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[Epp. Joannis de Zredna b. Schwandtner II. 34-36, mit den Erläuterungen des Ivanich. Thuróczy p. IV. c. 45. Bonfin Dec. III. 1. VII.]

C. 24. H. 708-709; C. 83-84.

(1445) Kämpfe der Cillier unter Graf Ulrichs II. und Witowec's Führung gegen die Tallowec (die Cillier Chronik nimmt irriger Weise Matko noch am Leben an). -- Johann Tallowec bei der Eroberung von Pokercz (Pökröcz) erschossen. Agramer Bisthumshändel.

(Ivanich a. a. 0. Thuróczy p. IV. c. 34.]
C. 25. H. 709-710; C. 85-86.

1447 (1448.) P. Nicolaus V. Zweite Romfahrt i des Altgrafen Friedrich mit 100 Pferden. Türkenschlacht (am Amselfelde, v. b. Kossowo). Hunyady's Gefangenschaft. Murad's IV. Freundschaft für die Cillier Botschaft seines Sohnes an sie.

[Thuróczy p. IV. Bonfin Dec. III. I. VII.]
C. 26. H. 710—712; C. 87-88.

1450, 1451. Das Jahr des Jubiläums. Bernhard von Siena. Capistran. Ummauerung der Stadt Cilli. 2 Friedrichs III. Römerfahrt und Kaiserkrönung. Oesterreichischer Bund gegen den Kaiser.

[Aen. Sylv. hist. Frid. b. Kollar 186; hist. Bohem. cap. 60. Ebendorfer a. a. 0. 870; Ann. Mellic. Mon. Germ. XI. a. a. 0. Unrest's Oesterr. Chronik 543-544.

C. 27. H. 712-713; C. 89-93.

(1452.) Belagerung des Kaisers in W. Neustadt. Auslieferung Ladislaus P. in den Cillier. Einzug in Wien.

[Aen. Sylv. hist. Frid. b. Kollar 383. Anon. de novitatibus b. Palacky, Urkundens. im XX. Bde. der Fontes rer. a. II. Abth., S. 50-51, nr. 37. Ann. Mellic. a. a. 0. Ebendorfer 871. Lanckman y. Falkenstein b. Pez scrr. rer. a. II, 603 f.

1 Diese Romfahrt dürfte es also gewesen sein, welche Altgraf Friedrich II.

nach Aeneas Sylvius (Europa a, a. 0.) als nonagenarius unternahm. 2 1451, 11. April, Cilli. Graf Friedrich v. Cilli verleiht den Bürgern von

Cilli die Rechte anderer Städte der Steiermark. Copie im Grazer Landesarchiv nr. 6288.)

Unrest's Oest. Chr. 542. Čech. Annalen im III. Bde. der scrr. rer. boh. a. a. 1452.]

Graf Friedrich zerstört die Schlösser Rabensberg und Lemberg.

C. 28. H. 713-715; C. 93--97.

(1453.) Verschwörung der Oesterreicher gegen Grafen Ulrich als Regenten. -- Die Wiener Katastrophe. — Gefahr des Grafen. Aufenthalt in der Nähe Wiens. - Heimkehr.

(Aen. Sylv. hist. Frid. Kollar 450 f. hist. Boh. Cap. 61. Kl. österr. Chronik S. 367. Ebendorfer 873 --4.]

C. 29. II. 715--716 (fehlt in der Ildschr. v. 1542).
Eroberung von Constantinopel.
[Vgl. Unrest's Oest. Chr. 542/3.]
C. 30. H. 716—717; C. 97.

1454, 9. Juni, † Altgraf Friedrich II. v. Cilli. - Seine Fehde mit dem Grafen Thomas von Kharchau (Corbavia). Niederlage der Cillischen am Todestage des Altgrafen, in Abwesenheit Witowec'. Derselbe dann gegen den Grafen geschickt, erobert zwei Schlösser.

C. 31. H. 717-719 (fehlt in der Hdschr. von 1542).

1455 † P. Nicolaus V. - (1456.) Belagerung und Rettung Belgrads. Grosse Niederlage der Türken (auch der türkische Kaiser und 60.000 Türken fallen ?!) am Maria Magdalenatage (22. Juli) von 7/8 Uhr Morgens bis 12 Uhr Nachts. Capistrans Schreiben an den Papst.

