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Die Sicherheit der Operationen erfordert, dass die Armee sich nicht sofort von allen Loual-Ressourcen cutblösse, sondern ihre Subsistenzsicherheit darauf gründe, dass sie die nach den äussersten Kräften der vorliegenden Länder berechneten Beiträge in 10 gleiche Raten, auf die ersten 10 Monate des Militärjahres eingetheilt, in den rückwärtigen Ländern aber, von woher der Nachschub längere Zeit erfordert, in 8 gleiche Raten, und in die ersten 8 Monate des Militärjahres eingetheilt, einbringe.

Nur eine solche ratenmässige Abfuhrs-Eintheilung versichert den doppelten Zweck, nämlich erstens: die Vermeidung der Vorraths-Anhäufung in den Magazinen mit all' den verbundenen Nachtheilen und Gefahren; zweitens: eine dem Lande erleichterte Zufuhr in den Bedürfnissen der Armee, welche in Kriegszeiten oft unerschwinglich wird, wenn man der Zeit vorgreift und, bei den fast täglichen Änderungen in der Armeeaufstellung oder Bedarfs-Gegend, Vorräthe für längere Zeit in Gegenden anhäuft, aus welchen selbe wieder oft die nämliche Route zurückgeführt werden müssen, auf welcher selbe vorgezogen wurden.

Sollten aber besondere Umstände unausweichlich machen, manchmal eine Abfuhrs-Rate in den vorwärtigen Gegenden anticipiren zu müssen, so muss die Zufuhr von rückwärts in den folgenden Monaten ausgiebiger geschehen, um so wieder das Geleis der ratenmässigen Ablieferung zu erreichen, und den Rückhalt der Local-Hilfen für künftige gähe Bedarfsfälle muss man immer zu conserviren trachten.

2. Kann nach der fürgewählten Art der Vorraths-Versicherung und nach den jetzt schon sehr hochstehenden — bei solch' enormen Bedürfnissen aber noch höher steigenden Preisen eine Einleitung der Vorraths-Versicherung durch freien Einkauf mit Erfolg getroffen werden, besonders wenn man die hiezu nothwendigen grossen Vertragssummen und die Folgen des gähen Ausflusses so vieler Millionen von Creditpapieren in Erwägung zieht? oder muss die Austheilung auf die Länder geschehen?

Eine nach Punkt 1 organisirte Versicherung der Armee-Subsistenz, die in der Mitwirkung von hunderttausend Haushaltungen oder Landwirthen ihre Möglichkeit und Verlässlichkeit gründet, lässt sich von Contrahenten weder mit Millionen von Geldaufwand erzwingen, noch, ohne sich plötzlich getäuscht zu sehen, erwarten.

In den vorwärts der Armee gelegenen Ländern, in welchen Bedarfs- und Abfuhrs-Gegenden so sehr wechseln, ist eine Versicherung der Armee durch Entreprisen ganz unzuverlässig.

Jeder Contrahent bedingt seine Abfuhrs-Stationen aus, und will man die Abfuhrs-Stationen oder Quantitäten nach dem Wechsel der Armee-Stellungen abändern, so entstehen für den Contrahenten eben so viele Anlässe zur Contracts-Aufkündung und zu Entschädigungs-Porderungen in dem Augenblicke des dringendsten Bedarfs.

So wurde das Medicamenten-Lieferungsgeschäft für die Armee 3chon 1794 in die ärarische Verwaltung übernommen, und zwar aus folgenden wichtigen Gründen:

1. Weil eine solche Anstalt, die so wesentlich auf Leben, Gesundheit und Erhaltung so vieler tausend im Kriege schwer zu ersetzender, daher doppelt schätzbarer Menschen wirkt, weder auf die Existenz eines einzigen, so vielen Zufälligkeiten unterworfenen Mannes sich gründen, noch der Habsucht mehrerer in Gesellschaften vereinigter Theilnehmer Preis gegeben werden darf, welches die aus den abgewichenen Jahren gemachten Erfahrungen der den bürgerliehen Apothekern überlassenen Entreprise widerrathen.

2, Weil die Heilung und Erhaltung des kranken oder blessirten Soldaten,

besonders im Felde immer als die Hauptsache — die Wirthschaft pro aerario aber als eine Nebensache angesehen werden muss. Es ist Pflicht diese mit jener zu verbinden, nicht aber jene dieser unterzuordnen.

