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aber höchstens 10,000 Mann versorgen könnte. Ein größerer Körper, der aus Hirsowa gegen Silis ftria die Route längs der Donau wählt, wäre dies sem Mangel keineswegs ausgesekt. Man trifft da, þes sonders wenn der schöne Lagerplak Baltischest i eins mal erreicht ist, die schon erwähnte Quelle Namens Otrasja, dann einen kleinen Fluß, der sich gegen Satiskio i fortschlängelt, und, den Ort theilend, zwischen Gebirgen in die Donau fällt.

19. Marsch von Satis kjo i nach Kasim tfdi;

20 Werft e. ","Satis kjoi, ein türkisches Dorf mit 40 Höfen, liegt an einem Bache desselben Namens. Zwei Wege geben von da nach Kasimtdi: der eine über Kartal und die kleine, jekt ganz zerstörte, Stadt Kara.Murat, nach welcher große Steppen folgen; der zweite führt gleidfalls über Steppen. Nach zehn Bersten durcha (dneidet den legtern der Bac Kartiledere, der sich mit dem Karimti di Vereinigt. Nach 1: Wersten jenseits des ersteren Bad es ist das türkische Dorf Ka rs tel sichtbar; weldes man aud mit einer großen Ar. mee in beliebiger Zahl von Kolonnen erreichen kann. Bei Kasimtsdi vermag eine zahlreiche Truppe zu la: gern; der es an nichts gebrechen dürfte. Die Umgebung dieses Drtes ist strategisch um so wichtiger, als von da dreißig Weríte nach Hirsowa, zwanzig nac Kaga rs lik, und vierzig nach Babadagb gezählt werden. Kasimtschi biltet zwei türlifde Dörfer, abgetheilt von einander ; sie liegen an dem Bade desselben Namens, welcher durch den See Lafd tfd i t läuft, und nabe an Ragartola in das schwarze Meer fällt. Das rech

te Ufer dieses Bades ist bergig, und mit Geburch beveckt. Diese Hügel ziehen sich bis an die Donau, und bilden einen breiten Rücken. Shnen entquilt ein Bach, der , nachdem er an Kraßi vorüberzog, sich mit dem Chavorint fd idere vereinigt. 20. Marid. von Kasimtsø i nad sidorno;

42 W erste, Eilf Werste von Kafimtfdi, gegen Schorno, muß man bei Ramadankjoi einen Bad, Namens Cha: prin trdidere, überschreiten, und nach Hinterlegung von fünf Wersten gelangt man an den Fluß Araklar; wo man die Dörfer a raklar und 3 em id elewo erblickt. Diese Gegend ist ganz offen, und mit wenigen tiefen Hoblwegen durchschnitten. In den Flußarats lar (mehrere Werste unterhalb des Dorfes Araklar) mündet der Fluß Rumbeitjoi. Dere, der rechts in der waldbedeckten Anhöhe entspringt, und das korn. reiche Feld durchströmt. Dieser-Fluß erhielt die Benen: nung von dem gleichnamigen Dorfe, bei wel bem er vorbeifließt; während er den Weg tints begleitet, Aus diesem Felde gelangt man in ein Thal, welches der Fluß Kapatkalera bewässert, den man mit drei Kolonnen passiren kann. Dieses Thal wird hier und da etwas enger, dann wieder breiter, und endet endlid mit einem Defilee von 13 Werfte länge und & Werste Breite. Der Weg führt durch dieses zu dem Thale Karaga pederé; wo man einen Fluß derfelben Namens, und zwar entweder über verdorbene Brücken, oder durd Furten, paffiren muß, und dann an eine dritte Kette Don Bergen gelangt, deren rechte Seite außerordentlid steil ist, die linke dagegen nur dergestalt abtadt,

daß die Infanterie und Kavallerie ohne Hinderniß mars fdiren kann. Bon ba sieht man rechts, eine halbe Wer: ste von dem Wege, das Dorf Asanlar, links 19 Wers ste das Dorf Petidenega. – In der Ebene, in welcher diese Orte liegen, findet man allgemein gute Lagerplaße; die Berge bleiben rechts fünf Werfte, und links rechs Werste entfernt. Ade Bequemlichkeiten trifft man bier in Überfluß für die Armee.

