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Dem preussischen Infanterie-Regiment Nr. 16 (Brigade Wedell, 19. Division Schwarzkoppen, 10. Armee-Corps Voigts-Rheetz) wurde eine Fahne genommen.

Franzosen:

2. Corps Frossard (Divisionen Verge, Bataiile; Brigade Lapassel vom 5. Corps; Caval

leric-Division Valabregue). . 33 Bat. 16 Esc. 78 Gesch. = 13.000 M.

3. Corps Leboeuf (Divisionen Montaudon, Nayral, Aymard; Ca

vallerie - Division Clerembault 39 „ 16 „ 66 „ = 23.000 „

4. Corps Ladmirault (Divisionen

Cissey, Grenier) 26 „ — „ 36 „ = 12.000 „

6. Corps Canrobert (Divisionen

Tixier, Lafont de Villiers, Le

vassor - Sorval, 1. Regiment

Nr. 9 der Division Bisson). . 40 „ —

Garde-Corps 24 24

3. Reserve-Cavallerie-Division

Forton — „ 16

Armee-Geschütz-Reserve. . . — „ —

~ Zusammen 162 Bat7 72 Esc. 378 Gesch. = 91.000 M.') Die Verluste der französischen Armee stellen sich wie folgt:

2. Corps 201 Ofüciere 4884 Mann

3. Corps 49

4. Corps 200

6. Corps 200

Garde 160

Reserve-Cavallerie. . 21
Artillerie-Reserve . . 6

~ Zusammen-8370fncier<ri5.285 Mann').

Nach der Schlacht lagerten die französischen Corps bei Bruville, St. Marcel, Vionville, Rezonville und Gravelotte; von der preussisch-deutschen Armee biwakirten:

die 25. Division im Bois des Ognons;

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') Die Infanterie-Divisionen Lorencez vom 4., Metman vom 3. Corps, die Reserve-Cavallerie-Division du Barail, die Cavallerie-Division Legrand vom 4. Corps, die Corps-Geschlitz-Reserven des S. und 4. Corps gelangten nicht aufs Schlachtfeld. Das 6. Corps Canrobert hatte keine Corps-Geschütz-Reserve und Cavallerie-Division, die Infanterie-Division Bisson bestand nur aus dem Regiment Nr. 9, das 2. Corps Frossard ans 2'/] Infanterie-Divisionen.

*) General Bataiile wurde schwer verwundet; das 2. Corps Frossard, welches bei Saarbrücken gegen 5000 Mann verlor, hatte bei Rezonville wieder einen Verlast von 5000 Mann.

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Mischen den Leistungen der Reiterei in den Feldzügen 1848 und 1866 in Italien.

Eine vergleichende Untersuchung zwischen Leistungen überhaupt setzt e gewisse Unabhängigkeit von anderen Factoren oder die Beständigkeit r letzteren voraus. Zu einem Vergleiche in den Leistungen der Reiterei den wir kaum günstigere Verhältnisse als eben in den Feldzügen 1848 d1866: – derselbe Kriegsschauplatz ziemlich unverändert, die Armee-Fühng österreichischerseits in beiden Jahren vortrefflich, auf Seite des Gegners lerhaft, derselbe Feind, die gleiche Bewaffnung, dieselbe Jahreszeit, der iche Kriegszweck, so dass die Österreicher beidemale in der Defensive, Italiener in der Offensive waren, das moralische Element beiderseits erändert! Der Werth der Reiterei hebt sich noch durch den Umstand ärfer ab, dass die übrigen Waffengattungen eine gleichmässige Entwicklung len, und somit das Urtheil ziemlich unabhängig von den anderen beständig liebenen Factoren zu fällen ist. Obgleich auf einem Kriegsschauplatze, wie italienische, jene grossen Cavallerie-Angriffe, welche uns die Kriegsschichte aus der Napoleon'schen Zeit überlieferte, weite Umgehungen mit ermassen wie im amerikanischen Kriege, das vereinte Auftreten meher Tausend Reiter im Gefechte mit jener überwältigenden Wirkung, kurz und für sich grossartige Leistungen der Cavallerie zur Entscheidung Schlachten nicht vorkommen, so erscheint mir doch aus den vorerhnten Gründen eine vergleichende Untersuchung der Leistungen von Inesse und insoferne von Nutzen, als daraus ein Beleg für die Fortschritte r Rückschritte gewonnen wird, welche die Reiterei in den zwischen 48 und 1866 liegenden 18 Jahren machte. Wenn wir vorerst die Stärke-Verhältnisse betrachten, so zeigt sich, dass Beginn des Feldzuges 1848 die österreichische Reiterei 36 Escadronen, ammen 5.400 Reiter, Ende Mai 54 Escadronen oder 8.100 Reiter auf dem egsschauplatze zählte, während die Italiener Anfangs mit 39 Escadronen der Stärke von 5.800 Reitern, dann Ende Mai auf 44 Escadronen, 500 Reiter verstärkt auftraten. 1866 hatten die Italiener 90 Escadronen der Stärke von 10.800 Reitern auf dem Kriegsschauplatze, während die erreichische Cavallerie nur 30 Escadronen mit 4.400 Reitern zählte. Da österreichischerseits aber in beiden Feldzügen defensiv vorgegangen rden musste, und zur Deckung der Verbindungslinien, dann zur Dotirung r Besatzungen in den Festungen, in Tirol und Istrien 1848 14 Escadronen die 18. Division bei Amaville und Gorze;

die 16. Division beim Cöle-mousa;

die 5. Division westlich des Bois Vionville;

die 6. CavalJerie-DiVision südlich Flavigny;

die Corps-Artillerie des 3. Armee-Corps hinter der 6. Cavallerie-Divtsion;

die 6. Division zwischen Vionville und Tronville;

das 10. Armee-Corps und die 5. Cavallerie-Division westlich Tronville;

das Hauptquartier des Prinzen Friedrich Carl kam nach Gorze.

