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drufifdhe Kanal genannt). Diese fließt gegen Doeg. burg, wo sie sich mit der gelderischen oder alten

fel vereinigt.

Die Waal strömt gegen Westen, in einem breis ten Bette mit bedeutenden Krümmungen, so rubig fort, daß fid in demselben viele Sandbänke und mit Gebü: fden bewachsene Inseln gebildet haben. Sie läuft über Nimwegen und Thiel, umsonießt mit der Maas, vom Fort Sanct Andree an, die Insel Bommeler Waard, und vereinigt fich zwisden löwenstein und Gor: cum mit der Ma a s. Der Leck wird auch noch zuweilen, auf der Strecke bis unterhalb Maurick, mit dem Namen des Rhein & belegt. Er fließt dann, uns ter dem Namen leck, über Wyck, Vianen, Krimpen und Rotterdam dem Meere ju.

Der Landstrid zwischen der Ma a $ und Waal hat eine geringe Breite; denn die kürzeste Lis nie zwischen Grade und Nimwegen beträgt nur zwei Meilen. Das Land ist von dem Flusse Niers und vielen Kanalen, Graben und Dämmen durch donitten, - in dem östlichen Theile, gegen Geldern und Xanten, auch mit ausgedehnten Haiden, Morásten und Wäldern bes deckt. Die Insel Bommeler Waard war durch den Umstand, daß die Festungen Crevecoeur und Herzogen: busch bereits in die Hände der Franzosen gefallen, ihrer bedeutendesten Schugwebren beraubt. Dod befanden sich damals noch auf dem rechten Flügel die Festungen Heusden, Löwenstein, Gorcum und Worcum, - auf dem linken Flügel die Stadt Bommel und das Fort Sanct Andree im Beriß der Adiirten. Nachdem die Franzosen die Festung Nimwegen erobert, Grave ein. geschlossen hatten, kehrten sie mit ihrer Hauptmacht wieder gegen diese Insel zurück. Die in derselben wab: rend des Herbstes zur Besagung gelegene heitirde Bris gabe des Gen. Hannstein hatte in der legten Zeit tha. tig an der Befestigung des Forts Sanct Andree und der Stadt Bommel gearbeitet. Überall, wo es nöthig schien, waren Batterien erbaut und mit Geschüß besetzt, die Verbindungswege bergestellt, Magazine von Lebens: mitteln und Munizion angelegt worden. Da die Insel durch keine Brücke mit der jenseits der Waal siebenden alliirten Urmee verbunden war, so wurden, zur

Über: schiffung der Truppen im Falle eines Rückzuges, die ers forderlichen Fahrzeuge hinter Bommel zusammenges bradt. Gegen Ende Oktobers wurden die Heifen in der Insel durch die, aus Seeflandern gekommene, holländis søe Division des GL. Pringen von Heifen - Darmstadt abgelöst, und die Brigade Hannstein jog über die Waal, fur englischen Hauptmacht. — In den zwanzig Batterien von Well bis Roilum standen damals sechs undvierzig Geschüße vertbeilt. - Ein Angriff der Franzosen auf das Fort Sanct Andree war am 2. November gefbeitert.

Die Armeen bezogen in der ersten Hälfte Novem: bers Erholungsquartiere: die Hollander hinter den Merk- und Wasbyber-linien, dann in der Bommeler Waard, und am rechten Ufer der Waal von Hefa felt bis Gorcum; wo das Hauptquartier des Erbpringen von Oranien war. – Die Engländer, Hans noveraner und Herren standen zwischen der Waal und dem Leck ; die schwere Reiterei derselben rücks wärts, an beiden Ufern der Yifel. Das Hauptquartier des Herzogs von York blieb in 2r 11 beim. - Von hier aus wurde die Verbindung mit dem redten Flügel der am Niederrhein stehenden k. k. Östr eichischen armee des FZM. Graf Clerfayt unterhalten. Dies ser rechte Flügel wurde von dem 3M. Baron Alpiny befehligt, und die äußerste rechte Division, unter dem FML. Baron Bernek, hielt Wesel, Rees und Emmerich am Rheine besebt.

Für den Fall, daß die alliirte Armee genöthigt würde, die Stellungen in der Bommeler Waard und am recten Ufer der Waal zu verlassen, bot ibr der Leck eine neue Aufstellungslinie. Dieser Hauptarm des Rheins bat eine bedeutende Wassermenge, und sein Lauf ist äußerst reißend. Er verträgt keine stehenden Brü: cken; weil er beim Thauwetter furchtbar answilt, seine ufer übersteigt, die Dämme oft zerreißt, und dann auch die Brücken bäufig zerstören würde. Im pátberbst 1794 war daher auf diesem Fluffe nur eine einzige Sdiffbrücke, bei Arnheim, vorhanden. Auf allen übrigen Punkten wurde die Verbindung durch Fábren uns terhalten.

