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der rechten Face gaben übrigens der Besatzung Gelegenheit, sich zeitweis der Wirkung des Feindes zu entziehen, und deckten die vier an denselbei aufgestellten Geschütze, von welchen zwei nicht demonlirt waren. Auch di Scharten waren theilweise noch brauchbar, theils leicht brauchbar zu machen In diesem, sowie in dem anschliessenden Werke Nr. 55 hätte sich dii Besatzung noch ganz gut halten können, nur würde eine bessere Com munication nach der rückwärtigen Enveloppe erwünscht gewesen sein. Die selbe wurde nur durch einen Kahn vermittelt.

Vorwerke.

L ü n e 11 e 52. Diese hatte mit jener Nr. 53 den Hauptangriff auszu halten, musste somit durch lange Zeit dem concenlrischen Feuer des An greifers widerstehen, ohne mit ihren 5 Geschützen entsprechend antwortet zu können, und demgemäss auch entsprechend gelitten haben.

Lünette 52 ist ein Erdwerk, ringsum von einer Inundalion umgeben über deren Spiegel die Kammlinie bei 18 Fuss herausragt. Das Werk ha einen Wall in zwei Absätzen, von welchen der obere 7, der untere 9 Fuss der Holraum aber 16 Fuss unter der Kammlinie lag.

Die Brustwehr war 3 Klalter dick. An der Verschneidung des Wasserspiegels mit der vordem Brustwehrböschung war eine etwa 4 Fuss höh« Hecke angebracht, um die Sturmfreiheit, welche durch den 180 Fuss breiten. 3—4 Fuss tiefen, mit einer tiefen Cünetle versehenen Wassergraben versichert war, zu erhöhen. Die Kehle war durch Palissaden geschlossen, welche an die Hecken sich anreihten. Je eine sehr geräumige Hohltraverse an jeder Face diente als Pulvermagazin und gedeckler Unterstand. Die feindabwärts gekehrte Seite der Traverse ist bis auf 1 Fuss unter der Kammlinie gemauert, erlaubt somit eine nahe Anstellung und demzufolge Sicherung der Geschütze gegen Enfilir-Schüsse.

Die Dicke der Traversen an der Krone betrug 2 Klafter, und überragten dieselben die Kammlinie um etwa 2—3 Fuss. Die Erddecke über dem Gewölbe ist 4 Fuss, der schwächste Theil der Erdschütlung gegen die Widerlager 8 Fuss dick. Im ausspringenden Winkel ist eine Geschützbank für Bankleuer, an den Facen noch je eine Volllraverse angeordneL

Im ausspringenden Winkel hatte man 1, an der rechten Face 3 Geschütze aufgestellt, von welchen 2 durch Scharten feuerten.

An der linken Face waren 2 den Graben der Lünette 53 bestreichende Geschütze poslirl. An der rechten Face war ein gedeckter Unterstand aus Yt Linien starkem Eisenblech, mit Sandsäcken und Erde schwach bedeckt und etwa Raum für 15 Mann bietend, aufgestellt. Die Wirkung der Geschosse beschränkte sich, wie bei den übrigen Erd wällen, auf ein vollständiges Durchwühlen, insbesondere der rechten Face, deren regelrechte Form verschwunden war, ohne indess einer Bresche zu gleichen oder die Geschosse durchzulassen.

Der Anblick von Aussen machte den Eindruck der vollständigsten Demolirung: die Lünette glich einem lormlosen Erdhaufen. Wenn man sich aber in das Innere verlügle, so zeigte sich die Zerstörung weit unter der Vorstellung.

Ein systematisches Durchschiessen des Walles, wie es bei unseren Übungen angestrebt wurde, schienen die Preussen nicht beabsichtigt zu haben. Die grfosten Unebenheiten auf der Krone waren durch die Bomben erzeugt worden, -welche Trichter von 5—7 Fuss Durchmesser auswarfen. Die Traversen der linken Face, welche durch die Enfilir-Balterien zu leiden hallen, zeigten in der Längenmilte eine ausgeschossene Mulde von 2 Fuss Tiefe und 5—6 Fuss Breite. Der Vorkopf der Traversen, welcher über die BrustwehrKrone reichte, war slark demolirt und ganz formlos. Die Scharten waren (teilweise gut erhalten und mit Körben bekleidet.

