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auf dem linken Ufer der Etsch: eine Slacht zu liefern. Er entschloß fich, dieselbe anzunehmen, und traf hierzu wahrend des Nadmittags folgende Vorkehrungen: Die Þorbut unter Gen. Prinz Hohenzollern wurde, in der Stellung von San Martino und Pago, vor Verona gelassen. Der FMK. Provera blieb mit der Brigade Brabeck bei Belfior di Porci: le, zur Verstärkung der gegen Bionde stehenden Brigade. Gav asini. Zur Unterstügung der bei Urcos le aufgestellten Truppen, zogen die Brigaden Stis der und Schubirz an den Alpon. Der Gen. Mits rousky erhielt das Kommando dieser fämmtlichen, bei Arcole zu verwendenden Truppen, die 14 Bataillons, 2 Eskadrons bétrugen. Der FML. Provera aber zählte in seinen beiden Brigaden nur 6 Bataillons, 2 Eskas drons. - Diese zwei Kolonnen sollten, mit Tagesans bruch des 16. November., von beiden Seiten den Feind mit Nachdruck angreifen, ihn auf den Dämmen, gegen seine Brücke bei Ronco, zurückdrängen, und vor dies sem Orte ibre Vereinigung ausführen. Wenn dann der Feind ganz über die Erid zurückgeworfen worden, wollte der FZM. Äldingy sogleich den eigenen Übergang bei Zevio ausführen. - Mit Einbruch der Nacht waren bes reits alle Anstalten zu diesen, am nächsten Morgen zu vollziehenden Bewegungen vollendet.

Bona parte fürchtete, von diesen beiden öftreichischen Kolonnen noch in der Nacht in feiner äußerst gefährlichen Stellung, - da feine ganze Macht

dieser beiden und der übrigen fra nzösi: rohen Quellen felbft, -tar und gänzlich widerlegt.

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auf den Dämmen vereinzelt, und ohne hinreichende Verbindung unter fid war, dabei die Etsd im Rücken batte, angegriffen zu werden. Die Niederlage bei Arcole batte seine Truppen so sehr erschüttert, daß er, in diesem Falle, erwarten mußte, seine ganze Armee sich in Flucht auflösen, oder dieselbe in die Moräfte ger worfen zu seben. Der französische Feldherr befahl daber den Rückzug seiner Armee über die Etro; wel: der auch gegen Mitternat ausgeführt wurde. Gen. Guyeur räumte Arcole, und ging bei 21 bas redo auf das rechte Ufer des Flusses zurück. Die Dia visionen Massena und 2 ugerea u marscirten über die Schiffbrücke, und stellten sich um Ronco auf. Nur die 12. leichte und die 75. Linien-Halbbrigade wurs den mit einigen Kanonen auf dem linken ulfer, zur Deckung der Brücke, in jenen beobacs tenden Stellun. gen zurückgelassen, welche sie bereits am Morgen eins genommen hatten. *)

Östreid ischer Seits brachte die Kolonne des Gen. Mitrous by die Nacht in der Stellung zwis den San Bonifacio und San Steffano, die Kolonne des FML. Provera auf den Dämmen bei Bionde, Belfior di Porcile, la Bova, aufgestellt zu. Die v antgarden dieser Kolonnen batten Arcole und Bionde wieder beregt; auf leks terer Seite standen die Vorposten bis nabe an la 3 er: pa. - Um 16. um fünf Uhr Morgens, aus Vago,

*) So fagen Jomini im IX. Bande seiner Histoire des

guerres de la révolution, p. 184,- die Vict. et cong,
im VII. T.

p

203-204, das Mémorial T. III. p. 204. und die Mémoires T. III. p. 407,

erließ der FZM. Alvinky ein Søreiben an den FML. Davidovido, worin er demselben die Vorfäde des 15. Novembers bekannt machte, und ihn nochmals zur schleunigen, nachdrucksvollen Vorrückung längs dem rechten Etsch-Ufer aufforderte.

