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Anfangs die Weisung, von Villanova nad Montebello aufzubrechen.

Schon von Gombione aus detaschirte der Gen. Brabed 4 Kompagnien, mit 2 Dreipfündern, rechts an die Etsch, um dem Feinde eine Diversion zu mas chen. Beim Vormarfde gegen Madonna di Stra wurde, ju demselben Zwecke, eine Kompagnie Kroa: ten rechts detasdirt, konnte jedoch nicht durch den Mos rast dringen, und kehrte zurück. Der Oberstlieut. Gavasini befand sich, als Brigadier, mit dem Re: gimente Splenn an der Spiße der Truppen, die auf der Straße, welche von Gombion nach Belfior di Porcile führt, in Kolonne aufgestellt waren. Dies ses Regiment ließ der FZM. Ulvingy nun, über Bels fiore di Porcile, gegen Bionde marsdiren, um die auf dem Damme längs der Etsch heraufrückende frans zösische Kolonne an ihre Brücke zurückzutreiben. Dem Gen. Brabeck befahl er zugleich, von la Bov a aus, eine Diversion in des Feindes linke Flanke zu machen. *)

*) Das Mémorial de St. Hél. in T. III. p. 197–199, und

beinahe gleichlautend die Mémoires de Nap. in T. III, p. 400.–402, enthalten Details über die erste Vorrüs dung von Ronco, welche wir hier im Auszuge zusam= menstellen: „Bei Ronco liefen drei Straßen zusama „men, auf welchen eben so viele Kolonnen vorrückten, > Die Erste zur linken führte an der Etsch hinauf, bis »zum äußersten Rand der Moräste“ (über Bionde u.s.w.), „Dort angelangt, war die Verbindung mit Verona una gehindert. Dieser Punkt war äußerst wichtig. Dann „aber war jede Gefahr, diese Stadt vom Feinde anxgegriffen zu sehen, entfernt; da die Franzosen im Rücken desselben gestanden wären. Die rechte Solonne x30g rich von Ronco gegen Albaredo, und stellte sich

Während diefer Zeit hatte die Division Auge: reau ihren Maríd redits gegen Arcole, die Divi: fion Massena links auf Bionde, fortgesetzt. Bei diesem lekteren Orte stieß die Spiße der Division Mas

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„bis an den Ulpon." über diesen Torrente bestand
damals die früher, so wie auch dermalen, an dem
Punkte Ponté Serpa n befindliche Brücke nicht.

„Die dritte Kolonne drang im Centrum auf dem
»Dammwege gegen Arcole por. Unsere Tirailleurs ka-
„men unbemerkt bis an die Brücke. Es war fünf Uhr
,, Morgens, und der Feind wußte vom Gangent noch
„nichts. Die ersten Flintenschüsse wurden auf die Brü:
„cke von Arcole gegeben, bei welcher 2 Bataillons Kroa:
xten, mit 2 Kanonen, als Observazionskorp8 bivoua-
„quirten.“ — „Diese Kroaten hatten die Bestimmung ge..
habt, den Rücken der Armee, die Parls und den Erain
zu decken, und die Garnison des drei Stunden ents:
fernten Legnago zu beobachten. Sie waren mit dem
rechten Flügel an das Dorf Arcole gelehnt, den Alpon
und den jenseitigen Damm gerade vor ihrer Fronte,
den linken Flügel längs dem Bache hinab, gegen def-
fen Ausfluß. Durch diese Aufstellung flanden sie der
nach Arcole vorrückenden französischen Kolonne in der
Flanke. Sie zwangen dieselbe durch ihr Feuer, fich ei.
ligit bis an die Stelle des Dammes, welche nicht
mehr, von dem linken Ufer des Alpon her, in die Flanke
genommen war, zurückzuweichen.“ - Die Oftreicher
batten ihre Posten nicht bis an die Etsch vorgeschoben.
Sie hielten die ganze Gegend für undurchdringlichen
» Morast. Der Raum zwischen Urcole und der Etsch
„war nicht belegt. Doch wurden die Dämme jeden Tag
„dreimalen von Husarenpatrullen durchsucht, und die
» Etsch ausgelundschaftet.“ „Uis diese nün ihre ge:
„wöhnliche Tag-Ronde machten, wurden sie auf allen
Dämmen mit Flinteitschüssen empfangen, und von der
»französischen Reiterei verfolgt.

sena auf das im Sturmmarsch anrückende östreichische Regiment Sple'n y. Dieses tapfere Regiment warf den französisden Vortrab über den Haufen, fdlug die zu deffen Unterstüßung nachgerückten Truppen zurück, eroberte 2 Kanonen, und drang bis 1a Berpa vor.