Vgl. besonders die österr. Chronik eines Ungenannten bei Senkenberg: Selecta iuris et histor. . . . V. Bd., und in eig. Ausg. als hist. austr. h. v. Rauch, 5. cap., und Unrest S. 543–544.)

C. 32. H. 719–723; C. 102-112.

Reise des K. Ladislaus P. und des Grafen Ulrich von Cilli nach Ungarn. Futaker Tag, 7. Nov. - Ermordung des letzten Cilliers zu Belgrad im Schlosse, 1456, 9. Nov.

[Aen. Sylv. epp. (ed. Norimb. v. Koburger. 266). Kl. öst. Chronik a. a. 0., Ebendorfer 881. Oesterr. Chronik eines Ungenannten a. a. 0. 6. Cap. - Michel Beheim's kl. Ged., h. v. Karajan in den Quellen und Forschungen z. vaterl. Geschichte S. 57 -61. Bericht über die Vorfälle aus Belgrad; Hofmär

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aus Ungarn; kön. Rundschreiben v. 1457, ebda. S. 251-258. - K. Ladislaus Briefe: Kaprinay, Hung. dipl. temp. Math. Corv. I, 110- 112. Palacky's Urkundens. im XX. Bde. der Fontes rer. a., XX. 103-104; Holzler's Brief ebda. S. 104–105. Lapiz' Dkw. b. Cäsar Ann. Styr. III, 455. Unrest S. 545-546.

Čech. Ann. a. a. 0. Dlugoš XIII. Buch; Thuróczy p. IV, Cap. 58. Bonfin Dec. III, 1. VIII.)

C. 33. H. 725—726; C. 112-114.
Graf Ulrichs feierliche Bestattung zu Cilli.
C. 34. H. 726—728; C. 121–124.

Die cillische Erbschaftsfrage. Die Bewerber um die Erbschaft. Uebereinkunft der Witwe mit ihren Räthen. Witowec, oberster Hauptmann.

C. 35. H. 728-729; C. 124-125.

Eigennützige Uebereinkünfte des Witowec und der übrigen Räthe und Pfleger mit K. Friedrich, der sich grösstentheils der Erbschaft bemächtigt.

C. 36. H. 729-731; C. 115–118.
Ladislaus Hunyady's Enthauptung in Ofen.

(Die bekannten Quellen: Aen. Sylv., Thuróczy, Dlugoš, Bonfin.]

C. 37. H. 731–733; C. 126–129.

Angst des Witowec und der Räthe der Cillierin. Gesinnungsänderung. Abfall vom Kaiser. - Heimlicher Ueberfall des Kaisers, der gewarnt, nach Cilli in die Burg flüchtet.

Der Ueberfall fand am 29. April (1457) statt. Abzug des Witowec.

C. 38. H. 734—737; C. 129-133.

Kämpfe des Witowec mit den Kaiserlichen in Kärnthen und Krain.

C. 39. H. 737-738; C. 134-135.

K. Ladislaus Reise von Ofen nach Wien. Reise nach Prag.

Tod durch Vergiftung. (Vgl. insbesondere österr. Chr. e. Ungen. Cap. 12 und Unrest's öst. Chr. 549--551.]

C. 40. H. 738--739; C. 136-137.

Ausgleich des Kaisers mit der Witwe des letzten Cilliers. (1458 ...)

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Archiv. Bd. L. I. Hälfte.

C. 41. H. 743–745; C. 137- 142.

(1458.) Ausgleich des Joh. Witowec mit dem Kaiser. Görzer Fehde mit Friedrich III. Demüthigung des Grafen Ilanns von Görz. - Uebersiedlung der Witwe des letzten Cilliers nach Ragusa.

[Vgl. Unrest 547 - 548.]
C. 42. H. 739-742; C. 156-158.

Anfall des Landes Oesterreich an die Habsburger von der leopoldinischen Linie. – Podiebrad und Mathias Huuyady. – Wahl und Krönung des Corvinen. — Er ehelicht Podiebrad's Tochter. (1458 – 1462.)

(Vgl. Unrest 550, neben den bekannten Hauptquellen, wie Aen. Sylv. hist. boh., Thuróczy, Bonfin, Čech. Ann. etc.)

C. 43. H. 746; C. 142.
Von der Herrschaft Tschakathurn. - Personalien.
C. 44. H. 746---747; C. 142-143.
Von den Herrschaften und Schlössern der Cillier. 1
C. 45. H. 747; C. 144-145.