Die Flanken waren fast unversehrt, und auf den Wallgängen nicht einmal Bombenlöcher zu sehen. Der blecherne Geschützstand war wahrscheinlich durch eine Bombe zertrümmert worden. Das Mauerwerk der Hohllraversen war vollkommen unversehrt.

Die Kehlpalissadirung zeigte wohl einige Lücken, es ist aber nicht bekannt, ob dieselben von Geschossen herrühren; jedenfalls war die angerichtete Zerstörung gegen alle Voraussetzungen.

Die Franzosen hatten den Fehler begangen, dieselbe beim Verlassen der Lünette nicht zu demoliren, und gewährte sie nun den das Werk verbauenden Sappeurs eine vortreffliche Deckung gegen Kleingewehrfeuer.

Die offene, doppelle Caponniere, welche die Lünette mit dem gedeckten Weg verband, insbesondere aber die Glacisflächen derselben waren mit Bombenlöchern dicht besäet. Die Arbeiten des Angreifers in diesem Werke bestanden aus einem zwei Klafter tiefen Einschnitt, mittels dessen man sich durch die Brustwehr durcharbeitete, dann in einem Laufgraben, unmittelbar hinter der Palissadirung, in diese mit dem Einschnitte verbindenden Zickzacks, in Schlägen zu den Untersländen, welche ebenfalls nicht demolirt waren, dann einer Verbauung des ausspringenden Winkels.

Über den nassen Graben führte, wie bereits erwähnt, eine Tonnenbrücke.

Werk Nr. 53. Dieses war in seiner innern Anordnung ähnlich jenem Nr. 52 und unterschied sich nur durch eine gemauerte, nahezu 18 Fuss hohe Escarpe und eine 8—10 Fuss hohe Contrescarpe. Der Graben, in welchem eine 4 Klafter breite Cünetle sich befand, war 8 Klafter breit, —das Wasser 3—4, in der Cünetle bei 6 Fuss tief.

Die Zerstörungen waren ähnlich wie bei der Lünette 52, nur war hier aoeh eine Bresche, und zwar in der Breite von 8 Klafter, auf halber Höhe des Mauerwerkes unter sehr kleinem Einfallswinkel, aber mit ausserordentlicher Genauigkeit geschossen worden. Seitwärts der Verticalschnitle war auch nicht Ein Schuss. Freilich wurden die Schüsse aus der Krönung, denu diese war bereits fertig, dann aus dem Eingang in die Minen an der Contrescarpe beobachtet und corrigirt.

Die Bresche war vollkommen gangbar, die Brustwehr ist aber nicht bis zur Kammlinie eingestürzt.

Der Damm über den Graben war aus Faschinen, Sandsäcken und Erde hergestellt und mit einer Brustwehr aus zwei neben einander gestellten Korbreihen versehen.

Die Contrescarpe war auf die gehörige Breite weggesprengt worden.

Die Verbauung im Innern war so wie bei der Lünetle 52. Ausserdem war noch eine Batterie für 3 gezogene öPfünder etablirt worden.

Die Minen-Anlagen bestanden aus 3 kurzen Galerien mit kleiner Widerstandslinie, ohne Galerie majeure, halten somit wenig Werth.

Der gedeckte Weg vor 52 und 53, dann das Gemeinschaftsglacis nach 54 und 49 waren palissadirt, doch zeigte sich hie und da eine Lücke, indem man nicht allenthalben fertig wurde. Die Palissaden aus Spaltholz waren 4—5 Zoll stark, mit der Spitze über die Kammlinie hervorragend.

