Abbildungen der Seite
PDF
EPUB

wähnt, fast ganz aus dem Mantuaner Blockadetorps genommen, betrug 3000 Mann. *). Bonaparte batte also auf der Strecke von Verona bis Albaredo bei 21,000 Mann

zu verwenden.

Gegen diesen Haupttheil der französischen Macht brachte der F3M. Alvin by die Divisionen Quote danovic und Propera, ins Gefecht, welche, nach den seit 6. November in den Gefechten erlittene: Verlusten, mit 4664 Mann, dann nad der fehr bedeutenden Verminderung durch die während den Be: wegungen von 1. bis 14. November zurückgebliebenen Kranken, Maroden und Nachzügler, - und nad Abzug des auf Este detasdirten Bataillons, noch bei 20,000 Streiter zählten. - Hierzu stieß am 15. November, gegen Abend des ersten Schlachttages, der Gen. Graf Mitrovsky mit 3 Bataillons, 2 Eskadron, oder ungefähr 3000 Mann, welche bisher, als ein Zwi: Idenkorps, im Wal suggana die Verbindung des Friau: ler mit dem Tiroler Korps unterhalten hatten. Dadurch

*) Die Beratung Veronas fod gwar, einigen späteren

Nachrichten zufolge, an Infanterie, Reiterei und Ars tillerie zusammen, nicht mehr als 1500 Mann betragen haben (nach den Mémoires de Nap., Tom. I. page 17, und T. III. p. 399; – und nach dem Mémorial, T. III. pag. 196). Doch die Victoires et conquêtes im VII. Band, auf Seiten 197 und 200,

Jomini in T. IX., p. 175, und auch Bonaparte felbst in seinem ersten Berichte an das Direktorium, aus Verona vom 19. November (Oeuvres complèt. Tom. I. p. 265 der Stuttgardter, T. II. p. 220 der Pariser Auflage) geben die Befas gung Veronas zu 3000 Mann an.

Oftr. milit. Zeitsch. 1829. II.

stieg dann die streitbare Macht des F3M. Alvingy auf 23,000 Mann. *) –

Die Division Vaubois bestand, nad dem in den Tagen vom 2. bis 8. November erlittenen Verlust von 'nabe an 6000 Mann, und mit Hinzurechnung der seit dem 7. November erhaltenen Verstärkungen, - nady Bonapartes eigener Angabe, aus 8000 Mann (Mém. de Nap. T. III. p. 394), welche die Stellungen des Montebaldo und Rivoli vertheidigen sollten.

Um diese anzugreifen, war der FMC. Davidoo ich schon seit 9. November in Bereitschaft, regte sich aber erst am 16. ernstlid in Bewegung. Er hatte an diesem Tage, obne der rechts detaschirten Brigade Lous don, 14,619 Mann zu verwenden.

Das Brodadetorp $ por Mantua war durch die Entsendung der bereits angeführten Trups

[merged small][ocr errors][ocr errors]

*) In dem Mém. de Ste. Hélène ist die Zahl der frans

zösischen, am 14. November noch bei Berona dispo:
niblen Streiter mit 12,000, und jene der gegenübers
stehenden Ditreicher. des arvinischen Korps
mit 45,000 Mann angegeben (T. III. pag. 195).
In den Mémoires de Napoléon, écrits par Montholon,
ist das Verhältniß der Stärke von 13,000 Franzosen
zu 30,000 Dstreichern angefeßt (T. I. p. 17.). Endlich
in den spätern Mémoires (T. III. p. 399) bleiben die
Franzosen 13,000; aber die Ostreicher werden auf 40,000
Mann verinehrt.

Jomini hingegen sagt (im IX. Band, Seite 173, in
der Anmerkung): „die Divisionen Massena, Uugereau
und Vaubois zählten nicht mehr als 28,000 bis 29,000
Streiter. Alvingy hatte deren, wenn man das Ti-
roler for p 8 Dazu rechnet, wenigstens 40,000. “

Dieses stimmt mit unsrer Berechnung ziemlich ges nau überein.

[ocr errors]

pen zur Division Vaubois, nad Berona, und zu Auge: reaus Division, febr geschwächt worden. Es zählte daher, in den Tagen während der Schlacht bei Arcole, noch ungefähr 5000 bis 6000 Mann. Der Dio. Gen. d'A11magne führte in Kilmaines Abwesenheit das Kom: mando der Blockade,

Der in Mantua eingeschlossene FM. Graf Wurm. ser hatte damals in der Festung nod 13,000 treit: fähige.

