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Gegen Ende dieses, nur durch die strategischen Bewegungen der großen Heeresmaisen merkwürdigen, Feldzuges wurde der Oberlieutenant 3 ach als Professor in die k. k. Militär-Akademie zu Wies ner-Ne u st a dt berufen. Es wurde ihm das Fach der Befestigungs E u nst, - und als 1779 der Lehr: stuhl der höheren Mathematik erledigt worden, auch der Vortrag dieses zweiten Faches anvertraut. Zach lieferte in dieser doppelten Verwendung die ehrenvolls sten Beweise des Eifers und der Fábigkeit, und seine dadurch erworbenen Verdienste wurden 1783 durch die Beförderung zum Hauptmann belohnt.

Im Februar 2788 begann der Krieg gegen die Pforte. Es lag im Plane, schon in diesem Feldzuge die Festung Belgrad.zu belagern. Dieselbe zu leiten, ging der General - Geniedirektor FZM. Graf Pellegrini zur Armee, und berief auch den Hauptmann 3 ac dabin; wo dieser zu dem so wichtigen Dienste eines TransdeeMajors verwendet werden sollte. Da diese Unternehs mung jedoch verschoben wurde, so kehrte der Haupts mann Zad wieder in die Neustädter Akademie zurück. Aber im nächsten Feldzuge 1789 wurde der Hauptmann Zadh, gu gleicher Bestimmung, ins Hauptquartier be: ordert.

Unter den Befehlen des Feldinarsaus Baron Loudon ging die kaiserliche, zum Angriff auf Belgrad bestimmte, Hauptarmee in der Nacht auf den 11. September bei Ostruschnicza über die Save, bezog am 12. ein lager auf dem Dedina : Berge, und rückte am 15. in die Eugenischen Linien ein. In der Nacht auf den 18. wurden die Laufgraben gegen die Vorstädte eröffnet, und diese am 30. September mit Sturm erobert. Um

1. Oktober wurde dann gegen die Stadt felbst, auf dem Glacis, die Parallele eröffnet. Am nämlichen. Sage ließ der Feldmarschall die Besatzung auffordern. Sie gab am 2. Oktober eine abfclägige Antwort. — Achtundneunzig Geschüße feuerten seit dem Morgen des 5. Dktobers aus den Batterien der Parallele, und von der Savespitze, gegen die Festung, zertrümmerten die Werke, und steckten die Gebäude in Brand. Aber der Trotz des Bassa wurde dadurch nicht gebeugt. Um 6. wagte er es, einen fünfzehntägigen Waffenstillstand anzutragen. Da wurde die Errichtung einer Batterie auf der sogenannten Kriegsinsel vorgesdlagen; von wo aus jener Raum zwischen der auf der Höhe gelegenen Festung und der Donau, in welchem die Türken ibre Weiter, Kinder und bewegliche Habe in Sicherheit ges bracht hatten, und der, durch die hochliegende Festung fellsi, gegen das Feuer aller bisher wirksamen Bats terien gedeckt war, erreicht werden konnte. Die Uusführung wurde dem Hauptmann u. Za d übertragen. Er rekognoszirte zuerst die Insel, und führte sodann gegen Ubend 1 Bataillon und 2000 Bauern, mit dem erforderlichen Schanzzeug versehen, dahin. Während einer einzigen Nadit gelang es dem unermüdet thäti. gen Leiter, eine Batterie für fünfzehn Geschüße zu dollenden, und den Zugang für die Letteren, durch das dichte Gebüsche, ju bahnen. Das Geschüß wurde eingeführt. Am 7. mit Tagesanbrudy begann diese Bat: terie ihr Feuer, und ihre verbeerende Wirkung erschüt: terte die Hartnäckigkeit des Baisa. Nach zwei Stunden trug er die Unterbandlung an, welche am 8. DEtober zur Übergabe Belgrads fübrte. – Zaro wurde für dies sen so nüblichen Dienst mit der Erbebung zum Major

belohnt. Er kehrte dann zu seinen friedliáen Beschäftigungen nach der Neustadt zurück.

