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gleichen Zweck erschienenen Knaben des kleinen Schubert gewahr wurden, der, nach damaliger Sitte mit einem lichtblauen fast weißlichten Rocke angethan, daher kam, meinten sie, das wäre gewiß eines Müllers Sohn, dem könne es nicht fehlen.

Wie nicht anders zu erwarten, erregte Schubert's Probe. singen die Verwunderung der prüfenden Herren; er hatte die ihm vorgelegte Aufgabe so vortrefflich gelöst, daß seine Aufnahme als Sängerknabe in die Hofcapelle und als Zögling in das Convict ohne weiters erfolgte; und die Uniform, mit der goldenen Vorte daran, jür deren Glanz auch Schubert nicht unempfänglich war, mußte über den schweren Abschied hinaus. helfen, den der Knabe von allen jenen, die ihm bisher im Leben nahe gestanden, für längere Zeit hinaus zu nehmen hatte.

Er war nun Sängerfnabe der kais. Hofcapelle; da er übrigens auch die Violine mit ziemlicher Fertigkeit zu spielen verstand, wurde er dem sogenannten kleinen ConvictistenOrchester zugetheilt, dessen Aufgabe es war, größere Tonwerke, namentlid, die Sinfonien von Haydn und Mozart, dann die damals noch mit verwundertem Blicke angesehenen Werke Beethoven's in fast täglichen Uebungen einzustudiren und zu Ausführungen vorzubereiten.

Von diesen Musiken waren es namentlich einige Adagio's aus Haydn'schen Sinfonien und die G-Moll-Sinfonie *) von Mo. zart, welche auf den mehr ernsten, gegen seine Umgebung nicht sonderlich freundlichen Knaben tiefen Eindruck machten, der sich aber beim Anhören der Sinfonien von Beethoven sofort zum Entzücken steigerte. Seine Vorliebe für diesen legteren trat schon damals entschieden hervor; war es doch ihm, wie

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