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oberhalb Montorio, um die Verbindung mit dem friau: ler Korps zu unterhalten. — Um vier Ubr N a dus mittags, aus Peri, meldete FML. Davidovid dem

2 M. Baron Alvinky ,,daß er bis nun nod keine Meldung über die Fortschritte des Gen. Dcskay auf dem Montebaldo; erhalten habe ; daß derselbe wahrscheinlich durch den Sags zuvor gefallenen Sonee in seinem Marsde sehr aufgehalten worden; daß also der heutige Lag, in Hinsicht der Vorrückung fängs dem rechten Etid - Ufer hinab, nicht in Rednung gebracht werden könne. Erst nach dem Eintreffen der Meldung des Gen. Dcskay werde es fich entideiden lassen, ob und was morgen fortzuseßen fern werde. Er würde übrigens nichts unversucht lassen, um jene Operazion auszus führen.“

Das Friauler Korps brachte den 14. Nos vember in seiner Wufstellung bei San Martino, Vago, und am 21 pon zu. Der 3M. Baron 211. vinky beschäftigte sich mit den Vorbereitungen zur Úberidoreitung der Etid, welche am 15. November ausges führt werden sollte. Zevio war zum Übergangspunkte bestimmt. In dieser Gegend ist das linke Ufer der Etsch größtentheils morastig, nur fewer zugängig, und für die Bewegungen eines Heeres wenig geeignet. Es mußten Wege nach dem Ufer bergestellt, und auf denselben Brücken geldlagen werden. Diese Anstalten forderten, bei aller angestrengten Thätigkeit, doch nothwendig ein paar Tage. Der Oberbefehlshaber fand sich auch dadurch bewogen, die Ausführung des Überganges auf die Nacht vom 25. auf den 16. November zu verschieben. Die Uns möglichkeit, alle unentbehrlichen Anstalten früber zu bes entigen, war also die nächste Ursache dieser Verzöges

rung. Diese konnte jedoch zu entscheidenden Vortheilen führen, wenn von dem Tiroler Korps die Vorrückung über den Montebaldo und Rivoli gegen Bussolengo, an den vom FMC. Davidovid bestimmt angegebes nen Tagen (dem 14. und 15. November) wirklich ausges führt worden wäre. Das Erscheinen des Tiroler Korps bei Bussolengo, hätte wahrscheinlich Bonaparten genöthigt, einen Theil seiner bei Verona versammelten Macht ges gen dasselbe zu entfenden, und er hätte dann den Übergang des Friauler Korps bei Zevio nicht zu hindern dermodt.

Der F3M. Alvingy hatte sich bemüht, dem Feinde die Anstalten zum Übergange, wenigstens die getroffes ne Wahl des Übergangspunktes, zu verbergen. Die Aufitellung der Vorbut vor Verona, die absichtlich mit vielem Lärmen in den benachbarten Ortschaften anges ordnete Perfertigung von Sturmleitern, und mehrere andere folche Vorkebrungen, sollten den franzöfischen Feldherrn in der Meinung bestärken, daß Alviney eis nen Angriff auf Verona im Sinne habe, und ihn vers , anlassen, seine Macht um diese Stadt, zur unmittels baren Wertbeidigung derselben, beisammen zu halten.

In dieser Voraussegung, daß nämlic Bonaparte bei Verona stehen bleiben werde, hatte der FIM. 21. bingy durch seine Disposizion bestimmt, daß der FML. Baron Quosdanovich mit 14 Bataillons und 5 Ess kadrons (den Brigaden des Oberstlieut. Gavasini, Sen. Brabeck, Oberst Brigido und Gen. Mitrousky), über die bei Zevio zu schlagende Schiffbrücke, auf das rechte Ufer der Etsd übergeben, -ju gleider Zeit 12 Bataillons und 3 Eskadrons (die Brigaden der Gen. Soubirz und Prinz Hohenzollern und des Oberst Stis ffer) Verona angreifen, - 1 Bataillon Kroaten

und a Eskadron Husaren einen Scheinübergang bei Albaredo ausführen sollten. *)

*) In dem Mémorial de Sainte-Hélène (Tome III. pages

190-191), und befonders in den Mémoires de Napoléon écrits par Montholon (Tome III. page 395) wird über diesen Plan des öftreichischen Feldherrn sehr hart geurtheilet. Dieses IIrtheil verdient berichtiget zu werden, damit es nicht in die Geschichte übergebe. - „Der Feind," – so lauten die Worte der Mémoires, „hatte mit Musse die schwachen Streitkräfte der Franzosen abzählen können. Er zwei. felte daher auch nicht mehr an der Befreiung Mans tuas, und an der Eroberung Italiens. In seiner Vers blendung (délire) sammelte er, oder ließ mit Prables rei eine große Menge Leitern verfertigen, und drohter Perona mit Sturm zu nehmen.“ – Der FZM. Ul. pingy war aber in der That nichts weniger als vom Siegestaumel verblendet. Er kannte die mangelhafte Drganisazion seiner Truppen zů genau, um mit blin: der Zuversicht auf die Eroberung Italiens zu hoffen.

