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büuden bestehen, im ScMtzungswcrthe von fl. 1.614.072.800, wodurch obige Sararao sieh erhöht auf . fl. 12.819,536.245, d. i. 90277 Pct. hiezu die Wertho des Viehstandos mit . . 1.119,123.400 , 7-881 , die Wertho der landwirtschaftlichen Ge

riitho mit 261,627.489 „ 1-842 ,_

Z-.isanüneiT auf fl~ 14.200,287.1347~d-L 10Ö~Pct wio ans dem Tabl. 33 zu ersehen ist.

In diesem Tableau sind die Realpercente von jedem Kronlanie zum Gesammtstaat. Rub. 12 angegeben, woraus man die Gegenstellung der Kronländer in Bezug ihrer Realwerthe aus der landwirthschaftlichen Gruppe entnehmen kann.

Diese Ermittlungsmethode der Realwerthe nach Cultnren scheint ans, was die Form und Darstellung betrifft, der einzig praktische Weg für die Auflösung der Frage >u sein, da sie namentlich durch die Realpercente eine nähere Vcrgleichung der Kronländer rücksichtlich ihrer WerthrepriUentanten möglich macht

Diese Relationen haben ferner dem Verfasser zu mehreren Vergleichungen. wie in Tabl. 34 und 35 ersichtlich wird. Anlass trieben; namentlich finden wir die landwirthschaftlichen Brutto-Ertriirnisse der Kronländer ini Vergleiche mit den Realwerthen derselben in mannigfakiger Weise aufklärend, di man damit eine eingehende Übersicht zwischen der Prodjktionsfähigkeit und den Re.ilwerthen der Kronläuder des öst^rrei-bischen Staues erlangt.

Die Realwerthe. auf den Grundbesitzer un 1 auf den Kopf der Bevölkerung reducirt. dann jene pr. Qr.adratmei!« sin 1 in so weit von Interesse, als man die genannten Einheiton von den verschie Vn-n KmnlUnlern nebeneinander gestellt kennen lernt, so z. B. betrseen die ceiaehren Reüwerthe pr. Quadratmeile TabL 33. Rub. 2P

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beziffern, so wie man ferner daraus noch entnehmen kann, wie viel von diesen gedachten Kealwerthen auf den Grundbesitzer entfällt.

Diese Vergleichungen der statistischen Einheiten bieten eine schärfere Einsicht, ohne einen Widerspruch zu enthalten, und sind, trotz des Umstandes, dass sie aus verschiedenen Beobachtungsjahren herstammen, zur Vergleichung geeignet, weil sich innerhalb weniger Jahre die Realwerthe landwirtschaftlicher Liegenschaften wenig oder sehr unwesentlich verändern.

Am Schlüsse der landwirthschaftlichen Gruppe bemerkt der Verfasser, dass sich die volkswirtschaftlichen Schriften in der Regel dahin erklären, dass der landwirthschaftliche Ertrag eines gut gegliederten Staates der wichtigste und ergiebigste Zweig für die Entwicklung des materiellen Wohlstandes eines Landes ist, — vorausgesetzt, dass zugleich auch die anderen Zweige der socialen Thätigkeit, nämlich die Montan-Industrie, die Fabriks- und Gewerbe-Industrie, die Verkehrs- und Communications-Anstalten eine lebensfähige Entwicklung haben.

Die Erfahrung zeigt, dass in allen Staaten, wo in den gedachten Zweigen der Volkswirthschaft eine zusammenhängende, harmonische Thätigkeit bemerkbar ist, wie in England, Frankreich, Belgien und in Preussen, sicH der landwirthschaftliche Fortschritt deutlich wahrnehmen lässt, während in allen Ländern, wo die Völker während ihrer Entwicklungsperiode in ihren lebensfähigen Zweigen durch unrichtige Massnahmen gestört oder unterdrückt wurden, auch keine landwirthschaftliche Entwicklung erfolgte, vielmehr Stillstand und Rückgang wahrzunehmen ist.

Gelegentlich der Beurtheilung der anderen in diesem Werke behandelten Gruppen werden wir auf den oben ausgesprochenen Grundsatz, dass die Landwirtschaft ohne gleichzeitiger Entwicklung der Montan-Industrie, der Fabriksund Gewerbe-Industrie keine fortschreitende ist, nochmals zurückkommen.

Der Verfasser hat in umfangreichem Masse das Materiale der landwirthschaftlichen Gruppe in der vorliegenden vergleichenden Statistik zur wissenschaftlichen Behandlung gebracht, damit eine Fülle von interessanten Thatsachen, welche er aus den Zahlen abgeleitet hatte, aufgedeckt und zu positiven Vorschlägen benützt, wesshalb auch das vorliegende Werk bereits in vielen Kreisen Beachtung und Anerkennung gefunden hat.

Wien, Juni 1868.