Das Land zwischen der Waal und dem Leck ist ebenfalls mit vielen Kanälen und Dämmen durchschnitten. Das Flübchen linge läuft mitten durch dasselbe, don Osten gegen Westen, zwischen beiden Flür: sen fort, und stürzt fie bei Gorcum in die Maas. Der ganze Landstrich ist gut angebauet, und mit He: cken, Graben, Baumgruppen, und zahlreichen Dörs fern bedeckt. Die Gegend bietet die Mittel, eine Armee geraume Zeit zu ernähren; da sie an Getreide fruchts bar ist, viele trefflice Wiesen besikt, und die Viebzucht dort febr eifrig betrieben wird. Die Fronte der Stels lung an der Waal, von Panderen bis Hefa selt, gegenüber von Sanct Andree, war damals, weil Nimwegen bereits in des Feindes Handen war, auf dem linken Flügel an keinen festen Punkt gestügt. Der rechte Flügel wurde zwar durch die Bommeler Waard gedeckt. Sobald jedoch diese Insel verloren ging, war auch dieser Flügel obne Stüzpunkt; weil Gor: cum zu weit von Heifelt, dem äußersten Ende deifelben, entfernt ist. Diese Linie hatten die Engländer mit vielen Batterien besett; die in eistens in den Damm des rechten Ufers eingeschnitten, und mit Geschüß reich lid verseben waren. Die Hollander batten die Befestis gung des Ufers von Heifelt, hinter der Bommeler Waard, bis Gorcum , - und eben so die Kaiserlichen auf dem linken Flügel, von Panderen, längs dem Rheine hinauf, bis Wesel, fortgesegt. Alle diese Bats terien waren jedoch im Rücken offen, und mußten da: ber, wenn der Feind auf irgend einem Punkte die Linie mit Macht durchbrad, verlassen werden.

Rückwärts der Bommeler Waard war, in dem äußerst durchschnittenen Terrän hinter der unteren lins ge, eine Stellung vorbereitet worden, die sich rechts bei Gorcum an die Waal lebte, und, mit der Fronte gegen Osten gewendet, über Heukel um und Beer: da m bis an den Leut sich ausdehnte. Schanzen und Batterien sperrten hier alle Wege und Dämme, und vor diesen Werken breiteten fide künstliche Überschwemmun: gen über große Strecken aus. Die Bestimmung dies ser Stellung war, die Provinz Holland zu decken.

Hier ist noch ein, für die damaligen Umstände, und besonders für die Jahreszeit, sehr bedeutendes Verbältniß der beiden Flüsse, welche diese Landschaft um: Aließen, zu bemerken. Wenn der eingetretene Frost be: reits stark genug ist, um die trage Wa al mit einer

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festen Eisdecke zu belegen, so bleibt immer der reißende Peck nod mehrere Sage offen, und wälzt bäufiges Sreibeis mit seinen Fluthen fort. Es kann alsdann der Fall eintreten, daß der Frost zu der nämlichen Zeit dem Feinde eine unbeschränkte Bahn auf der ganzen Waal öffnet; indeß er den Vertheidigern der Landschaft den Rückzug über den Leck beinahe unmöglich macht.

Nachdem der Rückzug binter den leck wire: lich ausgeführt worden wäre, konnte das alliirte Heer die treffliche Stellung beziehen, welche links von der neuen Visel, bei Arnbeim und Doesburg, beginnt, und sich rechts auf das sehr durchschnittene Terrän stüßt, das am Leck, Vianen gegenüber, beginnt und sich bis nach Utrecht und an die Südersee hinzieht. Auch ist der redyte Flügel noch durch die vorliegende Festung Gor: cum gedeckt. Der reißende Strom bat wenig Ins feln, wenig Krümmungen, die einen feindliden übers gang begünstigen könnten. Die Solagung von Schiffbrücken ist sowierig. - Die Gegend hinter dem Fluife bietet der denselben vertheidigenden Armee, bei der ges ringen Zahl von Ortschaften, keine hinreichende Unters kunft. Bei ihrer Unfruchtbarkeit, vermag sie nur wes nige Nahrungsmittel für Mensden und Pferde zu lies fern. Weiter rückwärts hinter dem rechten Flügel, in der Provinz Utrecht, ist der Boden fruchtbar, doch biec und da mit Haiden, Moor- und Dorf - Gegenden aba wechselnd. Hinter der Mitte sind rolde öde Strecken noch viel häufiger, und der Boden ist durch das Dorfgraben febr durdodhnitten. Das Land hinter dem linken Flügel, an der Yifel hinab bis Kampen, ist sehr uns fruchtbar, und erscheint fier und da als eine völlige Wildniß. Aus dem mittleren, etwas höheren Theile,

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