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Streffleur’s österreichischer militärischer Zeitschr

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(HEF - Einzige Anzeige. Gef. nicht zu übersehen.) Preis-Erhöhung und Schluss der ersten Subskription auf das mit durchgängiger An der Aussprache n. d. System der

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s wird die jetzige 1. Subskription zu 9 Sgr. pro Lfrg. unwiderruf Am l. Juli 187 schlossen. Für Subskribenten, welche nach dem 1. Juli 1871 : ten (2. Subskription), kostet die Lfrg. ausnahmlos 12 (statt 9) Sgr. Nach vollständigem Erweitere erhebliche Preis-Erhöhung.

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Nr. XVIII. Militärwissenschaft, mit Kriegsgeschichte, Hippol Globen, Karten und Atlanten.

Ausser diesen Fachkatalogen stehen die neuesten gemischten VerzNr. 205–20 gratis und franco zu Diensten.

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Eine Infanterie - Truppen • Division in der Bewegung.

(Vor-, Flanken- und Rückmarsch.)

Als Beispiel zu dem Aufsatze:

Über theoretische Arbeiten zur Übung der angewandten Taktik1).

(Mit 9 Oleaten auf swei Tafeln Nr. 8 und 9.)

Annahme:

Das Gros der einen Armee steht in und bei Wien, — das der feindlichen im Marchfelde.

Von der ersteren Armee ist die 7. Truppen-Division in Pressburg detachirt, mit dem Auftrage, den Feind von dort aus zu beunruhigen, aber vor anrückenden starken Colonnen die Stadt zu räumen, die Schiffbrücke zu zerstören und sich dann auf Fischamend zurückzuziehen.

Aus Komorn wird die 20. Truppen-Division zur Verstärkung der Armee nach Wien befohlen; —der Marsch dieser Division bildet den Gegenstand der Aufgabe.

Die Chaussee-Brücken sind in gutem Zustande, die Eisenbahnbrücken über die Raab, Rabnitz und Leitha aber in Folge kurz vorhergegangener Wechselfälle zerstört.

Nach dem vom Armee-Commando gekommenen Marschplane ist die

Division am

1. Juni nach Gönyö und Böny 3'/» Meilen

2- „ „ Raab 2«/. „

gerückt, von wo der Marsch wie folgt fortgesetzt werden soll:

3. Juni Leiden und Concurrenz 2 Meilen

4. „ Ungarisch-Altenburg 3 „

5. „ Zurndorf-Gattendorf 3Vg

6. „ Brück an der Leitha 25/„ „

7. „ Himberg .' 4% „

Die Oleate I stellt die Situation am Abend des 2. Maischtages dar.
Die Cavallerie ist zum grössten Theil um einen Marsch voraus, damit

sie sich leichter bewege und genügende Unterkünfte finde. Eine ViertelEscadron zieht durch die kleine Schutt, um alltällige Ereignisse in der dortigen Donaugegend in Erfahrung zu bringen.

') März-Heft 1871, Reite 277. — Derlei Aufgaben lausen sich, selbst bei panz gleichen Voraussetzungen, in sehr verschiedenen Weisen durchführen. Wir bitten daher ilen geneigten Leser, keine vorbestiinuite Lösungsart als Mass iiir die Kritik anzulegen.

Österr. roilitar. Zeitschrift. 1871. (S. BA.) 6

Indem man sich aber am 3. der Sphäre von Pressburg nähert, muss man schon mehr Vorsicht in der Gruppirung der Streitkräfte beobachten, diese auch aul einem kleineren Räume beisammenhalten, was nicht ausschliesst, dnss alle innerhalb dieses Raumes befindlichen Unterkünfte von den Truppen benützt werden.