Bemerkungen zu dem Aufsatze „Aphorismen über Feldausrüstung, Friedens- und Kriegsmärsche"').

Die in der „österreichischen militärischen Zeilschrift" (3. Band, 18^7) enthaltenen Aphorismen über Feldausrüstung, Friedens- und Kriegsmärsche geben bei dem vielen Richtigen und Guten, das sie bieten, doch Veranlassung zu weiteren Discussionen, zu denen die Wichtigkeit der behandelten Objecte ganz besonders auffordert. Durch Austausch der Ansichten und Meinungen, durch'Millheilung der gemachten Erfahrungen vermehrt sich der Stoff, aus dem das Richtigste dann leichter zu wählen ist.

Es mögen nachstehende Bemerkungen über die „Aphorismen" weitere Ansichtsäusserungen hervorrufen!

Ein Mittel, die Marschfähigkeit zu erhöhen, sind die Übungsmärsche. Diese dürfen aber nicht aus einem blossen Spazierenfähren der Mannschaft bestehen, wie es häufig geschieht, sondern müssen — stets den Zweck im Auge behaltend —: so ausgeführt werden, dass sie für den Mann wirkliche Übungen sind. Hierzu gehört vor Allem die Aufrechthaltung der Marschdisciplin, die sich besonders auf das Geschlossensein der Abtheilungen, das Verbleiben der Einzelnen auf ihren Plätzen und das Vermeiden jedes Austretens bezieht. Märsche, bei denen sich jeder Einzelne der Teten-Abtheilung den besten Weg aussuchen kann, bei denen nicht auf das Geschlossensein der Abtheilungen gehalten zu werden braucht und bei denen der Bequemlichkeit der Leute Manches nachgesehen wird — solche Märsche bedürfen keiner Übung, sie machen sich von selbst und finden oft genug bei Cantonnementswechsel, Dislocalionen etc. Anwendung.

Um die Märsche zweckentsprechend zu üben, halte man darauf, dass die Mannschaft ziemlich Arm an Arm marschirt und die Abstände der Sectionen und Züge — vom 1. bis zum 1. Gliede gerechnet — dieselben bleiben, die hinteren Glieder dagegen zum bequemen Gehen etwas grösseren Abstand vom ersten Gliede nehmen, so dass die Abstände der Sectionen etc. — vom hintersten Gliede der vorderen Section etc. bis zum ersten Gliede der folgenden gerechnet — nicht grösser sind als die Gliederabstände. Beim Halt müssen die ersten Glieder der Sectionen resp. Züge hallen, die übrigen Glieder aber aufschliessen.

Das Freilassen der Hälfte des Weges ist der Passage wegen durchaus nolhwendig und auf den meisten Strassen auch ausführbar; es empfiehlt sich

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hierbei, die Abtheilungen dicht am Rande der Strasse (auf der Windseite) marschiren und die Zugführer und Flügel-Unterofficiere auf die entgegengesetzten Flügel treten zu lassen; bei schmalen Wegen können die FlügelUnterofEciere in die Reihe der schliessenden treten.

Zur Erleichterung des Mannes gestatte man an heissen Tagen das Aufmachen der Kragen und der obersten WafTenrockknöpfe, das Abnehmen der Binde aber nur bei sehr grosser Hitze, dagegen nie, dass in Reih' und Glied die Gewehre unterm Arm getragen werden. Will man ausnahmsweise die Gewehre umgehangen tragen lassen, so befehle man dies, überlasse so etwas aber nie dem Willen des Einzelnen, wodurch sehr leicht eine Lockerung der Disciplin und Störung der Marschordnung hervorgerufen werden kann.

Es ist von grosser Wichtigkeit, dass weder zu rasch, noch zu langsam und dass gleichmässig marschirl wird. Das Tempo beurtheilt man am Richtigsten an der Queue; die Gleichmässigkeit erhält man am Leichtesten, wenn man einem alten Unteroflicier die Tete gibt.

Hat sich eine Colonne während des Marsches durch irgend welchen Umstand gelockert, so dürfen die richtigen Distanzen nicht durch Herantraben hergestellt werden, sondern die Colonne macht Halt und ordnet sich; ebenso ist es beim Passiren sehr schmaler Defileen (Bretter über Bäche) notwendig, dass die Tete, sobald sie das Defile im Rücken hat, hält und dadurch den übrigen Leuten das Herankommen erleichtert.

