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Das ist zu erzielen, indem man die Arbeit des Einen durch den Ändern ecensiren lässt.

Damit keine Animositäten entstehen, müssen Correcturen stylistischer hlur, dann die Ausdrücke von Zustimmung oder Missfallen ausgeschlossen taten; die Bemerkungen müssen objecliv gehalten und dürfen nicht impera»reformt sein.

Sie hätten etwa so zu lauten:

rlch hätte den X-Maierhof nicht besetzt, weil dadurch der rechte Ngelzu weit ausgedehnt wird", — oder: „Der Hauptangriff wäre vielleicht JRer von der Südseite über Y erfolgt, weil ....." Erst nachdem diese fcoaon geschehen, soll der Lehrer die Arbeiten durchsehen und den «nsorwie den Autor berichtigen.

Es gab Gelegenheit, zu beobachten , dass der gute Ton, das freund(Zusammenleben unter den Schülern durch das angedeutete Verfahren Im Augenblick gestört wurde, wohl aber .dass diese Methode zu vielttn Meinungsaustausch unter ihnen geführt hatte. Sehr oft discutirlen sie durch einen Censor aufgeworfene Frage mit regem Eifer und Aufgebot all s Wissens und ihrer Erfahrung, und man darf annehmen, dass dadurch D schon häufig mehr gelernt wurde, als der Lehrer zu lehren im Stande reen.

Diesem bleibt zu empfehlen, den Autor wie den Censor mit Wohlzu kritisiren und in den Fällen, welche ein absolutes Entscheiden len, dieses in schonender Weise zu thun.

Es mag endlich zu empfehlen sein, gegen Ende der Unterrichtszeit t Aufgaben, gleich nach erfolgter Recognoscirung an Ort und Stelle, ig in der Form von Dispositionen (mit Bleislift) ausarbeiten zu lassen.

Dazu muss eine bestimmte Frist gegeben, und nach deren Ablauf die fiten, ob fertig oder nicht fertig, eingesammelt werden. Zur Anwendung dieses Verfahrens führt vor Allem die Betrachtung, in taktischen Dingen meist nur Das Werth habe, was Einem an Ort und kund gleich einfällt; nach Ablauf von Stunden und Tagen aber die * Gedanken gewöhnlich billig zu haben sind.

! Man hat in der Wirklichkeit nicht Müsse, sich gewisse Theorien in's Pdilniss zu rufen; durch Studium und Übung muss man einen gewissen Pwhen Instinkt erlangen, der Einem fast unbewusst das Rechte oder pelwas Vernünftiges treffen lässt.

Das Vermögen rasch zu denken ist wohl eine Naturgabe, aber auch auf P mit dieser schönen Fähigkeit weniger reich Dotirlen wird die Übung einen Wthäügen Einfluss nicht verfehlen.

So gibt es z. B. ganz gescheidte Leute, die aber keinen Gedanken •"n können, ehe sie sich nicht ein paar Mal die Hände gerieben, ein wenig "will und sich geschneuzt haben; Andere wieder fassen zu viele Gedanken "einmal, brauchen lange, ehe sie sich zu Einem entscheiden, und wenn *^ gethan, werden sie wieder durch eine ganz neue Idee irre gemacht. All' denen wird durch Übung und einen gewissen Zwang geholfen werdei können.

Wer überhaupt keine Gedanken zeugt, dem ist freilich nicht zu helfen aber das wäre eben auch ein Vortheil dieser Methode, dass man durch ä solche Leute zu erkennen vermag, wie sie überhaupt den Lehrer in die Lagi setzen wird, ein gründlicheres Unheil über die Fähigkeiten seiner 8öhüle abzugeben.

Je mehr Momente man gewinnen kann, am seine Untergebenen kennei zu lernen, desto besser; denn man soll die Verantwortung nicht unter schätzen, die man auf sich ladet, indem man über Officiere von sons gutem Willen und oft mannigfachen Verdiensten ein abfälliges Urtheil abgibt dessen Folgen tief in ihr Geschick eingreifen können.

Aber auch das Lob will bedacht und wohl abgewogen werden, wei der daraus dem Einen etwa resultirende Vortheil, dem Andern direct ode indirect zum Nachtheil werden könnt«

Die Arbeiten, welche zu Hause gemacht werden — überflüssig alh Gründe aufzuzählen ■*= geben aber keine genügenden Anhaltspunkte für dui Urtheil eines gewissenhaften Richters.

Bei dem beschriebenen Verfahren ist man sicher* ArbÄWn zu erhaltet! welche Alle unter gleichen Verhältnissen, — und selbst gemacht haben.

Major Hotz".

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ber die Verwendung und Ausrüstung der Cavallerie

Pionniere.