Von Afanlar zieht ein Weg über Anhöhen, welche bei weitem nicht so hoch, als die des Flusses Borna sind; an weldem ein Dorf desselben Namens liegt. Die Gegend von diesem Dorfe bis zur Mündung des in die Donau fallenden Flusses, gewährt einen bes quemen Standort für größere Armeen, 20 Werste von Matschin und 30 Werste von Isaktscha entfernt. 21. Marid von Tidorno nad Matsch in;

22 Werfte. Von Sidorno gegen M a tfd in kann man mit drei Kolonnen vorrücken. - Zwei bedeutendere Wege gehen dahin über die Berge ; zu beiden Seiten des Thas les, in welchem das Dorf Sloborno liegt. Der dritte Weg beißt Armeiskaja; man umgeht auf ihm die Berge und gelangt oberhalb der Donau nach Hirsow a. Auf dem Wege gegen Matschin bemerkt man mehrere zers störte Befestigungen der türkischen Armer, welche im Jahre 1791 durch die Russen eingenommen wurden. Ein besonders bequemer Lagerplaß befindet sich nächst Matsdin. Er lehnt sich an das Gebirge, und man muß fich daber der Wege versichern, welde in Verbindung mit 31aktida und Babadag 5 steben, fo aud desjenigen, der zehn Werste über Matschin, durch

Hohlwege, gegen das griechische Dorf ® ua trdi führt.

22. Na rich von Matchin nach Gala; 28

Werfte.

Die Gegend von Matfd in bis Galas ist gang eben, und mit Schilf bedeckt. Sie wird Kupdefan genannt, und durch die Donau einerseits, dann an: dererseits durch eine Reihe steiniger und ziemlich steiler Berge eingeschlossen, welche nächst Matsd in die Donau berühren, und über Galaß nod weiter als vier Werste fortziehen. Der größte Theil dieser Ebene ist fumpfig und hat viele Seen; wodurd Rid im Frühjahr oft der Fall ergibt, daß, wenn die Donau ihre Ufer über: schreitet, sie hier die ganze Ebene so überschwemmt, daß dieselbe für längere Zeit ungangbar wird. Sonst kann_ man jedoch zwischen den Sümpfen und der Donau mit vier, aud rechs Kolonnen marsiren. Dabei müßte man aber die leichten Truppengattungen voraussenden, damit der Schilf zusammengetreten, und so der Weg gangbar gemacht werde. Nicht minder muß man sich der schon erwähnten Berge, und der von ihnen berabkoms menden Wege versichern. In der Nähe von Galak kann man am zweckmäßigsten eine Brücke über die Dos nau, mit Benüßung der dort befindlichen Insel, falas gen, welche vom rechten Ufer 330 Klafter lang auf jene Insel, und von dieser 60 Klafter lang an das linke Ufer führte, und auch foon im Jahre 179 so aufgestellt war.

II.

Die Bertheidigung von Großwardein durch

Melchior von Redern 1598.

Von Joh. Bapt. S cel 6, t. t. Hauptmann.

Der

Der Woywode Midael der Waladei batte im Som: mer 1598 die, aud bereits von andern Seiten dem zu Kardau befindlichen Erzherzoge Marimilian mehrmals gemeldeten, Gerüchte von den großen Rüstungen der Türken, von dem Eintreffen ihrer zahlreichen Sparen bei Semendria und Belgrad, und von des Beziers Mehmet. Serdar Operazionsplane gegen Siebenbürgen, bestätiget. Der Woywode wurde, als kübner, einsichtsvoller und glücklicher Feldherr, von den Türken gefürchtet. Erst im vorigen Jahre versuchte es der Suls tan, ibn durch das Ehrenge denk einer rotben Heerese fabne für sich zu gewinnen. Gleichzeitig gewährte ihm Kaiser Rudolph II. monatliche Subsidien zur Befoldung seiner Truppen. Midael aber erwartete, bei den damaligen Umständen Gelegenheit zu finden, sich eben fo von dem Joche der Pforte für immer zu befreien, als sein Land vom ungrischen Reiche völlig unabhängig, zu machen. Dieses war das Ziel seines Strebens, und er begte sogar, seit Entfernung des Fürsten Sigmund Bathori , die verwegene Hoffnung, dereinst seine Herrs foaft über Siebenbürgen auszubreiten. Für jeßt bes quemte er sich jedoch, Ungerns Beistand gegen die Sür:

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