3. Weil die Heilungs-Anstalten für die Armee ein sehr wesentlicher Theil des Mobilmachungssystems sind; es wäre daher ein Widerspruch in den Rüstungsund Bereithaltungs - Grundsätzen, wenn bei dem Umstände, dass Alles, was zur Beweglichkeit der Truppen gehört, ärarisch ist, gerade dasjenige Geschäft, welches am schnellsten und unmittelbarsten auf den Verlust des Soldaten wirkt, der Gefahr ausgesetzt bliebe, beim Ausbruch oder mitten im Laufe des Krieges auf die Art -zerrüttet zu werden, wie es dermalen durch die Contracts-Aufkündigung des Entrepreneurs geschehen ist.

Diese Art der Subsistenz - Versicherung hat weiters den üblen, schon oft bewiesenen Erfolg, dass Passungs-Quittungen und Abfuhrs-Recepisse durch Geldablösungen erschlichen, das Land von den einquartirten Truppen um die Bedürfnisse —• ohne Quittung und Zahlung zu geben — geplagt, die vorwärtigen Gegenden, so lange noch mit Vortheil des Contrahenten etwas aufgebracht werden kann, zur Ersparung der kostspieligeren Beifuhr, ausgekauft und vom Vorrath entblösst werden; und dann, wenn alle Polgen solcher nicht mit den Kräften des eigenen Landes, sondern nur von den Contrahenten mit ihrem bessern Gewinn combinirten Lieferungen auf einmal ausbrechen, sieht sich die Armee doch gar bald zu Nothhilfen gezwungen, die dann das Land, welches theils unvorbereitet, theils durch erwähnte Excesse ausgesogen ist, weit schwerer und zu einer Zeit treffen, wo die Einwohner theils durch Verkauf, theils durch Selbsthilfe der Truppen schon bis auf ihren kläglichen Hausbedarf entblösst sind.

In den rückwärtigen Ländern sind solche Contractshilfen zwar mit minderer, doch noch immer mit der Gefahr verbunden, dass — wenn die grossen, jedes einzelne Land treffenden Beitrags-Summen nicht durch eine allgemeine Mitwirkung aller Producenten, die dem Einzelnen unfühlbar ist, geschieht — durch Auskauf der Gegenden zunächst der Magazinsorte eine sich schnell verbreitende unabsehbare Theuerung, und aus dieser die schon in alten Zeiten immer als Geburt des Krieges angesehene Hungersnoth entstehen müsse.

Den Bedarf einer Armee von einigen hunderttausend Mann können Millionen Haushaltungen, darunter selbst die, welche nichts Überflüssiges bauen, durch Wirthschaft in ihrer Haushaltung — leicht ersparen, wenn sie hiefür vorbereitet sind.

Beim freien Verkauf verfüttert der mehrere Meilen vom Magazin entfernte, auf den Geld - Erlös nicht sehr anstehende Landmann. seine entbehrlichen einzelnen Metzen oder Centner lieber an sein Vieh, als dass er sich mit der Ablieferung und Zufuhr freiwillig plagt.

Wenn man aber den im Eingang angeführten Bedarf von Früchten und Putter mit der Rücksicht,- dass die Contrahenten bei so grossen Summen auch grosse Risico-Provisionen antragen müssen, — so dass der Metzen Korn auf 10 fl., Hafer auf 6 fl. und der Centner Heu auf 6 fl. zu stehen kömmt, — so zeigt sich, dass die Beköstigung für den Verpflegsvorrath 109 Millionen Gulden, und wenn man den Holz- und Strohbedarf, dann den Transport-Lohn sehr gering mit 23 Millionen zuschlägt, für die Verpflegung der Armee allein, wenn selbe durch den freien Einkauf aufgebracht werden sollte, 132 Millionen jährlich oder 11 Millionen monatlich nothwendig werden, ohne die Approvisionirung der Festungen, die Fleisch-Regie, Gagen-Löhnung etc. zu rechnen.

Dieser Geldausfluss, welcher monatlich 25—30 Millionen betragen würde, könnte keine anderen Folgen haben, als dass das Surrogat des Geldes von Tag zu Tag im Werth herabfallen, und so, man kann es gewiss annehmen, in einem halben Jahr schon durch diese grossen Ärarial-Zahlungen Banko-Zettel um 30—40 Procent gegen die Conventions-Münze und gegen den ausser Verhältniss steigenden Werth der Realitäten herabkommen müssen, wenn auch nicht widrige Kriegsereignisse diese Folge in kürzerer Zeit herbeiführen.

