Abbildungen der Seite
PDF
EPUB
[ocr errors]

amern

1 Mann (Nr. 2) 1 Werkzeugtasche . .. Pfund 8 Loth
darin: 1 Kettensäge . . . . . . -

1 Sägefeile. . . . .
20 6zöllige Nägel ..
20 3
2% Bohrer..
1 Stemmeisen . . .
1 Massstab . . . . .

- 69%
4 Klammern ...... 3., ., 1,6 m

Zusammen. 8 Pfund 8 Loth 2 Mann (Nr. 3 und 4) jeder 1 Krampen .... 4 Pfd. 28 Lth.

i Sehaufel. .... 3 o 4
1 Schnürstrick . . . - , 20
I Schanzzeug -Traggurte. - , 16 %

Zusammen . 9 Pfd. 4 Lth. 1 Mann (Nr. 5) 2 Schaufeln ....... 6 Pfund 8 Loth

1 Schnürstrick ...... - " 20
1 Schanzzeug-Traggurle .. . - 16

Zusammen 7 Pfund 12 Loth Zusammen jede Escadron: 1 Waldhacke, 1 Handhacke, 2 Kettensägen, 1 Sägeteile, 20 6zõllige Nägel, 20 3zöllige Nägel, 2 /zöllige Bohrer,

Schnürstricke, 4 Klammern, 1 Massstab, 2 Krampen, 4 Schaufeln, I Werkzeugtasche, 4 Schanzzeug-Traggurten, 3 Hacken-Futterale.

Der Pionnierzug wäre folgendermassen ausgerüstet: I Führer, 1 Messband = 16 Loth; 2 Corporale ohne Ausrüstung, 4 Mann, wie Nr. 1 der Escadrons-Pionniere, 1 Waldhacke, 1 Fuchsschweifsäge, 1 Tracirschnur, 1 Schanzzeug

Traggurle = 8 Pfund 6 Loth, 1 Waldhacke, 1 Fuchsschweifsäge, 1 Schnürstrick = 7 Pfd. 26 Loth, 2 Mann, wie Nr. 3 der Escadrons-Pionniere,

[merged small][ocr errors]

6

5 2 , jeder mit 1 eisernen Schlägel ") und ... 7 Pfund 8 Loth 1 Reservestiel . . . . . .ve . -, 24

Zusammen. 8 Pfund — Loth 2 Mann, jeder 1 franz. Schraubenschlüssel ") 3 2 9

3 Stahlmeissel ).... 2 8
1 Wetzstein . . . . . . . - p 19 ,
1 Werkzeugtasche ... o no 8.111.99

Zusammen. 8 Pfund - Loth
Jerinas
1) Zum Einkerben und Abhauen, resp. Abschrauben von Schrauben bei
Laschenverbindungen, der Nieten etc.

[graphic]

2 Mann, jeder mit 1 Werkzeugtasche.... Pfund 8 Loth

3 Pechkränzen") ..... 4 h 16 m.
2 Zündlichtern in einem Kästchen 1 16
1 Feuerzeug, d. i. (Feuerstein,
Stahl, Lunte, Schwamm und
Feuerzeugtasche) .... - 19 m

Zusammen. 7 Plund 27 Loth
Ein Pionnierzug hätte sonach:

6 Waldhacken, 4 Handhacken, 2 Fuchsschweissägen, 2 Kettensägen, 2 Stemmeisen, 2 Massstäbe, 1 Messband, 8 Klammern, 60 Nägel, 2 Sägefeilen, 4 Bohrer, 23 Schnürstricke, I Tracirschnur, 12 Krampen, 24 Schaufeln, 2 grosse Schlägel sammt Reservestielen, 2 französische Schraubenschlüssel, 6 Stahlmeissel, 2 Wetzsteine, 6 Pechkränze, 4 Zündlichter, 2 Feuerzeuge, 6 Werkzeugtaschen, 24 Schanzzeug-Traggurten.

[ocr errors]

Ausrüstung der Tragthiere. I Tragthier, ähnlich ausgerüslet wie Tragthier Nr. 5 eines Zuges der Genie-Truppe für den Gebirgskrieg, hätle zu tragen: 12 Sprengbüchsen mit 3%, Pfund Dynamit

mit 99 Pfund — Loth
20 Stück Dynamitpatronen à 11%, Loth = : 7 6
50 13

„ à 7 = . 11 28
50 Zündpatronen à 1'/, Loth = . . . ..
20 Klafter gewöhnliche Bickford-Zündschnur .
20 Bickford'sche Sumpfzündschnur . .
2 Feuerzeugtaschen . . . . . . . .
6 Feucrsteine . . . . . . . .
2 Feuerstahle . . . . . . . . . .
1 Packet Lunte . . . .

