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mir geleisteten Dienste mir nicht versagen können, ihm bey Gelegenheit seiner jetzigen in eignen Angelegenheiten nach Wien machenden Reise, des Herrn Hoff- und Staats Kantzlers Excellenz in einem besondren Schreiben zu höchsten Gnaden anzuempfehlen, damit er in eine oder andre Civil Bedienung,

er dem Staat nützliche Dienste wird leisten können, versetzt werden möchte, So wie ich nun überzeugt bin dass Sie Werthster Freund hinreichendes Vermögen besitzen, besagten Oberstwachtmeister in seinem Ansuchen zu unterstützen, so habe auch um so weniger unterlassen können, für denselben bey Ihnen eine ergebenste Fürbitte einzulegen, als er die Ehre hat, so wie seine Fähigkeiten denenselben bereits bekannt

zu seyn.

Sie sind Werthster Freund von meiner wahren Ergebenheit schon volkommen überzeugt, und wissen dass es mir zum innigsten Vergnügen gereicht, wenn ich Ihnen bei allen Gelegenheiten die ungefärbte Hochachtung u. Freundschaft bestättigen kann, mit welcher lebenslang verharre. Meines Werthsten Freundes

treu gehorsamster Freund und Diener Braunau d. 27. Xbr. 1762.

Loudon m. p. An d. Herrn Hoffrath v. Hochstetter.

Nr. 21.

Werthster Freund!

Da ich Dero schätzbahres vom 29t. verflossenen Monats rechtens zu behändigen das Vergnügen gehabt, so habe nach der mir darinnen gütigst gemachten Eröfnung auch sofort dem Herrn Obersten Bar. v. Creutz von seiner Befreyung mit dem Bedeuten Nachricht gegeben, dass er sich nunmehr nach Wien verfügen könne, indessen aber sowohl seinen zurückgenommenen Original Revers, als den Original Erlassungs Schein des Herrn v. Pawlowsky noch in meinen Händen behalten.

Für die Anzeige, die Sie Werthster Freund mir ansonst wegen der bestellten silbernen Tafel Besteke zu machen belieben, bin ich Ihnen gantz besonders verbunden, und da ich auch bereits mein altes Silber zusammen genommen, so werde selbiges demnechstens mit der Specification was es wieget, ver

es

mittelst der Diligence an Dieselben zu übermachen mir die Freyheit nehmen. Es ist nach dem hiesigen Gewicht nur abgewogen, auch von verschiedenen Proben, und muss folglich erst in das Wiener Gewicht u. Probe reducirt werden, um dem Silber Arbeiter statt baarem Gelde noch drauf geben zu können, welche Besorgung über sich zu nehmen Sie ergebenst ersuche. Ich verursache Ihnen dadurch zwar viel Mühe, und muss Sie Werthster Freund des wegen auch recht sehr um Vergebung bitten, nachdem ich aber von Dero Güte u. Freundschaft vollkommen überzeugt bin, so lebe auch der gesicherten Hoffnung dass Sie es mir nicht übel nehmen werden; wie ich denn übrigens mit wahrer Ergebenheit und in vollkommenster Hochachtung unabänderlich verharre

Meines Werthsten Freundes

treu gehorsamer Freund und Diener Betschwarek d. gt. May 1763.

Loudon.

Nr. 22.

Werthster Freund!

Nachdem ich nunmehro mit dem alten Herrn v. Prandau wegen des Guts Gross Betschwar einig geworden bin, und solches, wie wohl um einen hohen Preiss, und mit einer darauf noch haften bleibenden ziemlichen Schuld, käuflich an mich gebracht habe, so Kann ich unmöglich ermangeln Ihnen, Werthster Freund, solches hiemit ergebenst zu eröfnen, indem ich weiss, was für einen Theil Sie an allen meinen Angelegenheiten zu nehmen belieben. Ich war damals gleich, als ich von Wien hier anlangte, gesinnt, gedachtes Gut an mich zu bringen, allein ich konnte mit dem Eigenthümer gar nicht überein kommen, so dass ich dahero auch den Entschluss fasste mein Gut Klein Betschwar an des Herrn Oberst Burg Grafen Grafen v. Kollowrath Excell, der es viel leicht auf Befehl des Hoffes mir ablösen wollte, zu verkaufen, indem es allein mir gar wenig genützet haben würde. Wie aber nach Verabredung dieses Verkaufs der Herr v. Prandau sich mehr bequemte und mir durch einen Bevollmächtigten Gross Betschwar selbst antragen liesse, so sind wir endlich auch mit einander

über den Kaufschilling einig geworden, welcher 67000 fl. erträgt, so ich aber die von ihm darauf ganz neu gestifftete Pfarre dazuschlage, welches onus ich ebenfalls mit übernommen; so kam ich immer 73000 rechnen, was es mir kostet. Weil indessen die Güter Gross und Klein Betschwar vermöge ihrer natürlichen Lage nicht wohl vertrennt seyn können, als habe ich mich auch gemüssiget gesehen, da ich mit Gross Betschwar richtig geworden, des Herrn Oberstburg - Grafen Excell. anzugehen, von dem Erkauf des Guts Klein Betschwar abzustehen, welcher denn auch solches zu bewilligen, geruhet hat, dass ich nunmehro beyde Güter zusammen, aber wie schon bemerkt, nicht ohne eine Ziemliche Schuldlast besitze, und nur trachten muss, wie ich mich durch eine gute Wirthschaft da- • von bald befreyen möge.