Bisposition für den 3. Juni.
Morgen Früh tritt folgende Ordre de bataille in Wirksamkeit:

Vorhut:
Commandant: GM. A.
1. und 2. Huszaren-Escadron,
1. Jäger-R.ilaillon,

1. Inlanlerie-Regiment,
die 8plündige Batterie,
die Genie-Compagnie.

Der Vorhut ist eine Hilfsplatz-Abiheilung der Sanitäts-Anstalt beizugeben.

Brigade B.
3. Infanterie-Regiment, f

Divisions-Reserve1)
unter Führung des Obersten C. vom 2. Infanterie-Regiment:

2. Jäger-Bataillon,

2. Infanterie-Regiment,
4pfündige Fussbatterie I/x-
4pfündige „ 2/x-

3. und 4. Huszaren-Escadron sammt Regiments-Stab.

Marschordnung für den 3.*).

„Das Gros der Vorhut wird sich in Ungarisch-AItenburg etabliren s).u
„Cavallerie-Detachements sind bis Kittsee und Gattendorf vorzuschieben.

„zwischen Kittsee und Ungarisch-AItenburg ein fahrender Ordonnanz-Cours

.einzurichten."

') Ein Jäger-Bataillon wurde «ur Vorhut gegeben, weil der Divisionär selb« ■4 Bataillone stark machen, das 2. Infanterie-Regiment aber lieber ganz in die Reserve nehmen, als ein Bataillon davon abtrennen will.

*) Südlich der Chaussee Raab-Hochstrass, dann der Linie Leiden-MarienhofZanegg-Frauenkirchen, dehnen sich die Hansag-Siimpfe aus, welche nur mittels weniger Coinmunicationen passirt weiden können.

*) GM. A. schickt eine Escadron nach Kittsee, und nach dem Menage-Essen einen Zug nach Gattendorf. Eine halbe Escadron behält er in Altenburg. Der vierte Zug ist in der Schult etachiit. Der Commandant der Escadron, welche nach Kittsee marschirt, lässt in Ragendorf einen Verbindungsposten stehen.

„Das 1. Infanterie Regiment bricht um 6 Uhr von Abda auf. Die „8Pfünder-Batterie, eine Hilfsplalz- Abtheilung der Feldsanitäls-Anstalt, „dann die Genie-Compagnie und das 1. Jäger-Bataillon marschiren um 5 Uhr „Früh von Raab ab."

„Die weiteren Weisungen erhalten diese Truppen-Körper vom Herrn „GM. A."

Brigade B.

„Selbe beginnt um 6 Uhr über die Raab-Brücke zu debouchiren. Bei „Kaptolan major biegt ein Regiment auf die Eisenbahnlinie ab und setzt „den Marsch auf derselben fort."

„Der Brigade-Stab und das 3.' Regiment kommen nach Leiden, das „4. nach Leiden-Szt. Miklos."

Divisions-Reserve.

„Das 2. Inlanterie-Regiment bricht um 7 Uhr vonSzigeth auf, marschirt „über die Flossbrücke dirccte nach Abda, von da auf der Chaussee weiter. „Der Regimenls-Stab mit 2 Bataillonen nach Kroatisch-Kimling und Bardacs, „1 Bataillon nach Kis-Nyilos und Marienhof."

„Das 2. Jäger-Bataillon, die beiden 4pfündigen Batterien und dieFeld„sanitäts-Anstalt, dann die 4. Huszaren-Escadron, diese an der Tele, „beginnen um 7 Uhr die Raab-Brücke zu passiren."

„Das 2. Jäger-Bataillon und die beiden Batterien kommen nach Baräl„löld und Janoshäz, die 4. Huszaren-Escadron, der Regiments-Stab des „Huszaren-Regiments und die Feldsanitäts-Anstalt in die Zuckerfabrik beim „Bahnhofe von Szt. Miklos, das Commando der Divisions-Reserve in das „Stationsgebäude von Szt. Miklos."

„Die 3. Huszaren-Escadron nach Leiden."

„Das Divisions-Stabsquartier kommt in die bezeichnete Zuckerfabrik."