1 Feuerschwamm..
100 Nobel'sche Kapseln . . .

6 Zeitzünder . . . . . . . .
2 Zündlichter . . . . . . . . . . .
1 1'/,zölligen Bohrer . . . .
10 Muffen für Verbindungen . .
2 Würgzangen · · · · · ·

16 Netlobelastung . 129 Pfund 20%, Loth Mit dieser Ausrüstung, die jener der Genie-Truppe ziemlich analog ist und ihre Abgänge aus dem Armee-Schanzzeugpark ergänzen könnte, würden die Cavallerie-Pionniere allen Anforderungen entsprechen.

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Ausbildung. Die Cavallerie-Pionniere sollen den organischen Bestimmungen gemäss, wie die andern Leute und ausserdem noch im technischen Dienst ausgebildet werden. Dies ist nun in der gegebenen kurzen Zeit, bei dem Mangel enlsprechender Übungsplätze und des kostspieligen Übungsmateriales scheinbar eben nicht leicht, und tritt darum die dringende Forderung heran, die technische Ausbildung möglichst zu vereinfachen.

Bei jeder Arbeit ist die Conception und Leitung und die Durchführung derselben zu unterscheiden. Beide slehen im innigsten Zusammenbange. Die Conception muss im Felde rasch erfolgen und präcise geschehen; hiezu gehört vollkommenes Vertrautsein mit der Sache und vor Allem: ein durch viele Übung und Erfahrung geklärter lechnisch-praktischer Blick. Im Kriege kommen eben meist Dinge vor, welche man im Frieden nicht gelernt und nicht vorausgesehen hat; – über die dabei aufstossenden Bedenken hilft bir technische Praxis im Allgemeinen hinweg.

Die technischen Verrichtungen des Escadrons-Pionniers können nicht fom Belang sein, und werden grössere Arbeiten jener Abtheilungen, welche bei den Truppen - Divisionen eingetheilt sind, stets in Anlehnung an die Genie- und Pionnier-Truppe oder unter der Leitung des Corps-Genie-Chefs geschehen. Nicht so ist es bei den selbständigen Cavallerie-Divisionen, welchen oft sehr schwierige Aufgaben erwachsen werden. Es ist aber, selbst wenn die Commandanten der Pionnier-Züge aus einer technischen Lehranstalt oder einer technischen Truppe hervorgegangen wären, schon des Kostenpunktes und der Dislocation halber ganz unmöglich, dieselben in der Sprengtechnik zu unterrichten, und die einzige Lösung wäre, wie bereits gesagt, die Beigabe des erwähnten Genie-Officiers mit einigen Unterofficieren, welche die Leitung der schwierigen Arbeiten übernehmen. Die zugetheilten CavallerieOfficiere und die Mannschaft würden nach den ersten Kriegsarbeiten, indem sie den erstern die Theorie, respective die Handgriffe abmerken, eine Übung und Geschicklichkeit bekommen, welche im Verlaufe des Feldzuges noch sehr zu Stallen käme, während sie sonst eben stets Dilettanten blieben.

Die Cavallerie-Pionniere brauchen daher, nachdem die Leitung und Anordnung der schwierigeren Arbeiten Andern überlassen würde, sich nur zu lächtigen Hilfsarbeitern auszubilden, welches in kürzester Zeit erfolgen kann.

Die dem Cavallerie-Pionnier vorkommenden Verrichtungen werden im Allgemeinen folgende sein:

1. In der Erdarbeit:
a) Ausbessern von Wegen und Strassen.
b) Abgraben von Strassen und Bahndämmen.

c) Herstellung von Kampen zur Passirung abgegrabener Strassen oder von Bächen mit steilen Rändern, von Hohlwegen etc.

d) Herstellen von Jägergräben und Epaulements.
e) Ausheben von Latrinengruben.

[ocr errors]

2. In der Holzarbeit:
a) Herstellen eines Cavallerie-Steges.
b) Abwerfen und Zersägen von Brücken.
c) Fällen der Bäume und Bildung von Verhauen.

3. Gemischtë Arbeiten: a) Aufreissen von Bahngeleisen, Zerstörung von Wechseln, Locomotiven etc.

6) Abtragen von Eisenconstructionen bei Brücken (das Sprengen scheiden wir aus).

c) Herstellen von Verrammlungen, Vertheidigungs-Instandsetzung ron Gebäuden etc.

d) Herstellung von Pferdeschwemmen und Tränken.
e) Seilverbindungen.

Es ist leicht zu ersehen, dass dies lauter Arbeiten sind, zu welchen man ausser einer kleinen Erklärung Nichts bedarf, als der Übung im Gebrauch der Erdwerkzeuge (Krampe und Schaufel): dann der Axt und der Säge, endlich des Stahlmeissels, des Schlägels und des französischen Schraubenschlüssels, — kurz die Kenntniss des Gebräuches der Werkzeuge, welche die Ausrüstung der Cavallerie-Pionniere ausmachen.

