Leben und Studien Friedr. Aug. Wolf's des Philologen, Band 1

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Seite 352 - ... Indessen hat er gewirkt, und diese Wirkung erleichtert die Nacharbeit. Nehmen Sie, damit es Ihnen an Reiz nicht fehle, mehrere Arbeiten auf einmal vor, und lassen Sie anfangen zu drucken, ehe Sie sich noch recht entschlossen haben. Die Welt und Nachwelt kann sich alsdann Glück wünschen, daß aus dem Unheil ein solches Wohl entstanden ist. Denn es hat mich doch mehr als einmal verdrossen, wenn so köstliche Worte an den Wänden des Hörsaals verhallten.
Seite 182 - Seite, sondern überhaupt zum größeren und edleren Menschen macht, wozu zugleich Stärke der intellektuellen, Güte der moralischen, und Reizbarkeit und Empfänglichkeit der ästhetischen Fähigkeiten gehört. Diese Ausbildung nimmt nach und nach mehr ab, und war in sehr hohem Grade unter den Griechen.
Seite 351 - Veränderung machen müßten; allein was hat sich nicht alles verändert, und glücklich der, der, indem die Welt sich umdreht, sich auch um seine Angel drehen kann. Neue Betrachtungen treten ein, wir leben unter neuen Bedingungen, und also ist es auch wohl natürlich, daß wir uns, wenigstens einigermaßen, neu bedingen lassen.
Seite 351 - Da Ihnen nun jetzt, mein Werthester, die eine « Art der Mittheilung, vielleicht nur auf kurze Zeit, versagt ist, warum wollen Sie nicht sogleich die andre ergreifen, zu der Sie ein eben so großes Talent und einen bcynah teichein Stoff haben.
Seite 351 - Reiz für Sie, und mit Recht. Denn bei der Gegenwirkung des Zuhörers gelangt man eher zu einer geistreichen Stimmung, als in der Gegenwart des geduldigen Papiers. Auch ist die beste Vorlesung oft ein glückliches Inpromptu, eben weil der Mund kühner ist als die Feder.
Seite 350 - Ach wie traurig sieht in Lettern, Schwarz auf weiss, das Lied mich an, Das aus deinem Mund vergottern, Das ein Herz zerreissen kann! " Emerson's orations are no less delightful and profitable reading than his essays, so long as they can be treated as his essays were intended to be treated when they came into print; that is, read deliberately, with...
Seite 280 - Genusses an derselben sich verbreitete, als die Persönlichkeit des Homer, die Einheit des Urhebers jener weltberühmten Gedichte, auf eine so kühne und tüchtige Weise bestritten wurde. Die gebildete Menschheit war im tiefsten aufgeregt, und wenn sie schon die Gründe des höchst bedeutenden Gegners nicht zu entkräften vermochte, so konnte sie doch den alten Sinn und Trieb, sich hier nur eine Quelle zu denken, woher so viel Köstliches entsprungen, nicht ganz bei sich auslöschen.
Seite 278 - Schon lange war ich geneigt mich in diesem Fache zu versuchen und immer schreckte mich der hohe Begriff von Einheit und Unteilbarkeit der Homerischen Schriften ab, nunmehr da Sie diese herrlichen Werke einer Familie zueignen, so ist die Kühnheit geringer sich in größere Gesellschaft zu wagen und den Weg zu verfolgen den uns Voß in seiner Luise so schön gezeigt hat.
Seite 41 - WOLF, ganz bedonnert, vor» dem berühmtesten Philologen selbst, — dessen Name in seiner Vaterstadt selten ohne Andacht und Händefalten ausgesprochen wurde , — die Philologie so gering geachtet zu. sehen, und wie dieser selbst einen dieser Studien so begierigen Jüngling davon könne zurückschrecken wollen, erwiederte : er, obgleich ohne Vermögen, sehe doch auf weiter nichts als auf die Annehmlichkeiten dieses Fachs , und dass es wol so viele Felder habe, wo sich noch Ruhm erndten lasse...
Seite 274 - Misskennen zweier gewöhnlicher Wörter in einem sichtbar unverdorbenen Texte zwei bis drei Stellen falsch erklärt wurden. Hiezu kommt: es ist ein anderes, eine Entscheidung geben zu gläubigem Auffassen; ein anderes, eine Entwickelung, die das Wahre finden, das Gefundene nicht wieder verlieren lässt. So etwas schienen mir Ihre Dubia zu verlangen. Bei dem allen glaube ich...

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