Tritt der letztere Fall ein, dann zerfällt von selbst jede Versicherung der Subsistenz durch Contracte, weil kein Particulier und keine noch so vermögliche Entreprise - Gesellschaft solchen Folgen vorzubeugen im Stande ist.

Die Armee-Verpflegung kann daher nur dann als Versichert angesehen werden, wenn durch Hinterlegung verhältnissmässig repartirter Vorräthe die Länder zum Beitrag dieser Bedürfnisse vorbereitet sind, und wenn das erste Bedürfniss der Armee, unabhängig vom Cours der Staats-Credit-Papiere und ausser dem die Operationen lähmenden Einfluss kaufmännischer oder gar wucherischer Speculation, in den eigenen Kräften der Länder gegründet und in rechter Zeit gesichert ist. •:.:J.

In vorausgegangenen Kriegsjahren, bei weit geringeren Bedürfnissen und bei einer damals der Armee zur Hilfe offen gewesenen, weit ausgebreiteten Concurrenz eigener und fremder Länder, hat es die Erfahrung bewiesen, dass, so lange und so oft die Sübsistenz-Sicherheit der Armee auf Contracte gegründet war, die Operationen immer gehemmt waren, und dass dieser Zwang der Subsistenz-Einleitung, nach kaufmännischen Wirkungen, dem Feind Überlegenheit gab.

Wenn nun die Verpflegssicherstellung durch Contracte mit solchen aus den Verhältnissen der Zeit entstehenden Gefahren verbunden ist, so ist die Aus^ theilung der Verpflegs-Bedürfnisse auf die Länder wohl das einzige Mittel,: uni die Armee in Thätigkeit, den Staat aber vom grösseren Credits-Verfall entfernt zu halten.

Diese Austheilung erfordert jedoch, dass den Ländern im Ganzen und den Concurrenten im Einzelnen, ihre Beitrags - Rate noch bei guter- Zeit und bald nach der Ernte bekannt gegeben werde, so lange- sie noch ihren ErnteErtrag zu ihrer Disposition beisammen haben. • -j, -'■-'-•

Wird die Austheilung im angehenden Frühjahr oder noch später bekannt gegeben, so würde sie von unverlässigem Erfolg sein.

Im Allgemeinen dürften bis zu einer näheren Berichtigung der Länderverhältnisse die im Jahre 1805 zwischen den Hofstellen concertirten Sätze zum Massstab anzunehmen sein, wornach das Früchten-Erforderniss, welches nur allein zur allgemeinen Vertheilung auf alle Länder geeignet ist und, wie erwähnt, im Ganzen 4,009.000 Metzen Korn und 8,458.000 Metzen Hafer beträgt, auf die einzelnen Kronländer auszutheilen wäre.

Es ist aber unverkennbar, dass dieses grosse Erforderniss nur dann aufzubringen sein werde, wenn jedem einzelnen Producenten seine Quote zeitlich nach der Ernte intimirt werden kann, damit selbe genau mit ihrem Futtervorrath wirthschaften und dadurch, dann durch Anwendung von Surrogaten, den Hafer für den Bedarf der Armee ersparen können. "<■

Es erübrigt aber auch beim Ausbruch eines Krieges unter den gegenwärtigen Grenz- und Handels-Verhältnissen keine andere Aussicht auf auswärtige Hilfen, als die blosse Hoffnung, bei Vorrückung unserer Truppen- in fremde Länder von diesen verhältnissmässige Beiträge zum Armee-Bedarfe zu erlangen.

Darauf kann und soll aber in voraus nicht gezählt werden, sondern weil die deutscherbländischen Provinzen ohnedies wenigstens Anfangs den Kriegsschauplatz bilden, und die Lieferungen derselben nach den im Punkt 1 aufgestellten Grundsätzen in 10 gleichen Monats-Katen bemessen sind, so würde erst nach einer wirklich erfolgten Vorrückung der Armee auf fremdes Gebiet dasjenige von Monat zu Monat von der Lieferungs-Schuldigkeit dieser deutschen Provinzen abgeschrieben werden dürfen, was nach einer Vorrückung an NaturalienBeitrag wirklich schon durch Einlieferung gewonnen worden ist.