In dem Abschnitt über „Geschwindigkeit und Dauer des Marsches" sind Colonnentiefenmasse angeführt, doch ohne Angabe der Stärke der Truppentheile. Gewöhnlich rechnet man bei Sections-Colonnen auf Einen Schritt vier Mann: es würde also nach obigen Angaben das Bataillon (nicht neuen Bataillone — ein Druckfehler) zu 1200 Mann angenommen, oder weniger Leute auf Einen Schritt berechnet sein. •

In der preussischen Armee wird die Länge eines Bataillons auf Kriegsstärke, in Sectionen, ohne Fuhrwerk auf etwa 250 Schritt,

eines Bataillons mit Fuhrwerk auf 330—350 Schritt,

einer Infanterie-Brigade ä 6 Bat. auf 2320 Schritt,

einer Escadron zu Dreien auf 135 Schritt,

einer Cavallerie-Brigade zu 2 Regt, ä 4 Esc. auf 1530 Schritt,

einer Batterie ä 4 Geschütze mit Munitionswagen auf etwa 300 Schritt,

einer Division ä 2 Inf.-Brigaden, 1 Cav.-Brigade, einer Artillerie-Abtheilung, 1 Pionnier-Bat., mit den Trains auf 1 Meile,

eines Armeecorps ä 2 Inf.- und 1 Cav.-Division etc. auf beinahe 4 Meilen berechnet.

In Betreff der bei gewöhnlichen Märschen an einem Tage zurückzulegenden Meilenanzahl muss im Allgemeinen dem in demselben Abschnitt Gesagten beigestimmt werden, doch ist es wohl nicht nothwendig, bei längeren Märschen die Tagemärsche von 3 auf 2 Meilen zu vermindern, selbst nicht bei Märschen ganzer Divisionen.

Bei gutem Wege und nicht zu schlechtem Wetter kann 1 Meile in yt Stunden, 2 Meilen in 2%—3 Stunden, 3 Meilen in 4'/3—5 Stunden zurückgelegt werden; bei schlechtem Wetter wird für jede Meile l/t bis y2 Stunde mehr gerechnet werden müssen.

Eine gut einmarschirte Truppe bedarf lange nicht dieser Zeit und macht grössere Tagemärsche ohne Nachlheil für die Mannschaft. Einige Beispiele mögen diese Ansicht bestätigen.

Während der Besetzung der Grenze im Rosenberger und Creutzburger Kreise im Jahre 1864 gegen die polnische Insurrection legten die einzelnen Compagnien beim Cantonnementswechsel den 4 gute Meilen betragenden Weg von Creutzburg nach Bodzanowitz in 6'/» Stunden zurück. Es war dies im Winter, der Landweg entweder zur Zeit stark aulgeweicht oder sehr glatt oder holprig gefroren; die Mannschaft war feldmarschmässig bepackt und halte scharfe Munition bei sich; das Wetter war meist sehr windig, oder es regnete stark.

Zur selben Zeit machte eine Compagnie einen Übungsmarsch von Creutzburg nach Pitschen und zurück (41/, Meile) und brauchte dazu nur 6Vj Stunden; freilich war hier der Weg eine gute Chaussee, das Wetter still, aber nicht zu kalt; die Bepackung des Mannes dieselbe:

Zu einem andern Übungsmarsch von Creutzburg nach Constadt und zurück (3'/2 Meile) brauchte dieselbe Compagnie 5 Stunden.

Den 12. April desselben Jahres marschirte ein Bataillon (das FüsilierBnlaillon 2. % Inf.-Rgts. Nr. 23) im feldmarschmässigen Anzüge von Constadt bis Namslau und Umgegend — 3l/2 und 33/4 Meil. — in 41/, Stunden, den nächsten Tag ruhte es. marschirte am 14. April von Namslau bis Öls — 4 Meil.

— in 5 Stunden und den Tag darauf von Öls bis Breslau, ebenfalls 4 Meilen in 5 Stunden.

Im vergangenen Jahre hatte dasselbe Bataillon auf dem V/t Meilen von seinem Cantonnement entfernten Exercir-Platz im Regimentsverbande exercirt, kehrte um 1 Uhr in die Quartiere zurück, musste denselben Tag noch l1/, Meil. bis in das nächste Marschquartier marschiren, legte den nächsten Tag 3 Meil. in 4% Stunden, den folgenden Tag 2*/4 Meil. in 4 Stunden, und den Tag^ darauf den Weg von Schönhaide bei Reichenbach über die hohe Eule nach Wüste-Waltersdorf bei sehr grosser Hitze, Ende Mai

— 3s/4 Meil. — in 6 % Stunden zurück.

Einige Tage darauf marschirte es von Wüste-Giersdorf über Neurode, Wartha nach Patschkau und machte den ersten Tag 3 Meil. in 4% Stunden, den zweiten Tag 3'/4 Meil. in 5 Stunden und den dritten Tag 3a/4 Meil. in 61/, Stunden.

Ende Juni vorigen Jahres legte dasselbe Bataillon in 5 Tagen 22 Meil. zum Theil bei sehr grosser Hitze und in sehr gebirgigem Terrain (von Jauernik über Landeck, Habelschwerdt, Reinerz, Schlanei nach Chlistow) zurück und rückte den folgenden Tag in das Biwak bei Gradlitz in derselben Stärke ein, welche es in Jauernik gehabt.

Bei allen diesen Märschen wurde nach der ersten halben Stunde ein

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