Der gedeckte Weg zeigte hauptsächlich in den Traversen vielfache Abkämmungen; das Glacis war mit Bombenlöchern und 2—3Klafter langen, von den Hohlgeschossen herrührenden Furchen bedeckt; die Palissadenreihe war weniger beschädigt, als man es sich nach Anblick der Zerstörung der Werke vorstellte. Viele waren abgeköpft, oft auch nur von den tangirenden Geschossen auf die Seite gedrückt; durch andere waren die Geschosse einfach durchgefahren. Die Glacis-Einschnilte waren durch Barriere-Thore abgeschlossen, häufig aber fehlten nebenher die Palissaden. Gruben für die Palissaden jedoch waren überall ausgehoben. Ein kleines Reduit vor der rechten Flanke von Nr. 53 war gar nicht besetzt worden, daher ganz unversehrt.

Der Einschnitt, durch welchen die Stein-Thor-Strasse in das Vorfeld hinausläuft, und der eingehende Waffenplatz, waren sehr stark hergenommen, und scheint ein continuirlich.es Feuer darauf unterhalten worden zu sein. Desgleichen war die Strasse und der Damm, auf welchem selbe durch die Inundation führt, stark beschädigt.

B. Die Neben- Collateral- Fronten.

Die rechte Nebenfront. Die Werke des Finckmalt waren vom Angreifer weniger zur Zielscheibe genommen worden, weil sie ihrer zurückgezogenen Lage wegen wenig gegen den Angriff wirken konnten.

Bastion Nr. 14 war mit 4 noch gut erhaltenen, hinter unversehrten Scharten stehenden Geschützen besetzt, gut traversirt, die Traversen mit kleinen Hohlräumen versehen.

An der Curtine waren Blindagen angelehnt, dann Gräben und nischenartige Löcher als Unterkunft für die Soldaten und obdachlosen Einwohner angebracht

Die linke Nebenfront. Die Curtine 10, 11, dann das Ravelin 46 zeigten nur Bombenlöcher, aber in ziemlich grosser Zahl. Der Einschnitt für die Eisenbahn war mit Sandsäcken verschlichtet und dadurch zu einer vortrefflichen, bombensichern Unterkunft geworden, in der man ganz leicht 2 Etagen Schlafstellen über einander hätte anbringen können. An der innern Wallböschung waren viele der erwähnten Blindagen angelehnt. Das Horn w erk Nr. 47–49 war in seinen Wällen wie jene der Angriffsfront hergenommen. Aller Graswuchs war verschwunden: nur zersäuble und durchwühlte gelbe Lehmerde zeigte sich dem Blicke. Die Escarpe-Mauern hatten viele Treffer und die bereits erwähnten Abbröckelungen aufzuweisen. Die gegen den Angriff sehende und für die Vertheidigung so wichtige Flanke war gut traversirt und zeigte besonders in dem rückwärtigen Theile noch viele grüne Stellen. Das Ravelin 48 war insbesondere an der linken Face stark beschädigt. Unter dem Glacis vor dem Ravelin und vor der Bastion 47 bestanden Minenanlagen. Im permanenten Stile waren nur je ein Stück Galerie majeure als Contrescarpe-Galerie, dann die Hauptgalerien hergestellt. Der volle Ausbau fand erst während der Belagerung. Statt, und war man kurz vor der Krönung des Glacis damit fertig geworden. Der gedeckte Weg war palissadirt. Das Werk Nr. 44). Dieses ausserordentlich wichtige Werk scheint der neuern Zeit anzugehören und hätte bei der Belagerung von grösstem Einflusse sein können. Als Vorwerk, welches mit der Kehle 330 Schritte von dem Glacis der rückliegenden Werke Abstand hatte und in dem Raume zwischen den beiden hinterliegenden Hornwerken einen vortrefflichen Ausfallsversammlungs-Raum deckte, konnte es die Ausfälle sehr erleichtern. Es konnte aber auch in Folge seiner vorspringenden und dominirenden Lage den ganzen nahen Angriff in der Flanke nehmen und so einen grossen Theil der feindlichen Artillerie auf sich ziehen, bei energischer Vertheidigung sogar zur Wegnahme zwingen. Das Werk hat die Lünettenform. Die Facen sind 36, die Flanken 9Klafter lang; es hätte also etwa 10 gut traversirte Festungsgeschütze fassen können, von welchen 5 gegen den nahen Angriff gesehen haben würden. Die Kehle ist durch eine vom Terreplein an freistehende 2 Fuss 6 Zoll dicke, 10 Fuss hohe Mauer, in bastionirter Form geschlossen und mit Gewehrscharten versehen. Die Escarpe-Mauer ist bei 30 Fuss hoch, die Contrescarpe in Erde zeböscht. Das Werk hat keinen gedeckten Weg, aber Minenanlagen unter dem Glacis.