Un diesem Tage war zwar der Plan Bonapartes: in Villanova die Artillerie und das Ges päcke der östr eichischen Urmee zu nehmen, und sich auf ihrem Hauptverbindung 8 w es ge a ufzustellen, mißlungen. Dod batte er den Übergang Alvinkys über die Etsch bei Zevio, die dadurdy zu bezwedende Vereinigung mit dem Tiroler Korps, und die Fortseßung der Operazionen zum Entsaß von Mantua, für dermalen gebindert. Er hatte diese Bors theile mit großem Verluste erkauft, und die Operazion des Tages mit einem Rückzug beldloffen. In den Mémoires de Napoléon (in T. I. p. 18, dann T. IV. p. 343) wirft dieser Feldherr die Fragen auf: „War: „um ward Arcole von den Franzosen am Abend des er: „sten Schlachttages geräumt? - Warum geld ab dieses qnod einmal am zweiten Tage ?“ *) — Er selbst antwortet hierauf folgendermaßen: „Die von den Franzosen „am ersten Tage erfochtenen Vortheile wären zwar sehr „bedeutend, aber doch nicht hinreichend gewesen, daß die Armee hatte in die Ebene vorrücken, und dort ihre ,,Verbindung mit Verona berstellen können. Auch war

*) Es scheint nöthig, hier im voraus zu erinnern, daß

am zweiten I age. alle Versuche der Franzosen, nach Urcole vorzudringen, gänzlich ideiter: ten; - daß fie also dieses Dorf, welches sie keines: weg s erreicht hatten, ebenso wenig räu: men fonnte n.

ju befürdten, daß Davidovid, mäbrend die: „ sem ersten Schlachttage von Arcole, bereits über ,, Rivoli nad Castelnovo vorgerudt fen. Wäre dies fer Fall wirklich eingetreten, so mußte die französisde „Armee', ohne Aufschub, die ganze Nacht marsWiren, „um sich am nächsten Morgen über Castelnovo und Bil. „lafranca mit Vaubois zu vereinigen, Davidovich zu „blagen, die Blockade von Mantua ungestört zu er: ,,balten, und dann, wo möglich, noch früher zurückzus kehren, als Alpingy die Etsch überseht hätte. Um vier „Uhr des Morgens (am 16.) erhielt Bonaparte die „Nachricht, daß Davidovich den Tag zuvor (am 15.) ,, nicht von der Stelle gerückt fen. Jeßt fen er nun noch „mals über die Brücke (bei Ronco) gegangen, und habe „Ercole wieder genommen. *)- Zu Ende des zi e is mten Solattages machte Bonaparte die nämli

chen Betrachtungen. Er hatte wieder ansebnliche Vor: „theile erfochten; die aber nicht entscheidend genug wa„ren, daß die armee es hätte wagen dürfen, in die „Ebene hinauszurücken. Es konnte unterdessen Davidos „vich über Vaubois bergefallen fenn. Auch mußte die Urmee in der Näbe bleiben, um die Blockade von Man: „tua zu decken; u. 1. w."

Wir theilen hier die Stellen aus den Mémorial de Sainte-Hélène und aus den Mémoires de Napoléon mit, welche die Bewegungen der französis iden Armee und ihre Lage in der Nacht vom 15.

*) Wir bemerken hier wiederholt, daß am 8,w e iten

Schl a chttage weder die Brüde, noch das Dorf Arcole, von den Franjosen genommen wurden.

auf den 16. November foildern. Sie sind wichs tig genug, um hier in ihrer ganzen Ausdehnung Plat zu finden, und forderten nothwendig einige Berich tigungen.

Mémorial de St. Hélène, Tome III. pages 203-205.

„Zweiter Tag; 16. November:“ „Unterdessen „batte Davidovich mit seinem Tiroler Korps am voris ngen 26end *) die Höhen von Rivoli angegriffen. ,,Er hatte den Gen. Vaubois von denselben verjagt, „und ihn gezwungen, sich auf Castelnovo zurück „zuziehen.“

Der Angriff des FME. Davidovich auf Baubois Stellung vor Rivoli geidab nicht am 14. November Nachmittags, und auch nicht am 15. und 16., fondern erst am 17. November Morgens.

Dés Zusammenhanges wegen geben wir hier die nämliche Stelle, wie sie, mit einiger Abweichung, in

setidas *) Das Mémorial meint hier wahrscheinlich den Abend

des 1 4. November; weil Bonaparte das am 15.
November Geschehene am nämlichen Abend, bei Ronco,
noch nicht erfahren haben, und dadurch bewogen
werden konnte, über den Fluß zurückzugehen. Uuch
sagt das Mémorial selbst gleich darauf (page 204),
daß der franzöfische Feldherr am 15. U ben d*3
„nicht* wußte, was, diesen Tag über, mit Vau.
bois geschehen fey; daß er aber das Schlimmste a na
na hm, und darnach den Rückzug anordnete; u. s. w..

daß er nicht eher als a m 16, No ye m ber nach vier Uhr Morgens Vaubois Meldung, von den Vorfällen des 15. November $ auf dem Montebaldo, erhielt, und nach diesem Berichte erst seine Dieposizion zum zweiten Übergang der Etsch traf.

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