Dagegen gelangten die nicht an der Action betheiligt gewesenen Corps der II. Armee am 16. Abends bis zu folgenden Punkten:

Das 12. Armee-Corps nach Pont-ä-mousson, dessen Avantgarde bis Regneville-en-Haye;

das Garde-Corps nach Vernecourt, die Avantgarde bis Rambucourt;

das 4. Armee-Corps nach les Saizerais-Marhache, die Avantgarde bis Jaillon;

das 2. Armee-Corps nach Buchy und rückwärts.

Von der L Armee Steinmetz kamen die 15. Division und das 7. ArmeeCorps nach und vorwärts Ars-sur-Moselle; das 1. Armee-Corps, die 1. und 3. Cavallerie-Division blieben am rechten Mosel-Ufer.

Die III. Arniee des Kronprinzen von Preussen erreichte an dem Tage der Schlacht von Rezonville mit

dem Hauptquartier Nancy;

mit der 4. Cavallerie-Division Colombey;

das 5. und halbe 6. Armee-Corps blieben in Nancy;

das halbe 6. Corps (12. Division) blieb vor Pfalzburg;

das 11. Armee-Corps blieb bei Bayon;

das 1. bayerische Armee-Corps kam nach Bourdonnay;

das 2. bayerische Armee-Corps nach Champenoux;

die würltembergische Division blieb bei Bayon;

die badensische Division vor Strassburg;

die 2. Cavallerie-Division bei Hagcnau.

Die Armee Mac Mahon's war mit dem 1. Corps theils auf der Eisenbahn nach Chälons, theils erreichte sie Blaise;

das 5. Corps Failly kam nach Chaumont;

das 7. Corps Douay blieb bei Belforl und Lyon.

Kaiser Napoleon III. reiste am 16. August 6 Uhr Früh von Gravelolle nach Verdun auf der Strasse von Conflans ab, begleitet von der LinienCavallerie-Brigade der Garde. In Doncourt übernahm die aus dem 1. und 3. Chasseurs-Regiment zusammengesetzte Cavallerie-Brigade Margueritle (Reserve-Cavallerie-Division du Barail) die Bedeckung des kaiserlichen Hoflagers und vermochte nicht mehr zu der Armee Bazaine's zu gelangen, während die Garde-Reiler-Brigade noch im Laufe der Schlacht von Rezonville zurückkehrte und sich an selber betheiligte.

(SehloM MCk) • oogfioo»

Vergleich

zwischen den Leistungen der Reiterei in den Feldzügen 1848 and

1866 in Italien.

Eine vergleichende Untersuchung zwischen Leistungen überhaupt setzt eine gewisse Unabhängigkeit von anderen Factoren oder die Beständigkeit der letzteren voraus. Zu einem Vergleiche in den Leistungen der Reiterei finden wir kaum günstigere Verhältnisse als eben in den Feldzügen 1848 und 1866: — derselbe Kriegsschauplatz ziemlich unverändert, die Armee-Führung österreichischerseits in beiden Jahren vortrefflich, auf Seite des Gegners fehlerhaft, derselbe Feind, die gleiche Bewaffnung, dieselbe Jahreszeit, der gleiche Kriegszweck, so dass die Österreicher beidemale in der Defensive, die Italiener in der Offensive waren, das moralische Element beiderseits unverändert! Der Werlh der Reiterei hebt sich noch durch den Umstand schärfer ab, dass die übrigen Waffengattungen eine gleichmässige Entwicklung hatten, und somit das Unheil ziemlich unabhängig von den anderen beständig gebliebenen Factoren zu fällen ist. Obgleich auf einem Kriegsschauplatze, wie der italienische, jene grossen Cavallerie-Angriffe, welche uns die Kriegsgeschichte aus der Napoleon'schen Zeit überlieferte, weite Umgehungen mit Reitermassen wie im amerikanischen Kriege, das vereinte Aultreten mehrerer Tausend Reiter im Gefechte mit jener überwältigenden Wirkung, kurz an und für sich grossartige Leistungen der Cavallerie zur Entscheidung von Schlachten nicht vorkommen, so erscheint mir doch aus den vorerwähnten Gründen eine vergleichende Untersuchung der Leistungen von Interesse und insoferne von Nutzen, als daraus ein Beleg für die Fortschritte oder Rückschritte gewonnen wird, welche die Reiterei in den zwischen 1848 und 1866 liegenden 18 Jahren machte.

Wenn wir vorerst die Stärke-Verhältnisse betrachten, so zeigt sich, dass bei Beginn des Feldzuges 1848 die österreichische Reiterei 36 Escadronen, zusammen 5.400 Reiter, Ende Mai 54 Escadronen oder 8.100 Reiter aul dem Kriegsschauplätze zählte, während die Italiener Anfangs mit 39 Escadronen in der Stärke von 5.800 Reitern, dann Ende Mai auf 44 Escadronen, 6.600 Reiter verstärkt auftraten. 1866 hallen die Italiener 90 Escadronen in der Stärke von 10.800 Reitern auf dem Kriegsschauplatze, während die österreichische Cavallerie nur 30 Escadronen mit 4.400 Reitern zählte.

Da österreichischerseits aber in beiden Feldzügen defensiv vorgegangen werden musste, und zur Deckung der Verbindungslinien, dann zur Dotirung der Besatzungen in den Feslungen, in Tirol und Istrien 1848 14 Escadronen

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