Die ganze Streitma d t der Franzosen an der oberen und unteren Etsd, und vor Mantua , betrug also am 15. November ungefähr 35,000 Mann, und jene der Östreicher 50,000 Mann. - Wir ber merken hier, daß zwar der Verlust in den Gefechten vom 1. bis 14. November auf Seiten der Franzosen bedeutender war, und bei den Dstreichern nur 8000 Mann betrug, indeß jener der Franzosen auf nabe an 11,000 Mann berechnet wurde. Dagegen aber waren von den Rekruten, aus welchen der größte Theil der östreichischen Armee bestand, bereits eine beträchtliche, tod, da während den steten Märsden und häufigen Ger fechten seit Anfangs November keine Standeslisten aufgenommen werden konnten, nicht mit Bestimmtheit bekannte Zahl krank, marode, oder als Nachzügler jurückgeblieben. Auch war seit 1. November den Osts reichern keine Verstärkung mehr zugekommen ; indeß die Franzosen, fo viel bekannt ist, wenigstens die 2 Bataillons der 40. Halbbrigade, aus der Vendee, er: hielten, die am 7. und 8. November, 3000 Mann starf, bei Rivoli zur Division Vaubois stießen. Daber hatte sich die frühere Überma d t der Östreicher bis auf eine Mehrzahl von 15,000 Mann vermindert. Diese

Mehrjahr befand side jedoch nicht auf jenen Punkten, wo um die Entscheidung gekämpft wurde; fondern 7000 Mann derselben blieben in Mantuar andere 7000 Mann beim Siroler Korps, unbenügt. Wenn die zur französischen Hauptmacht gerechnete, 3000 Mann starke, Befaßung von Werona keinen thätigen Antheil an der Schlacht nahm, fo war auch beim Friau: ler Korps die wenigstens doppelt so starke Porbut, da sie vor jener Stadt aufgestellt blieb, im gleichen Verhältniß. Die Zahl der bei Arcole, Ronco und Belfior di Porcile wirklich ins Gefecht gebrachten Truppen erscheint daher auf beiden Seiten ungefähr gleich groß.

Während in der Nacht vor dem 15. November die Divisionen Auger e a u und Marien a nach Ronco" marscirten, ließ Bonaparte bereits bei dies sem Orte, durch den Bataillons - Chef Andreossy, eine Brücke über die Etsch Tchlagen; welche ohne Hinders niß zu Stande gebracht wurde. So wie die Truppen gegen Morgen zu Ronco eintrafen, zogen sie sogleih weiter über die Brücke, auf das linke Ufer des Fluffes. Die Division 2 ugere a u machte die Spike. Nachdem dieser General den Übergang rollendet, ließ er die 13. leichte Halbbrigade zur Bewachung der Brücke zurück, und zog weiter gegen arcole. — Maffen a ging bald darauf über den Fluß, stellte die 75. Linien-Halbbrigade, als Rückhalt, in dem Gehölze rechts von der Brücke auf, und marschirte gegen Belfior di Por: cile. - Die Kavallerie-Reserve:Division unter Beaurevoir (1700 Reiter) blieb jenseits der Brücke, auf dem rechten User, in Schlachtordnung ftes hen. Sie sollte erst dann der Armee auf das linke llfer

folgen, wenn der Terrain ihre Verwendung zuließ, die Umstände diefelbe forderten.

Es ist schon früher erwähnt worden, daß der F3M. Aiving die Brigaden Mitrousky und Brigido jur Deckung seiner linken Flanke und Becbachtung der unteren Etsch und des Alpon bestimmt und beordert hat: ti. Gen. Mitrovsky follte sich mit 3 Bataillons bei Cologna aufstellen, sobald er beim Korps eintraf. Oberst Brigido batte mit 4 Bataillons und 1 Eskadron Husaren Arcole und San Bonifacio beseßt, längs dem Alpon hinab, bis an dessen Einfluß in die Etro, Posten ausgestellt, und ließ die Dämme, wel: de am rechten Ufer des Alpon gegen Ronco, la Zerpa, Bionde, u. 1. w. führten, durch die Husaren abpatrul: liren. Ungeachtet dieser Vorrichten, gelang es den Franzosen dennoch, ibren Marsch von Verona am redos ten Ufer der Etsch herab, den Brückenschlag bei Rons co, und den Übergang unbemerkt zu vollziehen.

Die Gegend, welche der Schauplak so bedeutens der Ereignisse werden sollte, ist zu großen Truppenbewegungen keineswegs geeignet. Sie wird von der Etfd, dem Alpon, und den Köben von Caldiero begrenzt. Der alpon ist ein Badh, welcher in den lesfinischen Bergen entspringt. Die erste Hälfte seines Laufes bin. durch ist er, wie alle Gebirgswäffer jener Gegend, ein reißender Gießbach (Torrente). Aber nachdem er in die Ebene getreten, verliert er seine rasde Sanelligkeit, Tchleicht gleichsam durch die niederen Gründe der Etro fu, in welche er zwisden Ronco und Albaredo fällt, und verbreitet seine Wässer weit über das Land zu beis den Seiten, wenn er durd Regengüsse angeldwellt wird. Der Boden ist daher auf dieser lebten Strecke,

« ZurückWeiter »