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Die in fremden Ländern gewonnenen Hilfen dürften aber nur so lange den deutschen Provinzen durch Abschreibung von der repartirten Quote zu Gute gebracht werden, bis solche um ein Drittel der ihnen ausgetheilten Summe herabgesetzt, sohin auf einen ihren Kräften angemessenen Beitrag erleichtert sind.

Würde durch die Vorrückung der Armee eine noch ergiebigere Aushilfe als dieses Dritttheil gewonnen, dann müsste das Mehrere von der galizischen Lieferung abgeschlagen werden, um den beschwerlichen Nachschub zu erleichtern, welcher nicht nur sehr grosse Kosten, sondern auf allen im Nachschubstract gelegenen Ländern eine beschwerliche Transportirungslast (Vorspann-Leistungen) verursacht.

Die genaueste Beobachtung dieser Grundsätze in der Einbringung und in der Erleichterung der nach dem Verhältniss der Länder-Kräfte bemessenen Lieferung muss man um so mehr anrathen, als jede über zufällige Vorschläge von Unberufenen, vor dem Eintreffen eines Ersatzes aus fremden Ländern, ertheilt werdende Nachsicht von den übelsten Folgen sowohl für die Armee als den Staat im Ganzen werden kann.

Die Wichtigkeit dieses Einrathens soll durch eine beispielsweise Anwendung erklärt werden:

Es könnte sich z. B., wenn die Armee einmals in's fremde Gebiet gerückt ist," und durch die dort erreichten Hilfen dem Lande Österreich und Böhmen ein Drittel von der ersten Lieferungs-Repartition nachgesehen wird, gar bald ein Proponent finden, der dann die galizische Lieferungs-Schuldigkeit in Böhmen und Österreich zu erkaufen und mit einigen (auch richtig den Calcnl haltenden) Geld- und Vorspanns-Verminderungs-Vortheilen abzuliefern sich verbinden würde.

Wird diesem und ähnlichen Anträgen Gehör gegeben, so geschieht die Erschöpfung der Vorräthe des Landes, die man durch obige Nachsichten verhüten wollte, im Wege des freien Kaufes.

Muss nun die Armee sich gegen Ende desselben, oder auch im nächsten Jahre gegen die Grenzen oder gar nach Österreich und Böhmen wieder zurückziehen , und tritt während der Zeit eine ungünstigere Fechsung ein, dann entsteht Mangel, welchem weder aus den eigenen Kräften der vorliegenden Länder, noch durch einen angestrengteren vermehrten Nachschub aus der — die Transportirung der currenten Quote kaum erschwingenden Provinz Galizien abzuhelfen ist; und es wird wegen solcher precairen Hilfe die Noth der Armee und die Theuerung, wo nicht gar die Hungersnoth für die Einwohner der vorwärtigen, an der Armee gelegenen Länder unabhelfbar hervorgerufen.

Ebenso ist, wenn die Armee einmal in fremdes Gebiet rückt, ein Ersatz inländischer Lieferungen durch Contracte für den Einkauf in diesen fremden, von der Armee besetzten Ländern nie als Aushilfsmittel zu ergreifen, weil solche Aufkäufe da, wo die Armee das Requisitions-Recht gründen kann, nur die üble Folge haben, dass dasjenige, was die Länder auf die Ausschreibung oder gratis, oder gegen limitirte Preise liefern sollten, an die Contrahenten verkauft wird, und dann, wenn der Landmann Nichts mehr hat, die Unverhältnissmässigkeit der Ausschreibung und der Mangel an Vorrath zum Anlass genommen werden, um die Nachsichten bedeutender Theile des ausgeschriebenen Quantums zu erwirken. Die Folge von solchen vermeintlichen contractsmässigen Hilfen ist sodann am Ende nur das Übel, dass den Erbländern jenes Quantum in äusserst hohen Preisen zur Aushilfe zugewendet wird, welches im Wege der Requisition denselben ohnedies unentgeldlich oder um den dritten Theil der Beköstigung in der Zukunft zu statten gekommen wäre.