Unterdeffen hatte der Gen. Brabeck, für ober: wähnten Diversion in Mafenas linke Flanke, und zur Unterstützung des Regiments Spleny, 1 Bataillon Kroa: ten abgeschickt. Dieses hatte die Weisung erhalten, den Damm, welcher von la Bova; zunächst am tinkent Ulfer der Etsd, gegen la Zerp a führt, und sich, unterhalb Bionde, mit dem Dammwege von Belfior di Porcile vereiniget, einzuschlagen ; um das jenseitige Ufer des Flusses zu beobachten, und wenn auf diesem roda feindliche Kolonnen herabzögen, dieselben durch sein Feuer zu beunruhigen. - Diese Disposizion ward ' Ursache eines bedeutenden Unfaus. Die Etro bildet nám: lid unterhalb Bionde eine so tiefe Bucht, daß die auf dem Damm von la Bova berabziehende Kolonne, bei nicht genauer Bekanntschaft mit der Gegend, leicht zu dem Irrthuine verleitet werden konnte, den Damm, welcher von Bionde nach la 3erpa gebt, für das jenseitige, oder rechte Ufer der Etsd zu halten. Dies ser Fad trat aud wirklich ein. Die Kroaten batten noch keinen Feind endeckt, als sie jenen Damm von Bionde, zu beschießen anfingen. Die Kugeln trafen nun das bei la 3erpa mit der Division Massena kämpfende Regiment Spleny. Dieses., von dem Marsche" der Kroaten nicht unterrichtet, glaubte sich vom Feinde im Rücken angegriffen. Es zog sich in Verwirrung zurück nach Bionde, und überließ dem Feinde die erober: ten Geschübe wieder. Hier "fielen 3 Kanonen in die

Hände des Feindes. Mit leichter Mühe rückte nun Masfena nach Bionde, und endlich auch bis nabe an Bel, fior di Porcile vor. Das Regiment Spleny war unterdessen von den beiden Hauptleuten, die dass selbe befehligten, bereits wieder gesammelt worden. Es rückte dann nochmals gegen Bionde vor, und hatte hei einbrechendem Abend seine Vorposten ganz nabe an diesem Orte ausgestellt. - Das weitere Vordringen, über Bionde, wurde unmöglich, weil die Nacht einfiel. Der FML. Provera ließ nun alle Truppen steben, wie sie waren, bei Bionde, Belfior di Porcile , lepia, la Bova, u. f. w., um fernere Verwirrung zu dermeiden.

Die Division 2 ugerea u rückte, wie schon er: wähnt, gegen Urcole. Sie hatte um neun Uhr Vormittags die von der Brigade Brigido auf dem Damme ausgestellten Posten bis in die Nähe des Dorfes zurückgedrängt. *) Bonaparte zweifelte nicht, daß Uugereau bis gegen Mittag, über Arcole und San Bonifacio, in Villanova eingetroffen seyn, und den östreichischen Artilleriepark und das Urmeegepäcke ges nommen haben würde. Adein diese Hoffnung scheiterte an der örtlichen Lage des Dorfes Arcole, und an der

*) Wie schon in der vorhergehenden Note angeführt wurde,

erzählt das Mémorial de Ste. Hélène in T. III. p. 197– 198 (man sehe auch die Mém. de Nap. T. III.

p. 401), „daß es fünf uhr Morgens gewesen sey, als die », französischen Tirailleurs, ohne bemerkt zu werden, und ohne daß die Östreicher davon das Mindeste wußten, „bis zur Brücke von Arcole gelangten, und dort dann die ersten Schüsse mit den an derselben aufgestellten Kroaten wechselten.“ –

Lapferkeit, mit welcher die dort mit 2 Kanonen aufges stellten 2 Kroaten - Bataillons daffelbe pertheidigten. Nad Urcole geht von Ronco, auf dem rechten Ufer des Alpon, nur ein einziger Weg, nämlich der über Ponte Berpan hinauflaufende Damm. Das Dorf liegt aber auf dem jenseitigen , linken Ufer des Baches, und war mit Morästert und naffen Gründen umgeben. Von dein Damme aus, führte die hobe, höijerne, auf drei steis nernen Pfeilern ruhende Brücke, nad dem linken Ufer, und in das Dorf, aus welchem sodann die Straße weis ter nach San Bonifacio und Villanova zieht. Die der Brücke nächststehenden Häuser des Dorfes war ren von den Kroaten verbarrikadirt, und mit Soußfoarten durchbrochen worden. — Zwar führen auch noch andere Wege, unterhalb Ronco und des Einflusses des Alipon, so wie zunächst der über Albaredo, am linken Ufer des Bades, in den Rücken von Arcole, wieder andere Umwege, ohne Urcole zu berühren, wie jener am Torrente La Gua über Cologna und los nigo, nach Villanova. Doch Bonapartes Plan war auf fanelle Überrasdung berechnet. Auf Ilms wegen ging zu viel Zeit, und somit auch der Vortheit des Überfalls, verloren. Daher wollte er auch keines. wegs bei arcole, sondern erst nach der Befitnah. me von Villanova, nach Eroberung des östreichischen Heeresgeräthes and Gepäckes, und beim Bor: dringen in dem Rücken des Friauler Korps, die ents ideidende Schlacht liefern.

Die zum Angriff der Brücke des Alpon vorgerücks ten Truppen Augere a us wurden mehrmals zurück: geworfen. Da fie immer unter dem Flintenfeuer der längs dem linken Ufer bes Alpon aufgestellten Truppen

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