Es ist eine gewiss sphätzenswerthe Neuerung, weiche die Cavallerie <kch die Beigabe von Werkzeugen und durch, technische Ausladung einiger Laie in den Stand setzt, jene kleinern technischen Aufgaben, welche jeder Trappe im Laufe eines Feldzuges hundertmal vorkommen können, und *dehe leicht und mit den einfachsten Mitteln durchführbar sind, selbst lösen n können. Die Cavallerie wird dadurch unabhängiger vom Terrain, ja sie tun sich dasselbe sogar einigermassen zur Erreichung ihrer Kriegszwecke dienstbar machen, und ein b,eachtens,werther Schmitt %ur grösseren Selbständigkeit derselben ist damit geschehen.

Die organischer},B.esUmmungeo. für die Cavallerie sagen hierüber:

„Um die CavaUefiie im Kriege für weit ausgreifende Expeditionen üblichst selbständig zu machen, sind im Frieden bei allen CavallerieReptnantwu dje, vierten Züge der sechsten Feld - Eseudronen im Pionniertonste, namentlich, in der Herstellung und Zerstörung von Communicalionen. «peciell auch von Eisenbahnen, nach der zu diesem Zwecke bestehenden Instruction auszubilden, und die betreffenden, eventuell aus dem LinienPräsenzstande ausscheidenden Unlerofficiere und Soldaten im Reserve«tande evident zu hallen. Diese vierten Züge der sechsten Feld-Escadronen sind io jeder Beziehung wie die übrigen Abtheilungen des Regimentes vollständig' ausgerüstet und abgerichtet; sie sind überdies mit den erforderlichen Werkzeugen versehen und haben solche im Falle ihrer Verwendung zu Pi«oe fortzubringen. Bei der Einiheilung der Unterofflciere und Reoruten i« d^se, vierten Züge soll mit Rücksicht aut deren Bestimmung eine, entspre:tea.de Wahl getroffen, werden."

„Zur Ausfühcung der einfachsten, im Felde bei der Cavallerie vorkownenden, hauptsächlich durch ihre eigenen Bedürfnisse im Marsche, Lager und Gefecht bedingten Pionnier - Arbeiten sind überdies bei jeder der übrigen, FeJdrBscadironen, sowie- bei der Reserve-Escadron, fünf Mann bestimmt, und demgemäss, mit den erforderlichen Werkzeugen für zwei Zimmejrleute und drei Erdarbeiter ausgerüstet."

„Für diese Escadrons-Pionniere sind Leute der entsprechenden Prolession zu bestimmen, und hat deren für die obige Aufgab© im Felde nöthige theoretische und praktische Ausbildung nach Massgabe der DislocalionsVe»J4(U»i8se-zu geschehen."

Die Ausrüstung der Cavallerie-Pionniere ist bis nun noch nicht endgiltig festgestellt, wahrscheinlich, weil auch die Ansichten über die Verwei düng derselben noch schwanken.

Es scheint daher lohnend, auf die Verwendung, Ausrüstung und An bildung der Cavallerie-Pionniere hier näher einzugehen.

Verwendung der Cavallerie-Pionniere.

Der Hauptgrund, warum man Infanterie-Pionniere schuf, wird auc für die Cavallerie-Pionniere und insbesondere dieEscadrons-Pionniere geltei Es wird am Marsche, im Gefechte und im Lager so oft eine Hacke oder ei Spaten gebraucht, dass man stets damit versehen sein muss.

Es gibt Bäume zu fällen, um Holz zu Koch- und Lagerfeuern z gewinnen; es gilt, zu verschiedenen Zwecken Gruben zu graben. Ein voi Feindein den Weg gelegter Baum, eine abgegrabene Strasse, ein tiefe Strassengraben, welcher die Communicalion zum Biwakplatz sperrt, ode der im Gefechte hindernd entgegen tritt, ein Mühlbach, den man, statt ih zu durchwaten, lieber trockenen Fusses passirt, ist zu überbrücken; ein Planke, eine Hecke, ein Gebüsch hindert den Ausschuss, das Vorbrechen versperrte Thore verwehren den Eintritt in ein Haus, welches man b< setzen will, und nun, wo die Cavallerie auch mitunter zu Fuss kämpfen die Infanterie vertrelen soll, wo ihr dann hauptsächlich defensive Rollen zo fallen, muss sie sich auch das Terrain, auf welchem sie kämplen will, etwa herrichten. Ein kleiner Jägergraben, das Verhauen oder Abgraben de Strasse, das Absägen von Brückenjochen, die Vertheidigungs-Instandsetzuni eines Hauses etc. kann unter Umständen für die betreffende Abtheilung voi grossem taktischen Werthe sein. Zu diesen gewissermassen häuslichen Vor richtungen, welchen jede Infanterie- und Cavallerie-Abtheilung Schritt fü Schrilt begegnen kann, wird man gewiss nicht technische Truppen verwendet wollen: man hat deren hiezu nicht genug, man hat sie noch viel wenige gerade an den betreffenden Orten, und man braucht sie eben auch nicht dazu weil der nächstbeste Mann die kleine Aufgabe bei entsprechender Leitunj ebenfalls lösen kann. Ehemals, als die technischen Truppen nur einige Com paguien zählten, die man überall, nur nicht am Schlsichtfelde verwendete konnten die Schanzzeugtrüger der Truppe, wie man die erwähnten Leu« sehr bezeichnend nannte, wohl auch in die Lage kommen, grössere Arbeilet zu verrichten, obwohl kein Fall einer solchen Verwendung bekannt ist.

