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Litthauen und Groß- Polen ausbreiteten, und dem Könige Stanislaus August Hilfe gegen die rebellische

Urmeeťorps, im Jahre 1790 gegen die Türken. (Mit
Dem Plane Der Belagerung von Ezettin.);

Im Jahrgange 18 28: Die Eroberung Kon: stantinopels durch die Lateiner, im Jahrė 1204. Die Vertheidigung von Güns gegen Sựltan Soliman, im Jahre 1532. Die Züge des Andreas Doria, Uds mirals des Kaisers Karl V., nach Morea , 1532-1533.

Die Feldzüge Montecuccolis gegen die Türken 1661 -1664. (Mit dem Plane der Stellung von Serinvar im Juni 1664, - der Schlachtordnung der kaiserlis chen Apmee am 30. Juli 1664, - und der Schlacht bei Sanct Gotthard ant 1. August 1664.) - Der Feldzug 1684 der Venezianer gegen die Pforte. Die Sens dung des öftreichischen Hauptmanns Vukassevich nach Montenegro 1788. - Die Belagerung von Ismail durch die Russen 1790.(Mit einem Plane.)-Der Versuch einer Militär - Topographie Bosniens, Rasciens und der Herzegewina,

In den ersten fünf sejten des Jahr, gange 8.18 29: Der Detailbericht der kaiserlich-russis schen Obersten Lehn und Trusson über den Straßenzug von Rusczuk über Schumla nach Konstantinopel, und Darstellung der Weise, wie dreißig: bis vierzigtausend Mann in dieser Richtung geführt werden können. Die Treffen zu lande und auf der See bei fiinburn · und oczakow, 1787–1788; nebst Eroberung der leta teren Festung durch Fürst Potemkin. (Mit einer Über: sichtskarte der Gegend von Kinburn, Dczakow und Cherson.) – Der Feldzug 1685 der Venezianer gegen die Pforte. Der Feldzug der Venezianer auf Morea 1686. – Sechs Szenen aus dem Türkenkriege 1598. - Kurze Beschreibung und Geschichte der Dardanels lenschlösser. (Mit dem Plane derselben.)

Konföderazion von Bar leisteten. Diese aber rief die Pforte um Beistand an, welche im Oktober 1768 Rußland den Krieg erklärte. Die Kaiserinn beschloß, einen Theil ibrer Seemacht in das mittelländische Meer zu senden, und die Griechen in Morea und auf den Insein des ar di pelags von der türkischen Herrs fchaft zu befreien. Zum Oberbefehlshaber dieser Unters nehmung wurde der Generallieutenant Graf Alexei Orloff bestimmt; der nach Italien vorausging, und während des Winters 1768-1769 dort Alles zum Empfang der Flotten vorbereitete, welche sich in den Hafen des baltisden Meeres fammelten. Die Erste derselben follte der Admiral Spiritoff, die zweite der Contres Admiral Elpbingstone befehligen. Diese beiden Flot: ten sollten durch die Nordsee, den Ocean und das mits tesländische Meer in den Archipelag regeln, und bis an die Dardanellen, wo möglich auch durch diesels ben in das Marmor: Meer, - vordringen. 2ußerdem wurde der Admiral Siniawin, mit einer auf dem Don zu Woronesch ausgerüsteten Flotte , bestimmt, durch das asoffische und schwarze Meer dem thraci: fchen Bosporus zu naben, und Konstantinopel von Osten zu bedrohen.

Die Ausrüstung der beiden ersteren Flotten verzös gerte sich bedeutend. Statt im Frübiabre, segelte Spi: ritoff erst zu Anfang Septembers 1769 aus den Häfen von Ingermannland ab, und traf im Dezember zu Port Mahon, auf der, damals englischen, Insel Minors ka ein. Hier blieb er mehrere Wochen, und versab sich mit den Lebensmitteln und sonstigen Bedürfnissen, wel: de Graf Alerei Orloff aus Stalien gesendet hatte. Die Pforte hielt die Erscheinung einer ruñischen See:

macht in diesem Meere kaum für möglich. Erst naddem Spiritoff bei Port Mahon wirklich angelangt war, wurde daber an der Ausrüstung der Kriegsschiffe gear, beitet, welche der Sultan den Flotten Rußlands entgegenfeßen wollte.