Ich habe Ihnen ansonsten Wertlister Freund in meiner letzteren zu bemerken, mir die Freyheit genommen, dass ich vermittelst der Diligence einiges altes Silber an Dieselben nach Wien übermachen würde. Nachdem nun solches auch bereits vor einiger Zeit würklich von hier abgegangen ist, als erbitte mir von denenselben eine Kleine gütige Nachricht ob es zu Dero Handen gestellet ist, widrigenfalss es sich ansonsten nur noch auf der Maut befinden müste, und in welchen Fall dieselben hierum da nachfragen zu lassen, mir die Freundschafft erweisen wollen.

Ich wünsche und hoffe übrigens dass Sie Sich Werthster Freund samt allen Dero angehörigen bei vollkommenen Wohlseyn befinden, wovon die Nachricht zu vernehmen mir ungemein erfreulich fallen soll; und wenn ich an Dero gantzes hauss sowie an den Herrn Staats Rath Bron v. Binder meine gantz ergebenste Empfehlung ablege, so verharre zugleich in unwandelbahrer Hochachtung u. Ergebenheit Meines Werthsten Freundes

gantz ergebenster und aufrichtiger Betschwarek

Freund u. Diener d. 13. Juny 763.

Laudon m. p. An den H. Hoffrath v. Hochstetter Hochwolgb.

Archiv. Bd. XLVIII. II, Halfte,

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Nr. 23.

Werthster Freund! Ich bin der festen Zuversicht dass Ihnen seither mein voriges samt dem angeschlossenen Recepisse bereits richtig eingegangen seyn wird. Da ich aber heute mehrmahlen die Ehre habe Dero Schätzbahres vom 24. dieses zu behändigen, so versäume auch nicht Ihnen Werthster Freund für die mir hierinnen ertheilte Neuigkeit, noch mehr aber für die zu gleicher Zeit für mich hegende Güte und Sorgfalt meinen lebhaftesten Dank zu bezeigen. Ich entstehe nicht mich hierüber gegen Sie gantz aufrichtig zu erklären, denn nachdem der Herr General der Cavallerie Gr. v. Hadick bereits zu dem erledigten Gouvernement von Siebenbürgen die gröste Hoffnung hat, und solches ausser allen Zweiffel auch wohl erhalten wird, wie Sie es Werthster Freund selbst mir zu bemerken belieben, so weiss ich in Absicht des hiebey ledig werdenden Gouvernements von Ofen nichts anders anzuführen, als dass ich solches für mich nicht zuträglich zu seyn, glaube, indem es grösten Theils Cavallerie Regimenter unter sich hat.

Sie können inzwischen Werthster Freund volkommen überzeugt seyn, dass ich von Ihrer besondern Güte gerührt bin. Ich empfehle mich solcher ferner wie alle Zeit und verharre nach Abstattung meiner vollkommensten Ergebenheit an den Herrn Staats Rath Bar, v. Binder und Dero Frau Gemahlin Gnaden mit vorzüglichster Hochachtung gantz ungeändert Meines Werthsten Freundes

gehorsamster Treuer Freund u. Diener Betschwar d. 27. May 1764.

Laudon m. p.

Nr. 24.

Werthster Freund! Bey Behändigung Dero Geehrtesten Zuschrifft vom 1t. dieses statte Ihnen Werthster Freund für die fernere gütige Mittheilung der des Herrn Hoff u. Staats Cantzlers Excell. von dem Herrn General Bar. v. Ried wegen des bekannten Weiss gewordenen Antwort den verbindlichsten Dank um so mehr ab, als mir mittelst solcher hievon die erste Nachricht zukommt,

und ich bin Dero Güte volkommen überzeugt, dass Sie mir auch den weitern Verfolg davon ohnschwer zukommen zu lassen, belieben werden. Ich erkenne ansonst die Gnade, die Sie Werthster Freund auf meine Fürbitte, bissher dem armen Major v. Fischer haben wiederfahren lassen, und die er mir selbst nicht genugsam anrühmen kan, mit der lebhafftesten Danknehmung, Dero Freundschafftliche und Menschenliebende Gesinnungen sind mir volkommen bekannt, und ich beruhige mich dahero auch völlig dass Sie diesem würklich bedauernswürdigen Mann noch ferner Dero Gnade nach Möglichkeit zuzuwenden die Güte haben werden. Ich erlasse ihn zu solcher, so wie zu des Herrn Staats Raths Bar. v. Binder Gnade nochmahlen und empfehle mich selbst in Dero alte Freundschafft u. Güte mit ungeänderter Ergebenheit und wahrer Hochachtung verharrend

Meines Werthsten Freundes

gehorsamer Treuer Freund u. Diener Betschwar d. 6. Febr. 1764. Laudon m. p. F. Z. le Conseiller aulique d'Hochstetter.

Nr. 25.

P. S. Eben nach Schliessung dieses habe ich noch das Vergnügen Dero schätzbahrstes vom 22t. dieses zu behändigen, welches den mit gegenwärtiger Gelegenheit zugleich zu beantworten nicht ermangeln kan, und statte ich Ihnen Werthster Freund für die mir darinnen gütigst bemerkte Nachrichten den gantz ergebensten Dank ab. Ich werde solche auch gewiss nicht missbrauchen, dass können Sie volkommen versichert seyn. Meine Gesundheit ist ansonsten dermalen wieder in soweit völlig hergestellet worden, dass ich nur noch einige Praeservativ Mittel brauche, und mich recht radical curiren will, indessen bin Ihnen für den besonders gütigen Antheil den Sie an solcher zu nehmen belieben, von Grund des Hertzens verpflichtet, und bitte übrigens nur noch bei dem Herrn Staats Rath Bar. v. Binder sowohl, als dero Frau Gemahlin und Fräulein Schwägerin Gnaden, meine volkommenste Ergebenheit zu erneuren.

Laudon m. p.

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