Der Hauptgrund, warum die erste aus fremden Ländern erreichbare Subsistenz-Hilfe gleich den vorliegenden deutschen Erbländern durch Nachsichten auf das denselben ausgetheilte Lieferungs-Quantum zur Erleichterung zugewendet werden soll, liegt darin, weil diese Länder, in welchen die Armee

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anfänglich aufgestellt wird, nicht nur für die Truppen das weisse Brod, das Kochmehl, dann die Gemüse (wenn auch gegen Bezahlung) doch immer von ihren Producten herbeischaffen; ausserdem aber auch für die Armee den Bedarf an Heu (2 Millionen Centner), Stroh (2 Millionen Bund), hartem Holz 250.000 Klafter) per Jahr, der sich aus rückwärtigen Ländern nicht nachführen lässt, decken und sich dadurch an Lebensmittel für Menschen und Vieh mehr als die rückwärtigen Länder entblössen müssen.

Es ist freilich nicht zu besorgen, dass Armeen von so grosser Zahl längere Zeit anhaltend in einem Lande und diesseit der Grenze stehen bleiben werden, allein da der Fall doch möglich ist, so kann solcher um so weniger ausser der Vorsorge bleiben, als selbst bei der Verweilung der Armeen durch ein halbes oder ein Viertel-Jahr in diesen Ländern, die Heu-, Stroh- und HolzBeiträge schon anstrengende Opfer erfordern.

IV. Welche Einleitungen sind für diese Natural-Bediirfnisse gleich jetzt

für alle Fälle provisorisch, und welche erst bei dem bestimmt eintretenden

Fall eines Krieges zu treffen?

Um die bereits angeführten Beiträge beim Ausbruch eines Krieges schnell erlangen zu können, ist es vor Allem nothwendig, jene Vorarbeiten bald bewirken zu lassen, welche die meiste Zeit erfordern. Diese sind:

a) Die Berichtigung der verhältnissmässigen Eintheilung dieser Lieferung, so weit die Bedürfniss-Artikel zu einer allgemeinen Concurrenz geeignet sind, im Einvernehmen mit den Hofstellen.

b) Ebenso ob für derlei Kriegslieferungen eine Zahlung, und nach welchen Sätzen die sonst in Kriegszeiten immer bestandene Limitirung der Preise geleistet werden soll.

c) Die Sub-Eepartition nach dem Verhältniss der wirklichen Production.

Diese muss nicht nur in den Kreisen, sondern auch in den einzelnen Dominien evident hergestellt werden. Am zweckmiissigsten wäre es, die Kriegsprästations-Bepartition nach geschlossenen Werbbezirken, wie es in Osterreich ob der Enns und in Inner-Österreich geschieht, auch in den übrigen Ländern einzurichten.

Ausweise über die vorgenommene Repartition sind sodann dem OberLandes-Commissär und dem Armee-General-Commando zu übergeben, damit der die Verpflegs-Direction besorgende Ober-Beamte bei jeder Bewegung der Armee seinen Plan entwerfen könne, wie viel er in der neu bezogen werdenden Gegend an ratenmässiger Hilfe des Landes erhalten könne, und wie viel derselbe demnach aus den rückwärtigen Nachschubs-Magazinen beziehen müsse.

d) Ausser dieser Süb-Kepartition oder Evidenz der Naturalien ist es auch nothwendig, "einen Massstab dafür zu haben, wie viel vom Lande anstatt des Korns an Brod augenblicklich, und ohne vorher die Dominien zu avisiren, beigestellt werden könne; hiefür liegt der Massstab in der Populations-Menge, nach welcher anzunehmen ist, dass für jeden Kopf der Bevölkerung Vi Pfund bei Städten, und l'/j Pfund auf dem Lande für die Armee, ohne Verlegenheit für die Einwohner abgefordert werden kann.

e) Eine gleiche Evidenz ist bezüglich des Zugviehes (Pferde und Hornvieh) nothwendig, um die Vorspanns-Leistungen darnach bemessen zu können. Man soll so viel als möglich nicht mehr als höchstens a/5 des ganzen Zugviehes für die Armee auf einmal verwenden.

f) Die Evidenz des Mastviehes, um den Folgen von Stockungen in der Beischaffung des Schlachtviehes aus den rückwärtigen Provinzen durch Nothhilfs-Dispositionen vorbeugen zu können.

Wo möglich muss man trachten, dass die Lieferungen aus jener Gegend,

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