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» den Mémoires de N., T. III. page 406, lautet: »»Unterdessen hatte Davidovid mit dem Tiroler Korps

la Corona angegriffen, und erobert. Er stand sin Rivoli. Vaubois hatte sich auf den Höhen von nn B uffolengo (Bassolingo heißt es im Origi: unal) aufgestellt.““ –

„Schon erschienen,“ – fährt das Mémorial auf Seite 203 fort, „die feindlichen Vortruppen (les coureurs ennemis) an den Thoren Veronas.“ — (Hier find die Vortruppen des Tiroler Korps gemeint; wie die folgende Stelle beweist.) - „Kilmaine, „welcher sich von Alvinky), und von jeder Beforgniß auf „dem linken ufer der Etsd, durch die Räumung mjoon Caldiero, befreiet sab, hatte seine ganze Aufmerka, famkeit auf das rechte Ufer gewendet."

Die Vortruppen des FML. Davidovi do stans den am 15. November vor Dolce und Madonna della corona,

zwischen ihnen und Verona die Division V a ubois in der, noch unangegrifs fenen, Stellung von Rivoli. Es gab also keine Gefahr für Verona auf dem rechten Ufer der Etsd. - Dagegen stand die Vorbut des Friauler Korp 8, unter dem Gen. Prinz zu Hohenzollern, auf dem linken Ufer vor Verona, bei San M a r's tino, und deckte dadurch das noch immer in Goms bion befindliche Hauptquartier des F3Ms. Aloinky. -Es ist also bei Verona gêrade das Entgegengesepte vom dem, was das Mémorial und die Mémoires er. zählen, - wirklich geschehen.

Auf jene angegebenen, aber in der Wirklichkeit damals no d gar nicht stattgehabten, Ereigniffe bei Ripoli, soll nun am 15. November

ورود

Abends der Rückzug über die Etsch gegründet gewesen seyn. „Es war nämlich zu befürchten“ (sagt das Mémorial weiter) „daß, wenn der Feind mit Ernst „auf Castelnovo vordrang, er den Gen. Þaubois aufo „rieb, vor Mantua ankam, das Blockadekorps über: „raidte, fid mit der Garnison vereinigte, und dem bei „Ronco befindlichen Hauptquartiere und der Armee den „Rückweg abfchnitt.“ (In den Mémoires page 406 lautet diese Stelle fo;„„Wenn, aber Davidovich auf „Vaubois losging, und diesen, zwang, sich auf Mans „„tua zu werfen, so bewirkte er [Davidovich), daß wybie Blockade dieser Stadt sogleich aufgeboben wer: „den mußter und schnitt dem bei Ronco befindlichen „Hauptquartiere und Heere den Rückzugsweg ab.““).

„Man mußte daber mit Unbruch des Tages (des „16. Novembers) in der Verfassung fenn, Vaubois zu „unterstüßen, die Blockade von Mantua und die Ber: ,,bindungsstraffen („„der Armee“) zu decken, und den „Gen. Davidovich zu fdlagen, wenn derselbe im Laufe des Tages weiter porgerückt wäre. Damit dieser Plan ngelänge, mußtendie Stunden berechnet werden. Er „der Oberbefehlshaber“), befaloß also, in der „Ungewißheit über das, was im Laufe des „Eages (des 15.) geschehen seyn mp dyte, vors „auszusehen, daß auf der Seite Vaubois Udes schlimm „gegangen wäre“ („,,daß er geworfen worden sen, und nfic znischen Roperbeda und Çastelnovo aufgestellt „babess). – „Er ließ Urcole, welches so viel Blut ge„kostet hatte, räumen, 399 seine ganze Urmee auf das „rechte Ufer der Etsd zurück, und ließ nur eine Bria „gade mit einigen Kanonen auf dem linken Ufer stes „ben. Er befahl, in dieser Stellung abzukochen, und

, erwartete so die Berichte über das, was an diesem ,, Sage (den 25.) bei Vaubois vorgegangen wäre. In „Falle der Feind (FML. Davidovid) über Castelnovo „„„über Riooli“) porgerückt war, mußte dann ,,Die Brücke über die Etsch abgebrochen werden. Die ,,Arinee mußte vor Alvinky verschwinden, um zehn ,,Ubr (am 16. Wormittags) hinter Baubois bei Castel. „novo eintreffen, und den Feind" (das Tiroler Korps) „gegen Rivoli zurücktreiben. - Man hatte bei Arcole ,,die Lagerfeuer brennen, und die Hauptpiketer ausge: „stellt gelaffen, damit Alving den Abmarsch nicht bes ,, merkte. Um vier Ufé Morgen $ (a m 16.) wurs ,, de zum Aufbruch getrommelt, um zum Marfde bereit „zu senn. Uber in demselben lugenblicke erhielt Bona„parte die Meldung, daß Vaubois noch auf dem „halben Wege zwischen Rivoli uño Castele „novo aufgestellt Ten, und sich diesen ganzen Tag zu hal. „ten versprechesi („meldete ein offizier Vaubois,“ sagen die Mémoires Seite 404; „daß derselbe noch um rechs Uhr Ubends in der Stellung bei Russolino (Bussolengo ?] ftand, und daß Davidovich nicht wei: ter vorgedrungen war").

