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nirte daran ohne die hierzu nöthige Lust und Liebe, und die Operette verschwand bald wieder von dem Repertoir. Troßdem enthielt sie aber, wie kaum anders zu crwarten stand, ein paar hübsche Musikstücke; der Introductionschor und zwei Arien, von Vogl vorgetragen, erhielten großen Beifall, und die Instrumentirung und Behandlung des Ganzen ließ durchaus keinen Anfänger vermuthen.

Bedeutender war die Musik zu dem Melodram ,, die Zauberharfe“, welches ebenfalls im Jahre 1820 im Theater an der Wien zur Ausführung gelangte. Es erhielt ziemlichen Bei. fall und wurde etwa ein Dubend Mal gegeben. Auch hier war das Teptbuch ganz bedeutungslos, scheint jedoch durch den märchenhaften Stoff die Fantasie des Componisten angeregt zu haben *).

Im Jahre 1821 wurde Herold's Zauberglöckchen (les clochettes), ebenfalls cine Zauberoper, im Operntheater zur Aufführung vorbereitet, und Schubert aufgefordert, ein paar Einlagen dazu zu componiren. Diese bestanden in einer TenorArie, von Rosner gejungen, und in einem komischen Duett für Tenor und Baß, welche beide Stücke, namentlich das Duett, großen Beifall erhielten.

Ein entschiedener Wendepunkt für Schubert trat in eben demselben Jahre ein, als Vogl in einer, im Kärnthnerthortheater veranstalteten Akademie **) den Erlfönig unter rauschen

*) Das dem Componisten zugejagte zonorar von 500 fl. entging ihm bedauerlicher Weise durch die eingetretene Zahlungsunfähigkeit des Theater-Internehmers.

**) Es war dies die alljährlich, damals am 7. März (Uschermittwoch) von der Gesellschaft adeliger Damen zur Beförderung des Guten und Nüglichen Abends im Operntheater veranstaltete musikalisch- decla.

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