Als man aber nach dem Beispiele der andern Mächte auch bei uns di< Genie - Truppen vermehrte, dieselben in die Ordre de bataille einstellte um sie im innigsten Vereine mit den taktischen Truppen verwenden und dei Armee auch zu taktischen Zwecken direct dienstbar machen zu können, da sank nalurgemäss die Nothwendigkeit, die Schanzzeugträger für selbständig« grössere Verwendungen zu bestimmen. Hiemit entfiel für die Truppe"Commandanten, welche die schwierige Ausbildung mit der gegebenen Zeit und dem gegebenen Material nicht in Einklang bringen konnten, eine grosse Sorge. Einer Armee, die früher höchstens ein Genie- und ein PionnierBataillon direct am Schlachtfelde verwenden konnte, stehen nun 40—56 Genie- und 20—25 Pionnier-Compagnien, dann eine grosse Anzahl von Werkzeugen und Sprengmilleln in den Reserve-Anstalten zur Disposition. Ein Armee-Corps hat künftighin drei Genie-Compagnien bei den Divisionen und zwei Pionnier-Compagnien bei der Corps-Reserve. Es kann nunmehr jeder technischen Anforderung von grösserer taktischer Wichtigkeit in genügendem Masse entsprochen werden, wenn man berücksichtigt, dass den fachmännisch und mit grosser Sorgfalt ausgebildeten technischen Soldaten noch Tausende von Schanzzeugträgern der taktischen Truppen helfend, mit sulem Willen und nicht ohne Vorbildung zur Seite stehen.

Indem man so die Arbeit theilen kann und dem technischen Soldaten die schwierigeren und wichtigeren Arbeilen überlässl, ist man in der höchst Sonstigen Lage, auch die Pionniere der Infanterie und Cavallerie nebst ihrem schweren taktischen Berufsdienste auch in den ihnen zukommenden kleinen technischen Diensten, für welche die Genie-Truppen und Pionniere nicht ausreichen, und, mit Rücksicht auf den Bildungsgrad der Leute, ganz tüchtig heranbilden zu können. Wir betonten den Bildungsgrad, unter dem wir insbesondere die Ausbildung in einer demPionnier-Dienst nahe stehenden Profession verstehen, weil, wie dies männiglich bekannt ist, schon die Recrulirung der Genie- und Pionnier-Truppe ihre Schwierigkeilen hat, und kaum für diese die nölhigen Professionisten aufzutreiben sind. Von einer Auswahl der Leute für denPionnier-Dienst der Infanterie und Cavallerie kann daher, will man anders die technischen Truppen nicht verderben, bei der Recrutirung gewiss nicht die Rede sein. Woher auch die Zimmei leute und Erdarbeiter % den Ländern der ungarischen Krone oder in Galizien nehmen?

Wollte man anderseits wieder die intelligenteren Leute der Escadron aussuchen, so würde es in vielen Regimentern mit den Chargen schlecht aussehen, und der taktische Dienst zum Nachtheile des gewiss unwichtigeren technischen Dienstes sehr leiden.

Die Grenzlinien für die Verwendung und die damit zusammenhängende Ausbildung sind somit scharf gezeichnet, können und dürfen ein Minimum nicht überschreiten.

Die Pionniere müssen mit der Hacke und mit dem Spalen arbeiten können,—das ist Alles, und hierzu bedarf man kräftiger Leute und einiger Übung. Von dem Pionnier-Zug der sechsten Escadron muss man indessen etwas mehr verlangen, weil er nach dem Wortlaute der organischen Bestimmungen bei weil ausgehenden Streifungen zum Zerstören von Communicationen, insbesondere von Eisenbahnen verwendet werden soll.

Man muss sich vorerst klar werden, was mit den weit ausgreifenden Expeditionen — ein Schlagwort, das man heutzutage so oft zu hören bekommt - eigentlich gemeint sein kann, und was man damit erreichen will.

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