Von den vorangeführten Verrichtungen braucht daher thatsächlich Nichts weiler geübt zu werden, als die unter 1 d, unter 2 a und c, dann 3 a und e. Zur Übung im Gebrauch der Hacke und der Kettensäge müssen einige Balken disponibel gemacht werden, falls nicht Zinimerleute genug beim Pionnier-Zug eingetheilt wären, für welche natürlich eine Übung übérflüssig ist.

Die ganze Ausbildung wird allerdings sehr einfach; só kurz indess die für diesen Unterricht nothwendige Zeit ist, derselbe wird doch erschwert, wenn man die zerstreute Dislocation der Cavallerie und den Mangel an Übungsmaterial bedenkt. In jenen Garnisonen, in welchen oder in deren Nähe Genie- oder Pionnier-Truppen stationiren, ist der Nachtheil leicht behoben, wenn man, wie es im Jahre 1870 bereits geschah, die Cavallerie-Pionniere den Erstern zur Ausbildung übergibt. Im andern Falle sollte man wenigstens für die ersten Jahre die Commandanten der Pionnier - Züge, und die Unterofficiere zum Mindesten auf 14 Tage den technischen Truppen zur Ausbildung zutheilen, um dann das Erlernte in ihrem Regimente weiter zu verbreiten.

Wir hoffen, dass sich das Institut der Cavallerie-Pionniere in künftigen Kriegen als sehr erspriesslich, ja nothwendig erweisen wird, und glauben, dass bei der gegenwärligen Organisation und bei der vorgeschlagenen Ausbildung und Ausrüstung es allen Anforderungen entsprechen könne.

Bru'n ñ é F. malli

Das schweizerische Militärwesen.

Erläutert durch die Truppen – Aufstellung der Schweiz im Juli und August 187O.

Von Hauptmann Otto Gerstner.

Die Schweiz will nicht nur neutral heissen, sie will es auch in der Tat sein, und daher rührt die Erscheinung, dass die Masse ihrer Bevölerung allen Fragen auswärtiger Politik gegenüber vollkommen theilnahmslos t. Die politischen Störungen im Juli v. J. trafen sonach die Schweizer zlich unerwartet, und der ausserordentlich rasche Verlauf der Krisis ugte im ganzen Lande eine tiefe Erregung. Die schwierige Lage der weiz bei einem Kampfe zwischen den beiden mächtigen Nachbarstaaten grell hervor und rief ernste Bedenken politischer sowohl als militärischer ur wach. Das unbehagliche Gefühl wurde gesteigert, weil sich Jedem Bewusstsein aufdrängte, wie verlockend eine Grenzverletzung zwischen und dem Bodensee für Preussen sowohl als Frankreich sein müsse, Jeder fühlte die Nothwendigkeit sich dagegen vorzusehen. Durch die diplomatischen Agenten von der Sachlage informirt und nach auf den unmittelbaren Ausbruch des Krieges gefasst, erwog der undesrath die schwere Aufgabe, welche an die Schweiz herantrat, und welhe Massnahmen zu treffen seien, um die Neutralität und die von derselben ängige politische Unabhängigkeit des Landes zu sichern. Als daher die Kriegserklärung erfolgte, traf sie wenigstens den BunE nicht unvorbereitet: alle militärischen Vorkehrungen wurden wie Einem Gusse erlassen. Die Stellung der Schweiz im entbrannten Conflicte ward bereits am 4. Juli den europäischen Mächten notificirt, speciell die Gesandten in Paris nd Berlin beauftragt, den Regierungen Frankreichs und des norddeutschen es zu erklären, dass die Schweiz entschlossen sei, ihre Neutralität mit Nachdrucke zu wahren. Um diesen Entschluss an der Nord- und Nordwest-Grenze durchzuühren, wurde am 16. der Auszug von fünf Divisionen aufgeboten. Dem örigen Theil des Bundesheeres wurde gleichzeitig die Bereitschaft angekündigt, er, wie man in der Schweiz sagt: Er wurde „auf's Piket gestellt.“ Dieses Aufbieten militärischer Kräfte seitens der Schweiz bietet Gelegenheit, den Werth der militärischen Institutionen dieses Landes zu würdigen; denn im Frieden befindet sich das gesammte Militärwesen in einer so geringen Anspannung, ist überdies auch theilweise den Cantonen so sehr überlassen, dass ein nur annähernd richtiges Urtheil über Werth oder Unwerth des schweizerischen Heerwesens dann nicht leicht möglich wird. Österr. militär. Zeitschrift. 1871. (1. Bd.) 20

« ZurückWeiter »