Abbildungen der Seite
PDF
EPUB

rückte nun wieder vor, und es war zu befürchten, daß die Franzosen auch auf dieser Seite große Vortheile er: ringer würden. Zwei Kanonen' waren in ihre Hände gefallen. - Dod das 4. Bataillon Warasdiner Grens zer schlich rich hinter dem am linken Ufer des Alpon fortlaufenden Damme vorwärts, und machte plöglich ein so verbeerendes Feuer auf die Franzosen, welche auf dem Damme am weitesten gegen Arcole vorgedrun, gen waren, daß die meisten derselben dahin gestreckt wurden, die übrigen floben, und i Kanone zurück ließen.

Gen. Mitrous by fammelte, um Mittag,, feis ne Truppen an der Brücke von Arcole. Er theilte dieselben fur ferneren Vertheidigung auf folgende Art ein: Auf dem rechten Damme, gegen Ronco, stellte er 4 Bataillons und 1 Eskadron Husaren, unter dem Befehl des Oberít Sticker, -- auf dem linken Dams me, gegen Albaredo den Oberst Brigido mit 4 Bataillons und } Eskadron Husaren. Weil bei der Brücke des Alpon, und auf den Dämmen selbst, so viele Trup: pen, aus Mangel am Raume, nicht zugleich verwendet werden konnten, so wurden vier dieser Bataillons, nams lich zwei von jeder der beiden Brigaden, bei dem Dorfe Arcole als Reserve aufgestellt. — Ein Bataillon stand ju San Bonifacio als Rückhalt. Ebenfalls auf dem linken ut fer des alpon wurde der Major Milos radovic, mit 2 Bataillons, i Eskadron, bei den einzeln gelegenen Häusern von De$monta postirt. Dieser entsendete 2 Kompagnien nach Albaredo; und vertheilte einige andere Kompagnien längs dem am linken Ufer hinablaufenden Damme, bis an den Winkel, wo sich der Alpon in die Etid ergießt. –

Mebrere neue Versuche 2 uger e a us, an die Brücke von Arcole vorzudringen, wurden bereitelt, Auf dem Damme schlug man fidy mit Hartnäckigkeit und beiderseitigem großen Verlust. Die kämpfenden Parteien trieben einander wechselweise zurück. Die auf dem Damme jenseits des Alpon (auf dem linken Ufer) aufgestellten Kompagnien des Major Miloras dovich feuerten den französischen Kolonnen, so oft diese auf dem diebseitigen (redten) Ufer vorrückten, mit großer Wirkung in die Flanke. Lugereaus Vers such, dieselben mit Haubiggranaten aus ihren Posten zu vertreiben, hatte keinen Erfolg.

Uud trugen jene östreichischen Abtheilungen dazu bei, mehrere Ver: fuche der Franzosen zur Übersegung des unteren Alpon, zu vereiteln.

Der französische Oberfeldherr hatte sich nämlich überzeugt, daß jeder Angriff auf die Fronte der Stel. lung von Arcole, an der Standhaftigkeit der Ostreider scheitern müsse. Der Tag neigte sich bereits zu seinem Ende, und noch war es nicht entschieden, wer den Kampf-plak behaupten würde. Bonaparte ordnete nun einen Übergang über den Alpon, j u n ä сh it an seinem Einfluffe in die Etid, an. Er selbst eilte am redten Ufer des Baches binab, an eine schicklich scheinende Stelle, und befahl, eine Brücke oder Damm von Fardinen quer durd den Bad zu errichten. Ges lang dort der Übergang, fo wollte er dann den linken Flügel der östreichischen Stellung durch einige Halbs brigaden umgehen lassen. Die französische Besatzung von legnago batte, für diesen Fall, ju gleicher Zeit den Auftrag erhalten, längs der Etsch, und über Cologna, beraufzurücken, und diesen östreichischen Flügel zu beuns

ruhigen. Uuch war der General - Adjutant Biar um dieselbe Stunde von Bonaparte mit einer Halbs brigade, von Ronco aus, am rechten Ufer der Etsch hinabgeschickt worden, um eine Furt aufzusuchen, auf der er durch den Fluß dringen, und die am linken Ufer des Alpon aufgestellten Truppen des Major Milorados vich im Rücken nehmen könnte. Aber so wie am Alpon alle Anstrengungen zur Verfertigung des Fardinendammes fruchtlos blieben, so mißlang auch an der Etsch der Versuch des Überganges. Obwohl Pial sich mit seinen Leuten bis an den Hals in den Fluß gewagt hatte, vermochte er es doch nicht, das jenseitige Ufer zu er: reichen.