(Man febe die früher mitgetheilten Darstellungen aus :, dessen Dperazionen im November 1796, und besonders

im IX. Hefte der Zeitsdrift 1828, die Seite 278.) Daß er auf die Rettung Mantuas hinarbeitete, war seine eigentliche Bestimmung und nächste Pflicht. Vodkoms men Recht hatte er, die Sturmleitern mit vielem Ges räusch und sichtbarem Bemühen verfertigen zu laffen : denn in seinem Plane lag es, daß der Gegner diese Vor: bereitungen wahrnehme, und durch dieselben für Ves rona besorgt gemacht werde.

Die Mémoiresj fahren dann fort :3, Dit Besaßung Mantuas war erwacht. Sie inachte häufige Ausfälle, beunruhigte ohne Rast das Blockadekorps, welches nur 8 bis gooo Mann zählte, um die 25,000 Mann starke Befazung im Zaume zu halten ; von welcher freilich

Am Morgen des 15. Novembers wurden bei dem Siroler Korps folgende Bewegungen ausge: führt: Gen. Ocska, rückte von Artiglione vor, übers wand die großen Schwierigkeiten, welche ihm der Fels senboden des Montebaldo und die Strenge der Jahres: feit entgegensekten, und nöthigte dadurch den Feind, ohne Gefecht, die Stellung bei Madonna della corona zu räumen. Der Oberst Döller befesie Bren: tino am rechten Ufer der Etfch. -Am linken Ufer rückte 'Gen. V ú kaffevid auf Dolce, und seine Piketer stellten sich gegenüber der französischen Abthei: lungen auf, welche sich in der Chiusa veneta, und auf der nach Verona führenden Straße verschanzt batten. Oberst Lusignan sendete, von Stallavene aus, Patrullen gegen Verona. Oberstlieut. O eulen kans bei San Vitale an. Zwei Kompagnien wurden nad Teragnolo entsendet, um die Verbindung mit der Brigade Mitrovsky zu unterhalten, welche an dies sem Tage von Montecchio maggiore, über Montebello, gegen Caldiero im Marsch war.

Der FZM. Baron ulvingy forderte a m 15. November, durch ein aus la Rotta um sieben Uhr früh erlaffenes Schreiben, den FME. Davi: dovich dringend zur (dleunigsten Erfüdung der legten, ibm in Hinsicht seiner Vorrückung gegen Buffolengo

10 bis 12,000 Mann krank waren.“ Diese uns gaben beruhen auf einem großen Frr: thu me. Die östreichische Besagung von Mantua that gar nichts, um dermalen dem französischen Blo: dadekorps seine Aufgabe zu erschweren. Vom 28. DE: tober bis zum 23. November gerch a h kein Uusfall.

ertheilten Befeble auf. Sleid darauf empfing der Dberbefehlshaber den Bericht, welchen FML. Davi: dovid aus Peri am 14. November um vier Uhr Nachs mittags abgesendet, und der die geringe Thätigkeit ver: pieth, mit welcher bisher die Operazion längs der Etsch binab, betrieben worden war, um zehn Uhr Por: mittags, aus Vago, antwortete FZM. Alvingp auf denselben mit allem Nachdruck, den die Nähe des ents ideidenden Moments nöthig machte. Nachdem er sein Erstaunen über die, dem gemeinschaftlichen Endzweck so nachtheilige, Verspätung der Borrückung am rects ten Etsch - Ufer ausgedrückt, trug er dem FML. Das vidovich nochmals auf, alle feine Kräfte gegen den bei Rivoli und am redten Etsch - Ufer stehenden Feind zu verwenden, dadurd die bei Verona versammelte feindlige Hauptmadt zur Theilung ihrer Truppen zu nöthigen, und somit dem, derselben auf dem linken Ufer des Flusses gegenüberstehenden, Friauler Korps die Möglichkeit zu verschaffen, den Übergang der Etsch aus: zuführen.“ - Das Schreiben schloß mit der bestimm: testen Weisung, daß das Tiroler Korps obne Zeitper: luft über Rivoli und Bussolengo vordringen folle. Wenige Minuten nach der Absendung dieses Befehles an FML. Davidovich, trat jedoch ein Ereigniß ein, welches die Plane des F3M. Baron Alvinky gänzlich bereitelte.

Der französische Oberfeldherr batte seine kritische Lage vollkommen erkannt. *) Die Niederlagen, welche

" In seinem Berichte an das Direktorium, aus Verona

vom 14. November, sagt Bonaparte, „daß Loudon mit einer Solonne auf Brescia vorrüde, eine andere

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