen die Gründe jedoch tiefer. In Wirklichkeit hat Haller sich in Fragen der Poetik und Kritik niemals schlechthin mit seinen „amis...
Seite 469 - Auf gute Aufführung der Lehrer ist vorzüglich zu sehen. Ich verachte das göttlichste Genie, wenn es auf öffentliche grobe Laster fällt. Denken mag jeder in Religionssachen, über Gegenstände der Staatsklugheit und Moral, wie er will, aber alle seine Gedanken darf er nicht öffentlich vortragen, besonders wenn er sich darinn verrufenen Secten nähern sollte. Denk-, Red- und Pressfreyheit nährt und erhebt die Seele; der kriechende, despotisch behandelte Gelehrte wird in Ewigkeit nichts Großes...
Seite 37 - Ich lasze dahin gestellet seyn, ob man nicht die tempora Scholasticorum wieder erleben werde, wann die Wolffianer auf denen Academien die Oberhand behalten, als welche gleich jenen ihre Zeit mit Untersuchungen zubringen, welche im gemeinen Leben gar geringen Nutzen haben.
Seite 368 - Verzicht auf seinen Lehrstuhl zurück in seine Heimatstadt Bern ging, schrieb diesen Brief Jahrzehnte später an einen früheren Göttinger Kollegen beim Tode von dessen Frau: „ . . . Noch leidiger ist dieser Verlust auf einer Universität, einer Sammlung von Fremden, die keine natürliche Verbindung mit einander haben, wo Brüder, Schwestern, nahe Vettern unser Leid nicht zu lindern suchen, wo wir in der Freundschaft nicht einen Teil des Verlohrenen wieder zu finden hoffen können"62. IV Welche...
Seite 45 - Quin imo officiantur nobiles, si parentes eorum nobiles fuerint, non obstantibus aliquibus legibus, quibus cavetur quod naturales bastardi, spurii, manseres, nothi, incestuosi, copulative vel disiunctive vel alii quicunque ex illicito et damnato coitu procreati vel procreandi nee possint...
Seite 294 - Was eine medicinische Facultät in Flor bringen kan, bestehet vornehmlich in fünf Stücken: l . der anatomie, 2. der botanic, 3. der chymie, 4. der theoria medica, 5. der praxi. Wo nicht für alle diese Stücke eine solche Anstalt gemacht wird, die in die Augen fällt, so ist kein sonderlich ungemeiner Zufluß von studiosis medicinae zu hoffen.
Seite 26 - Alle inquisitiones, sie mögen eingerichtet werden wie sie wollen, ersticken die Kräfte ingeniorum und verderben die Aufnahme gelehrter Gesellschaften."17 Aber die Wirklichkeit war längst nicht soweit wie MÜNCHHAUSENS fast schon revolutionäre Worte.
Seite xxiv - Bemerkungen über Johann Jacob Mosers Rede, wie Universitäten, besonders in der juristischen Fakultät, in Aufnahme zu bringen ..." (um 1770), in: RÖSSLER, Die Gründung der Universität Göttingen (Anm.
Seite 387 - ... denominierte Haupt-Gesandte, Staats-Minister und GroßVoigt Freiherr von Münchhausen „saß in einer gar propren und vergüldeten Gutschen, welche mit sechs schwartzen Pferden bespannt, so rohte Bürsten trugen und deren Mähnen mit dergleichen Bande eingeflochten. Die Leit-Seile und Strenge waren von gleicher Couleur. Hinten auf der Gutschen des Herrn Gesandten stunden 4 Lacquaien, welche in roht gekleidet und die Knopflöcher ihrer Kleider mit ziemlich breiten Schnüren...

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