Während dieser Zeit hatte Augere a u seine Angriffe auf dem Damme von Arcole nochmals wieders bolt. Der Gen. Mitrovsky drang mit einem Sheile der im Rückhalt aufgestellten Truppen auf dem Damme vor, nahm den Franzosen nod i kanone) i Haubi: be, und eine Anzahl Gefangener ab. Dod Bonaparte regte dem Vordringen der Ostreider dadurch ein Ziel, daß er eine Artillerie - Kompagnie mit vier leichten Stücken vorrücken ließ, deren Feuer den Damm der Länge nach bestrid, und die östreichische Solonne aufs hielt. Mit Einbruch der Nacht meldete Gen. Grar Mi: trovsky aus Arcole: „der Feind habe die den gans zen Tag fortgedauerten Gefecte am Abend mit einem neuen Angriff beschlossen, bei weldem er auch, so wie am vorigen Abend, die linke Flanke tourniren wollte. Doch ren des Feindes Vorhaben gänzlich mißlungen.“ Nach Unführung der oben erzählten Umstände, fügt er hinzu: „Er (dicke so eben eine Abtheilung von 70 Mann auf Patrulle gegen Legnago, und lasse la Cucca und Ostr. milit. Zeitf.4. 1829. Il.

F

Sabione, jedes mit einer halben Kompagnie, be:

seßen.“

Der kaiserliche 'linke flügel war also im Besige von Albaredo und des Dammes oor Arcore geblieben. Die von Massena gegen Provera erfochtenen Vortheile hatten daher für die französische Armee keinen weiteren Nußen. Die östreichische Armee batte im Gan: zen, - weil Bonapartes Plane gegen die linke Flanke derselben gescheitert waren, -- an diesem Tage die Ober: hand behalten. Bonaparte räumte bei einbrechender Nacht nod einmal das Schlachtfeld, und führte den Rückzug, über die Brücke bei Ronco, nad dem recten Ufer, in jene Stellungen aus, welche er auch in der vorhergebenden Nacht inne gehabt hatte. Nur die 12. Halbbrigade wurde, zur Dedung des Brückenkopfes, auf dem linken Ufer gelaffen. *)

*) Wir fügen hier die wenigen Zeilen bei, mit welchen

das Mémorial de Sainte - Hélène (T. III. p. 205) pie
Begebenheiten dieses Tages schildert. „, um drei Uhr
„Morgens war Ulvinky von dem Nückmarsch der Fran:
„goren unterrichtet. Er ließ Arcole sogleich beseßen,
„und beim Tagesanbruch zwei Kolonnen auf den bei:
den Dämmen, an der Etsch (von Poreile) und bei
„Arcole (am Alpon), gegen uns vorrücken. Das Mus:
„nketenfeuer begann nur zweihundert Klafter von unse:
„rer Brücke entfernt. Die Truppen gingen im Sturm-
„Ichritt über dieselbe, fielen über den Feind her, warfen
„ihn über den Haufen, und verfolgten denselben bis an die
„Uusgänge der Moräste, welche er mit seinen Todten an:
„füllte. Kanonen, Fahnen und Gefangene waren die
» Trophäen dieses Tages, an dem zwei andere Divisio:
„nen Alvinkys aufgerieben wurden. — Am Abend führ:
te der französische Feldherr, aus den nämlichen Grün-

[ocr errors]

Der FZM. Aloin sy konnte 'aus der Hartnacigkeit, mit welcher der französische Oberfeldherr seinen Plan, die Straße von Vicenza zu gewinnen, durch zwei Tage unausgesegt verfolgt hatte, ídließen, daß dieser Kampf auch am nächsten Tage erneuert werden würde. Da der östreichische Feldherr im Laufe des 16. Novembers von dem Korps des FML. Davidovich Keine Nachricht erhalten hatte, so konnte er kaum länger zweifeln, daß dieser General bisher noch nicht aus Sirol hervorgebrochen war. Daher mußte wohl die Hoffnung, die Vereinigung mit ihm i enseits der Etsch a uszuführen, fast ganz aufgegeben werden. Dadurch wäre dann ein Angriff auf Verona,' bei der dermaligen lage ohnehin , wegen der Entfernung von dem Kampfplaße an Alpon, sehr gewagt, - auch ohne Nußen für die nächsten Operazionen gewesen. Der FZM. Alvintay konnte nicht länger mehr einen bedeutenden Theil seiner Truppen, - auf die bloße Möglichkeit hin, daß das Tiroler Korps vielleicht doch Rivoli genommen haben könnte, - in Untbátigkeit, und in einer gefahrdrohenden Entfernung von dem Rückzugspunkte Villanova, stehen lassen. Er befahl also auch dem Gen. Prinz Hohenzollern, mit der Vorhut nad Caldiero zurückzumarschiren, wo mit der Nadt

„den und Berechnungen, die nämliche Sewegung wie „am vorhergegangenen Abend aus. Er sammelte alle „seine Truppen auf dem rechten Ufer der Etsch, und „ließ nur eine Vorhut auf dem linken Ufer.“ Beis nahe wörtlich gleich ist die Erzählung der Begebenheiten dieses Tages in den Mémoires de Nap. Tome III. p. 407-408.

« ZurückWeiter »