Saemmtliche Werke, Band 13

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1814
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Seite 192 - Als gält' es, Felsen zu verglasen. Des Wassers und des Feuers Kraft Verbündet sieht man hier; Das Mühlrad, von der Flut gerafft, Umwälzt sich für und für; Die Werke klappern Nacht und Tag, Im Takte pocht der Hämmer Schlag, Und bildsam von den mächt'gen Streichen Muß selbst das Eisen sich erweichen.
Seite 274 - Aber mit sanft überredender Bitte Führen die Frauen den Zepter der Sitte, Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht, Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen, 60 Sich in der lieblichen Form zu umfassen, Und vereinen, was ewig sich flieht.
Seite 141 - Der Mann muß hinaus ins feindliche Leben, muß wirken und streben und pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen, muß wetten und wagen das Glück zu erjagen.
Seite 159 - Eine Mähr aus alter Zeit, Die ich selbst nicht ohne Grauen Euren Ohren kann vertrauen; Denn mit Schrecken sollt ihr schauen, Wie ein Ritter sonder Glimpfs Rächte seines Bettes Schimpf. .M^W >W 1) Sonder Glimpf gehört zu rächen. Ohne Schonung rächte er seines Bette
Seite 231 - Nie entschlüpfte ihm, selbst wenn er heftig gereitzt wurde, ein unanständiger Ausdruck oder ein Fluch. Er war gottesfürchtig, ohne abergläubisch zu sein, er beobachtete gewissenhaft alle Vorschriften der Religion und hielt es nicht unter seiner Würde, seinen Hausgenossen hierin ein Beispiel zu geben. Sein Wort war ihm unabänderlich heilig und was er nach reifer Überlegung beschlossen hatte, war durch keine Überredung mehr zu erschüttern. Seine Tracht war immer die vaterländische, eine Art...
Seite 225 - der Schutzgeist der Unglücklichen und Bedrängten. Er brachte den Fürsten die Bitten derjenigen vor, die etwas bei ihnen zu suchen hatten. Seine Taschen wurden nie von Memoralien und Bittschriften leer. Und so wenig er imstande war, etwas für sich selbst zu erbitten, so willig und glücklich war er in Erfüllung dieser Pflicht für Andere.
Seite 15 - Blättern herabsenden, wandle ich ruhig und unbekümmert. Die Vögel des Himmels, die in den hohen Wipfeln sich ihre luftigen Wohnungen wählten, flattern ängstlich umher und beben vor dem Untergange, der ihren Nestern droht; aber unbekümmert schlüpft die grünliche Eidechse hin und her, treibt sorglos ihr Geschäft, und läßt den Wind toben, der ihrer stillen Wohnung nicht schaden kann. Holdes Bild der seligen Mittelmäßigkeit und Verborgenheit, die du in niedrigen Hütten bey Einfalt und Ruhe...
Seite 186 - Nicht mehr so achtlos, wie sonst, geht der Österreicher durch die Segensfülle hin, mit welcher eine unerschöpflich reiche Natur sein Land geschmückt hat, und erwirbt sich die Achtung des Auslandes/ weil er sich selbst achten gelernt hat. Auch unsere schonen Gegenden , der mannig« faltige Reitz, der das Land in lieblicher Abwechselung von Gebirgen und Flichen zierc, wird seit einigen Jahren betrachtet.
Seite 223 - Da nahm ein alter Haushofmeister des Fürsten, der trotz dieser Wildheit doch des Knaben gutes Herz und seine trefflichen Anlagen erkannte, sich seiner an, hielt ihm einen Lehrmeister, bei dem Angelo in siebzehn Tagen Deutsch schreiben lernte und die innigste Anhänglichkeit des Knaben und seine schnellen Fortschritte in jeder Art des Unterrichtes, den er...
Seite 228 - Mahle , jetzt aber mit seiner Familie, den fürstlichen Pallast. Er lebte still und eingezogen wie vorher, und nur in dem Umgange einiger Freunde und der Wissenschaften , die er mit Lust und Eife^ trieb. Geschichte war sein Lieblingsstudium ; sein treffliches Ge« dächtniß unterstützte ihn hierin, und er wußte von allen merkwürdigen Personen und Begebenheiten Nahmen, Jahrzahl, Geburtsjahr us w.

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