Vaubois war aber am 15. noch gar nicht in reiner Stellung vor Rivoli angegriffen worden. Er stand in derselben noch den ganzen 16. November, und die darauf folgende Nach to Der Angriff geldab, — wir wiederholen es nochmals, - erst am 17. November,' und am Abend dieses Tages erst zog sich Vaubois nad C a ste I-novo, am 18. nach Peschiera, und hinter den mins cio, furück.

Zweiter S dla dottag; der 16. November.

Am 16. November, mit Anbruch des Tages, gingen die Divisionen Augereau und Maffena zum zweiten Male über die Brücke bei Ronco, auf das linke Ufer der Ersd, und rückten, die Erste auf dem Damme gegen Arcole, die zweite auf jenem, welder gegen Bionde führt, dor. Sie hatten noch keine große Strecke zurückgelegt, als sie auf die öst: reidisden Kolonnen stießen, welche ebenfuus im Vor: rücken waren, um die Brücke bei Ronco anzugreifen. Die Kolonne des FML. Provera zog von Belfior di Porcile,- der Haupttheil der Truppen des Gen. Nitrovsky von Arcole berab. Bon den Leşteren marsdirten zwei Bataillons, unter Major Miloradovich, am linken Ufer des Alpon gegen Albaredo, um diesen Übergangspunkt der Etsch zu bewachen. —

Der Vortrab der Kolonne des FML. Provera war schon um fünf uhr Morgens über Bionde vorges rückt, und batte aus diesem Orte ein französisches Des tasdement verjagt. Die Kolonne stieß in ihrer Vorrűs ckung, bei la Zerpa, auf die Division Mairena. Das vorderste öftreichische Bataillon machte Halt, und empfing den Feind mit befrigem Feuer. Aber dadurch perlor die Kolonne den Vortheil der Offensive. Die fran: zösischen Karabiniere griffen lebhaft an. Tirailleurs warfen sich in die das linke Ufer der Etsch einfassenden Gebüsde, und beschossen die auf dem Damme bloßgestellte östreichische Kolonne in der rechten Flanke. Diese Truppen konnten, der zu beiden Seiten gelegenen Moräste wegen, sich nicht entwickeln, und bei der einreißenden Unordnung auch nidr mehr zum Fahnellen Vormars

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gebracht werden. Es verbreitete sich in der Kolonne ein. wirkungsloses Geplänker. Der vordere Sheil derselben jog fide von der Höhe des Dammes, auf der linken 26s dachung, gegen die Moräfte binab, um weniger dem feindlichen Feuer ausgeseßt zu seyn. Aber einige Artilles risten standen unerschüttert auf dem Damme, und hiels ten durch ihr wirksames Kartátidenfeuer die Division Massena im Vorrücken auf. - Der in diesem Moment erfolgte Tod des Gen. Bra becť vollendete die Pers: wirrung. Die vorderen Abtheilungen der Kolonne fuchs ten, auf dem engen Damme zurückzugelangen, und riffen die hinteren, bisher noch geschlossenen Bataillone mit sich fort. Das Gedränge wurde allgemein. Massena folgte nach. - So ging dann der Rückzug bis Cals' diero, wo sich die Truppen wieder fammelten, und zum Widerstande bereiteten. Bis in die Nähe jenes Dorfes waren aud die Verfolger vorgedrungen. Einige hundert Ostreider wurden gefangen, und 5 Geschüße fielen in die Hände der Franzosen.

Die Truppen des Gen. Graf Nitrov s ky waren von Urcole, wie oben gesagt, zu beiden Seiten des Allpon vorgedrungen. Als sie mit der Division 2 uges reau auf dem nach Ronco führenden Damme zusamne menstießen, entspann sich ein lebbafter Kampf. Die Division Augereau' wurde beinahe bis an das Ufer der Etsch zurückgedrückt. Die Franzosen (dienen, auf dies fer Seite eben zu jener Zeit zu unterliegen, als die Kolonne Proveras fich zurückzog. Die auf dem Damme von Arcole so rühmlich kämpfende Kolonne verlor jedoch über dieses widrige Ereigniß, welches von ihren Trups pen vollkommen überseben werden konnte, ebenfalls die Fassung, und begann zu weichen. Augereaus Portrab

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