Die von dem Grafen Hermann II. den österreichischen Herzogen abgetretenen Schlösser.

C. 46. H. 747; C. 145.

Verzeichniss der Cillischen Schlösser, die sie selbst zerstörten.

1 Diese Herrschaften, Besitzungen u. s. w. gliederten sich nach den Ländern folgendermassen:

a) Steiermark: Cilli, Saaneck, Osterwitz, Heggenberg, Altenburg, Schönstein, Forchteneck, Lemberg, Montpreis, Hörburg, Königsberg, Tütfer, Sachsenfeld, Hoheneck, W.-Feistritz, U.-Drauburg, Seldenhofen, Liechtenstein, Kaisersberg, Wildon, Radkersburg, Stettenberg, Rabensburg, Lemberg, Thurm zu Weitenstein, an der Pack, Schallthal. Pöltschach.

b) Kärnthen: Ortenburg, Spital, Sternberg, Drauburg, Landskron.

c) Krain: Katzenstein, Ratschach, Gurkfeld, Graschen, Siebeneck, Metling, Mayhan, Seissenberg, Ortneck, Reifnitz, Pöllau, Laas, Pillichgräz, Radmannsdorf, Waldenberg, Weissenfels, Flednitz, Friedrichstein, Zobelsberg, Krupp, Kastel, Neuhaus, Libez, Osterberg, Adelsberg, Rudolfswerth, Landstrass, Weichselberg, Görtschach. Thurm ob Ratschach, bei Nenhaus, Erkenstein, Pellau, Thurm an der Kanker, bei Weichselberg.

dj Slavonien und Croatien: Samabor, Krapina, Drachenstein, Kamenic, St. Jörgen, Kopreiniz, Steinhaus, Warasdin, Türnlein, Tschakathurn, Nevdelie, Trigan, Agram, Medvec, Rakonic, Trautsch, Wistuc.

C. 47. H. 748; C. 146.
Die von den Cilliern sonst zerstörten Burgen.

Sodann der Anhang der vier Urkunden. H. 748 -- 758; C. 28–57.

uns

Schon diese dürre gedrängte Uebersicht vermag mit ihren Schlagworten den stofflichen Reichthum der Cillier Chronik anzudeuten. Für den Geschichtschreiber des Hauses der Cillier die Hauptquelle, in manchen Beziehungen die ausschliessliche Fundgrube historischen Stoffes, bewahrt sie auch eine eigenthümliche Wichtigkeit in jenen Fällen, wo andere zeitgenössische Berichte zur Verfügung stehen. Selbst ihre Schilderung nebenläufiger allgemeiner Zeitereignisse hat bei allen gelegentlichen Mängeln mindestens eine charakteristische Färbung nnd verräth das Miterlebte oder von zeitgenössischen Berichten Getragene. Man betrachte diesfalls nur Inhalt und Gepräge der Capitel 19 f., 27, 30, 33, 37, 39.

Die chronologischen Angaben sind meist richtig, und -- was die Hauptsache, die Daten für die Cillier Familiengeschichte --- betrifft, so bilden die Sterbedaten z. B. in ihrer vorwaltenden Richtigkeit einen erfreulichen Gegensatz zu den fast durchwegs irrigen Angaben des sogenannten Necrologium Cilleiense der Minoritenkirche in Cilli, das dem 17. Jahrhundert angehört.

Nach dem Abdrucke bei Hahn, dem die relativ schlechteste Handschrift der ersten Redaction unserer Quelle vorgelegen, mit seiner Unzahl von Textfehlern, falschen Daten und gelegentlichen Capitelverstümmlungen darf man die Cillier Chronik nicht beurtheilen. Der durch Handschriftenvergleichung hergestellte bessere Text verleiht ihr dann einen ungleich erhöhten Werth.

Bei aller Beschränktheit des chronistischen Gesichtskreises, bei allen Ungleichheiten und Unbeholfenheiten der Darstellung lässt sich im Ganzen eine gesunde Auffassung, und bei aller Vorliebe für das Geschlecht der Cillier, weder lügenhafter Sinn, noch Hang zur Uebertreibung entdecken. Ein naiv schlichter Ton durchweht das Ganze, und wenn man einzelne Capitel, z. B. über Veronikas tragische Geschichte, die Schilderung des Kampfes bei Samabor, Ulrichs II. Regentensturz, namentlich aber die Ermordung und Leichenfeier des letzten

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