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Im Innern ist ein von der Kehlmauer etwas abgerücktes, casematlirla halbrundes Reduit, zur Gewehrveitheidigung eingerichtet, angebracht. Ui dasselbe gegen die Wirkung der Bogenschüsse zu sichern, hatte man eine Erdwall vorgelegt, der aber nicht unmittelbar an das Mauerwerk anschlos:

Die Communication nach aufwärts deckte eine doppelle offene Caponniert Die Lünetle war entsprechend der Wichtigkeit auch sehr zur Zielscheibe ge macht worden; die Wälle, insbesondere die rechte Face, waren sehr starl< jedoch nicht in dem Grade wie Nr. 52 und öS beschädigt,—die rechte Flankt ihrer zurückgezogenen Lage wegen, natürlich wenige;-, fast unbedeutend.

Die Erdmaske des Reduits war im rechten Eck abgekämmt und abge kantet, so dass das Mauerwerk an dieser Stelle nicht entsprechend gedeck war; demzufolge ist auch das rechte vordere Eck sammt einem Theile de Gewölbes zusammengeschossen, und dadurch das Innere geöffnet worden.

Diese Wirkung, die eine vorzügliche genannt weiden muss. wird den gezogenen Mörser zugeschrieben, und stimmen alle Anzeichen dafür, dass den wirklich so ist Die rechte Kehlmaucr wurde sowohl in der Flanke als aucl in der Face bis auf ungefähr 1 Fuss über dem Terreplein und in einer Höh« von 9 Fuss weggeschossen. Da die Mauer durch den vorliegenden Wal gegen den geraden Schuss vollkommen gedeckt war, und der höchste Punk der auf 9—12 Klafter von der Kammlinie abstehenden Mauer 6 Fuss untei derselben lag, so wurde dieses Resultat durch indirecle (Bogen-) Schüss« bis zum Einfallswinkel von 10 Grad (1:6) erzielt und gibt ein schönes Beispiel für die Wirkung dieser Schussart. Die Wirkung dürfte aber ein« zufällige gewesen sein, indem beinahe sämmllich bezüglich der Kammlinie zu hoch gehenden Schüsse in die Mauer gegangen sein musslen. Grossartig waren die Spuren der Beschiessung in der Caponniere knapp hinler der Kehlmauer, und zwar an deren rechten Seite: Bombenloch reihte sich an Bombenloch, und zahlreiche Furchen zeigten, dass viele der zu hoch gegangenen Geschosse hier niedergefallen waren.

Hinter dem Werke ist es jedenfalls gefährlicher als im Werk!

Die Escarpe, vom Cordon 2—3 Fuss ab, wurde stark beschädigt; die Ziegel waren gelockert, theilweise Trichter ausgeworfen.

0.. Die übrigen Fronten.

Diese waren im Allgemeinen sehr wenig, und zwar mehr durch Zufallstreffer und durch das Bombardement beschädigt worden; doch konnte man gewiss alle 10 Schritte ein Bombenloch von grosser Regelmässigkeit (5 Fuss Durchmesser, 1'/, Fuss Tiefe) bemerken, zeilweise auch eine Gruppe derselben beisammen.

Eine Ausnahme davon machte die Halbbastion 42 des Hornwerkes 40—42, welche viel gelitten halte, dann die kleinen Häuschen über dem Saverner- und dem Juden-Thore, endlich die Thore selbst, auf welche der Feind ein starkes Feuer unterhalten haben musste. Die erwähnten kleinen Gebäude,

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