Tasten - Riechen - Schmecken: eine Ästhetik der anästhesierten SinneKönigshausen & Neumann, 2005 - 494 Seiten Die vorliegenden Studien vollziehen eine dreifache Reflexion: 1. auf die Erfahrung des Tastens, Riechens und Schmeckens, 2. auf ihre ästhetische Dimension und 3. auf ihre sprachliche Mitteilung, die durch Metaphorik und Narrativität gekennzeichnet ist. Dafür bedient sich die Arbeit phänomenologischer Analysen (Husserl, Straus, Merleau-Ponty, Tellenbach), naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse genauso wie psychologischer und psychoanalytischer, philosophie-, kultur- und kunstgeschichtlicher, ethnologischer und soziologischer und nicht zuletzt historisch-anthropologischer Interpretationen. Die Verfasserin setzt das Projekt der Aisthetik (Welsch, G. Böhme, Seel, Berleant) fort, d. h. sie legt der Kunsttheorie eine Sinnesanthropologie zugrunde und argumentiert die Notwendigkeit, die Thematik der Ästhetik auf Formen aller Sinne, einschließlich auf Design und Stadtplanung, auf Parfümerie und Gastronomie, zu erweitern. - Einzelne Kapitel behandeln ausführlich die haptischen Qualitäten in den bildenden Künsten, das Tattoo, den Tanz und die Kunsterfahrung der Blinden. Die Gerüche werden entweder indirekt in der Malerei suggeriert oder sie sind direkt anwesend in Kunstinstallationen und in synästhetischen Kunstformen (Gärten, Architektur, "urban smellscapes", avantgardistische Experimente etc.). Die Schriften der Parfümeure entkräften die Einwände der Philosophen gegen eine Ästhetik der Parfums. Nicht zuletzt entwickeln sich die gastronomischen Stile und die Eat-Art als zwei parallele Richtungen, die beide das ästhetische Potential des Geschmackssinns verwirklichen. |
Inhalt
EINFÜHRUNG ODER WENN HÖREN UND SEHEN VERGEHEN | 15 |
ENTFERNUNG | 23 |
EntFernung und Befindlichkeit | 29 |
Das Projekt der Aisthetik | 39 |
SynÄsthetik | 56 |
DENKEN DIE KUNST | 63 |
Tastend im Denken | 73 |
Tastend im Denken die Kunst | 91 |
Aesthetical Correctness? | 239 |
Die Ästhetik der Olfaktorik | 265 |
VOR DEM GERICHT | 313 |
Der Mensch ist was er isst Selbst Beziehung und Gesellschaft aus einer | 331 |
Der Geschmack der Wörter | 349 |
Gastronomische Ästhetik | 367 |
Künstler kochen | 397 |
Manifeste des Geschmacks Gerechtigkeitsmodelle in gustativen | 421 |
Tattoo Phänomen einer Katachrese | 139 |
Bewegung und Berührung Zum Verhältnis von Kinästhesen | 155 |
EINE ÄSTHETISCHE VERSUCHUNG | 181 |
Versuch über den Geruch | 203 |
Geruch Identität Gedächtnis Die Konstitution des Subjektes durch | 223 |
DER PRIMÄRE SINN EINER ÄSTHETIK DER SEKUNDÄRSINNE | 437 |
Der ästhetische Diskurs zu den Sekundärsinnen | 451 |
Kunst als Labor der Kultur und die ästhetische Paideia | 459 |
| 469 | |
Häufige Begriffe und Wortgruppen
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