218 Spiritoff bereits in dem Arcipelag eingetrof: fen war, und Elphingstone sich demselben nabte, wurde ju Kronstadt die Ausrüstung einer dritten Flotte begon nen, welche der, mit mehreren See Offizieren aus dánisdem in den ruftifchen Dienst getretene, Contres Admiral Urff nach dem Archipelag führen sollte. — *)

*) Die, der folgenden Darstellung der Ereignisse auf Mos

rea und im Archipelag zum Grunde gelegten, gleichzei: tigen, öffentlichen Berichte sind äußerst mangelhaft, und widersprechen sich an vielen Stellen. Die Zeit ist bei manchen einzelnen Begebenheiten entweder gar nicht angegeben, oder diese Daten sind bald nach dem russis schen, bald nach dem türkischen, bald nach dem verbess serten gregorianischen Kalender angelegt; meistens ohne daß dabei bemerkt wäre, welcher von diesen Zeitrech: nungen der ursprüngliche Berichterstatter gefolgt ist. Es konnte daher auch keine pragmatische Geschichte, fondern nur eine Skizze jener Begebenheiten zu liefern versucht werden. Von den Werken, welche die öfs fentlichen Berichte sammelten, und in eine zusammens hängende Geschichte zu Wereinigen suchten, wurden bei der vorliegenden Skizze folgende benüßt: Storia della guerra presente tra la Russia e la Porta ottomana. Venezia 1770 ; X Tomi , in 8.; Geschichte des ges genwärtigen Stricges zwischen Nußland, Polen und der ottomanischen Pforte. Frankfurt und Leipzig 17712775; 36 Theile, in 4.; – historisches Tagebuch des Krieges zwischen Rußland und der Pforte von 1768— 1774. Uus dem Französischen. Wien 1788; in 8.;

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In diefem Momente, als ein neuer Feldzug dem Ausbruce nabte, litt die Pforte bereits an den schwe:

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u. a. m. Die beiden türkisch en Quellen: Précis historique de la guerre des Turcs contre les Russes depuis l'année 1769 jusqu'à l'année 1774, von Baffifs Effendi; ins Franzöftsche überseßt durch Causfin de Perceval, - und: Wesentliche Bes trachtungen, oder Geschichte des Krieges

wischen den Dsmanen und Nursen in den Jahren 1768 bis 1774, von Res mi 2 ch: med Effendi; ins Deutsche überseßt von Diez, - stimmen oft mit den gleichzeitigen öffentlichen Be. richten so wenig überein, da es nöthig war, ihre abweichenden Angaben auch besonders in der Darstel: lung anzuführen. Nutrische Quellen über die Kriegerischen Begebenheiten jener Jahre sind in neues rer Zeit, so viel uns bekannt, keine andern erschienen, als die Beschreibung des Türkenkrieges 1969-1974, welche vom General Graf Butturlin verfaßt, und in dem Petersburger Friegswissenschaftlichen Journal Slawianin abgedrudt ist. Dieser gedrängte, doch lichtvolle, Umriß so großer, sich so weit ausdehnender Ereignisse beschränkt sich aber darauf, des thatens reichen Feldzuges in Morea und im Archipelag 1770 mit folgenden Worten kurz zu erwähnen: »Uuch unsere „Flotte errang bedeutende Vortheile in diesem Feldzuge %, (1770). 3war glückte den Russen die Landung auf der „Halbinsel Morea nicht ganz. Dieß wurde aber durch „mehrere andere glänzende Siege hinlänglich vergolten. Der Graf 2. G. Drloff griff am 24. Juni (alten » Styles) rnit 9 Linienschiffen und 7 Fregatten die »türkische Flotte im Meerbusen von Scio an, und »trieb sie in den Hafen von Tschesme, wo er danr: in poder Nacht gum 26. alle türkischen Schiffe in Brand »fteckte. Dieser herrliche Sieg, durch welchen die Kuli

ren Folgen der Unfälle, welche ihre Heere im Jahre 1969 an der Donau erfahren, und war auch von anderen Seiten gefährlich bedroht. In Asien mußte sie große Strecken ihrer weitläufigen Grenzen stark beseken lassen; denn die Perser drohten mit Einfällen ; gegen die von Gen. Tottleben unterstützten Georgier mußten Erserum, Erivan, Kars, und Trebisonde in Vertheidigungsstand gesetzt werden, und der Mamelucke Ali: Ben hatte sich zum Herrn von Egypten gemadt. In Europa waren die Moldau und Walachei von den Russen befegt, und so eben schritten dieselben zur Ausfüh. rung einer Landung in Morea. Die Bemühungen eini: ger Christlichen Höfe, die kriegführenden Staaten durd wohlgemeinte Rathsdläge zum Frieden zu bewegen, was ren gescheitert. Nun hielten sie alle fest an jener Neus tralität, welche sie rhon im vorigen Jahre angenommen hatten.

Die Montenegriner hatten sich empört, und Einfälle nad Albanien gemacht, wurden jedod durch die Baffen von Epir und Bosnien, und den Beglers begh von Rumelien geschlagen und in ihre Gebirge zu: rüfgetrieben. Der Beglerbegh und der Baffa von Epir zogen daber im Herbste 1768 mit ihrem Korps nach Hause. Der Baita von Bosnien aber blieb init seinen Truppen zur Beobachtung, in der Nähe dieses Gebirgslandes," den Winter über aufgestellt. Indeß hatten die Montenegriner von Rußland Geld, Geschütze und Mu.

„sen Herren der Inseln Scio und Mytilene wurden, „machte die Türken so kleinmüthig, daß kein türkisches ,,Geschwader mehr, während dem ganzen Kriege, fich in den Archipelag wagte."

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