Die Landschafts-Gärtnerei: ein handbuch für Gärtner, Architekten und Freunde der Gartenkunst

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Haessel, 1888 - 316 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 125 - Badi, ist die Seele der Landschaft; das Wasser zieht die Aufmerksamkeit des Menschen mit unwiderstehlicher Gewalt auf sich . . . Ein Fluß . . . zeigt an seiner Quelle und Mündung einen wesentlich verschiedenen Charakter. Mit jugendlichem Ungestüm wälzt er sich ueber sein felsiges Bett, nach und nach verlöscht das Feuer der Jugend . . . (er) vermittelt den Verkehr des flachen Landes mit dem Meere, in dem er endlich sein rastloses Wirken beschliesst.
Seite 16 - Necht behauptete er, sie seien die unsichtbaren Führer, welche den Beschauer unbemerkt auf die schönsten Punkte leiteten, und es komme alles darauf an, wie eine Gegend oder auch ein Gegenstand in derselben gezeigt werde.
Seite 66 - Aushauen von zirka 500 Klaftern nicht nur eine sehr malerische gezackte Linie gegen den Himmel, sondern auch ganz verschiedene Farben gegeben, indem die vorderen Gruppen schwarzgrün hervortreten, die entfernteren lichtgrün erscheinen, und die ganz weiten, die nun erst sichtbar geworden, in verschiedenen blauen Nuancen sich darstellen. Eine ganz kunstgemäße Nuancierung. Und doch ist es nur ein und derselbe niedrige Kiefernwald, kein Baum darin über 40 bis 50 Fuß Länge und alle von gleicher...
Seite 17 - Große nicht zu beeinträchtigen, ließ er auch die nothwendigen Wege so wenig als möglich sichtbar werden, und immer nur da, wo dieses Sichtbarwerdenlassen zur Charakterisirung der Umgegend nothwendig war." „Nachdem die Wege bestimmt waren, ging der Fürst an das Abstecken der Pflanzungen, zuerst der größeren Massen derselben, um erst das Bild in seinen großen Umrissen und Grundrissen gewissermaßen festzustellen, dann an die Prosilirung des Bildes durch Aufstellung einzelner, namentlich 214...
Seite 267 - ... freuen; Unrecht hat er nur dann, wenn er seine Koniferensammlung einen Park nennt, oder wenn er im Landschaftsgarten seine Sammlung unterbringen will, auf Kosten der harmonischen Gartengestaltung, auf Kosten der Schönheit des ganzen Landschaftsbildes! „Das Studium der Nadelhölzer", sagt Petzold...
Seite 45 - Bei aller Willkür im Einzelnen, hat indessen die Erscheinung ihre Gesetze. Die Färbung ist im Anfang am tiefsten, ihr Fortschritt ist eigentlich ein Ausbleichen, das freilich oft noch die herrlichsten Töne hervorbringt.
Seite 16 - ... eine Gegend oder auch ein Gegenstand in derselben gezeigt werde. Ihre Führung war eine ungezwungene, gleichsam sich von selbst ergebende, und ihre Bauart je nach ihrer Bestimmung als Fahr- oder Fußwege bequem und zweckmäßig. Das „Zuviel" hat er hierin stets vermieden; jeder Weg mußte seinen bestimmten Zweck haben, und dieser stets in die Augen springen.
Seite 175 - Waldbestaudes im Auge, dieser verfährt dabei nur nach den Regeln der Aesthetik und unter Berücksichtigung des landschaftlichen Interesses; auch die Erhaltung des Waldbestandes ist demgemäss ganz verschieden von der der Parkpflanzung. Der Forstmann entfernt alle diejenigen Bäume, welche ihren vollen Wuchs erlangt haben und zum sofortigen Verbrauch geeignet sind, sowie die, welche durch zu grosse Nähe sich gegenseitig im Wachsthum hinderlich sind; er will hohe, gerade Stämme ziehen. Deshalb finden...
Seite 44 - Eigenthümlichkeiten in diesem Eindrucke genügen. Es ist vor allem bedeutend, dass die Herbstfärbung hier zu Lande Schritt für Schritt kommt und für jeden Baum und Strauch einige Zeit dauert. Grosse Gruppen folgen auf einander. Löscht eine ihre Flammen, so zündet die andere ihre an, als ob eine von der anderen die Glut nehme. Erstirbt der Rothahorn mit seinem Feuerroth und Purpur, so bricht sein Genösse, der Zuckerahorn, in lichteste Goldfarben aus, und wenn dieser welkt, kommen die Eichen...
Seite 275 - Die Bäume schwerer Form", sagt Petzold, „sind besonders geeignet, die Schattenpartien der Landschaft zu bilden, wozu sie schon der dunkle Farbenton ihres Laubes geschickt macht. Wollte man sie ausschließlich anwenden, so würde die Gruppierung zu schwerfällig und massig erscheinen; leichtere Formen müssen ihnen das Gleichgewicht halten.

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