„Ich werde mit der 4. Huszaren-Escadron marschiren, also gegen „11 Uhr eintreffen."

„Die Truppen behalten ihren kleinen Train bei sich')."

Train. „Der Munilionspark debouchirt um '/, 9 Uhr, die Naturalien-Colonne „um 9 Uhr über die Raab-Brücke nach Hochstrass; die erstere Colonne „bezieht westlich, die andere östlich des Ortes das Biwak." ^

„Die Verpflegung muss bis heute Abends bei allen Abtheilungen wie lolgt geregelt sein:"

„Für den 3. und 4. an die Mannschaft vertheilt.

*) Der kleine Train besteht aus dem Gefechts- und dem Bagage-Traiu. Letzterer soll ohne zwingende taktische Gründe nicht von den Truppen getrennt werden; fr führt die Cassen, die kleinen Monturs-Reserven, die Professioniaten-Werkzeugejf. die Bagagen der Officiere u. dgl. .f s'

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„Für den 5. und 6. auf den Proviantwagen verladen. Die Naturalien„Colonne der Division ergänzt hier den viertägigen Vorrath."

Das für morgen nöthige Fleisch ist heute noch zu schlagen und „morgen auf den Fleischhauerwagen mitzuführen. Die zur Vorhut bestimmten „Truppen sind hievon ausgenommen; für ihren Fleischbedarf werden sie in „Wicselburg (für 1 Bataillon) und Ungarisch-Allenburg (für den Rest) vorngesorgt finden."

Wenn bei Janoshaz 3 Kanonenschüsse fallen, so macht sich Alles „marschbereit und erwartet Befehl. Die Brigade B. Concentrin sich vorwärts Leiden."

Nach Pressburg und Wien (Commando der 7. Division und ArmecCommando) telegraphirt der Divisionär:

„Morgen Mittags wird meine Vorhut in Üngarisch-Altenburg stehen. „Gros der Division in Leiden und Szt. Miklos."

„Cavallerie-Detachements werden nach Kitlsee und Gattendorf vorngeschoben."

Dem Telegramm an's Arniee-Commando wird zugefügt:

„Habe hier Natural-Verpflegung bis inclusive 10. completirt."

Am 3. lullten die Truppen die ihnen vorgezeichnete Aufstellung bezogen.

Aus Pressburg kam folgende Depesche:

„Hier Nichts vorgefallen, meine Cavallerie-Detachements stehen unangefochten an der March."

Für den 4. ergieng folgende Disposition:

„Vorhut bricht um 7 Uhr Früh nach Nickelsdorf auf. Die über Nacht „in Kittsee und Gattendorf gestandenen Cavallerie-Detachements bleiben „dort stehen; die in der Schutt delachirle % Escadron rückt Mittags nach „Ungarisch-Allenburg ein."

„B r i g a d e B. Abmarsch 5 Uhr nach Slrass-Sommerein, die Infanterie „auf der Eisenbahn, die Fuhrwerke über Baratföld, von wo sie hinter der „Divisions-Reserve weiter marschiren."

„Divisions-Reserve: 2. Infanterie- Regiment, Aufbruch um „5 Uhr aul der Chaussee über Ungarisch-Allenburg nach Kaltenstein. Re*1 „der Divisions-Reserve Aufbruch von Baratföld um ö Uhr."

„3. Escadron des Huszaren-Regiments,"

„2. Jäger-Bataillon,"

„die beiden 4pfündigen Batterien,"

„die Sanitäts-Anstalt — nach Üngarisch-Altenburg."

„Das Divisions-Stabsquartier, der Regimenls-Stab und die 4. Escadron „des Huszaren-Regiments nach Wieselburg. Ich werde um 7 Uhr Früh dort „eintreffen und im Comilatshause wohnen."

„Bis Wieselburg marschirt der Train des Stabsquartiers hinter den bei„den 4pfündigen Batterien.-'

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