216 der französische Krieg ausbrad, suchte Major D. Bach, durch einen Tausch, zur Armee eingetheilt zu werden. Mittelst desselben trat er gegen Ende des Jahres 1792, als zweiter Major, bei dem Infanteries Regimente Karl Schröder (jekt Baron lattermann Nr. 7) in die Wirklichkeit. - 3m Jänner 1793 wurde ihm aufgetragen, ein Pionnierkorps zu errichten. Zadh begann dieses Geschäft mit solcher einsichtsvoller Thätigkeit, daß dieses Bataillon don Anfangs Mai, ganz organisirt, bei der Urmee in den Niederlanden eintraf. Unter seinem Kommando, chlug dieses neue Korps am 23. Mai in der Sdlacht bei Famars, unter dem heftigsten Feuer des Feindes, fünf Brücken über die Ronelle, auf welchen dann die Hauptkolonne bei Maresche diesen Bach überschritt. Bei der Bez lagerung von Valenciennes (vom Ende Mai bis Ende Juli) leistete Major von 3 a ch mit seinen Pion: nieren ausgezeichnete Dienste. Weitläufige Arbeiten wa: ren nöthig, um die Transdeen gegen die überscweme mungen der Schelde zu schüßen. Zadh durchschnitt diese Lektern mit einem Damme, und erbaute eine Jochbrücke unterhalb der Festung durch welche die von der Schelde getrennten Theile des alliirten Belagerungsheeres uns ter dem Herzoge von York, wieder in Verbindung ka. men. - Zu Ende des Feldzuges wurde Zac zum Oberstlieutenant befördert.

Uud in den folgenden Feldzügen fuhr der Oberstlieutenant von 3 ad fort, mit seinem Pionnierkorps, deffen zweckmäßige Ausbildung zu dem so mannigfachen, dienstgemäßen Wirkungskreise er mit rastlofert Eifer ver:

vollkommnete, jahlreiche und wichtige Dienste zu leic sten. Bei O tür mung der Mainzer linien, am 29. Oktober 1795, trug Oberstlieutenant von Zac zum Gelingen der ganzen Unternehmung entscheidend bei. Er befand sich mit 3 Kompagnien Pionnieren bei dem Bortrabe der ersten Hauptkolonne. Dies ser bestand, unter dem Oberst Johann Baron von Kne: Tepich des Wurmserischen Freikorps, aus diesem Korps, dann aus 1 Bataillon Wallis und 2 Eskadrons Meszaros Uhlanen. Knesevich sollte, oberhalb des rechten Flügels der französischen Verschanzungen, das Dorf Laubenbeim nehmen. Mit ihm vereint, eroberte Zach eine feindliche Redoute von 2 Kanonen, und erstieg die Höhe des Berges, welder die rechte Flanke der Stellung bes berrschte. Der französische rechte Flügel, welcher bisher den Frontangriffen der östreichischen Hauptkolonnen hartnäckig widerstanden, wurde durch das plötzliche Vordringen dieser schwaden Schar, und durch den Scheinübergang, welchen die Flottile unter Major Williams weiter aufwärts des Rheines madte, aus der Fassung gebracht. Der Feind hielt diesen Vortrab, durch dessen Kühnheit getäuscht, für eine sehr starke Kolonne, glaubte, daß hier der Hauptangriff bevorftebe, und daß sein Rückzugsweg durch sie gefährlich bedroht sey. So ergriff dann der red:e Flügel die Flucht aus seinen Schanzen, welche nun von der ersten Hauptkolonne beregt wurden. - Zach wurde wegen dieser so ausgezeichneten Dienstleistung zum Oberst ernannt.

Als der Feldzeugmeister Baron Beaulieu Ans fangs 1796 das Kommando des kaiserlichen Heeres in Italien übernahm, erbat er sich zu seinem Gene. ral quartiermeist erst abe den Oberft von 3 a ch.

Dieser wurde am 8. Upril in jenes Korp$ übersebt, und traf am 1. Mai zu Mailand ein. Der Oberst von Zach führte in diesem Feldzuge mehrmalen, auf einige Zeit, als Chef die Leitung der Generalstabsgeschäfte. - Im September, als der damalige Anführer des k. k. Hee: res, FM. Graf Wurmfer, nach dem Gefechte bei Baifano, fidh mit einem Theile des Heeres nach Mantua ziehen mußte, begleitete auch der Oberst von 3 ach den Feldmarschall dahin. Zu jener, in der Kriegsge: schichte so berühmten Vertheidigung trug Oberst von Zad mit Rath und That unermüdet und eifrig bei. Even so vortheilhaft wirkte er bei den Unterhandlungen mit, die am 2. Februar 1797 in Sant Antonio zum Abschlusse jener Kapitulazion führten, deren Bedingungen das ehrendste Zeugniß der Tapferkeit der Vertheidiger und der boben Udtung gaben, welche die Besaßung dem Feinde abgenöthigt hatte.

Der Friede von Campo formio wurde am 17. DEtober 1797 abgeschlossen, und der größte Theil des Gebietes der aufgelösten Republik Venedig kam unter die Herrschaft Ditreichs. Der Oberst von 3 ad blieb in die: ser neuen Provinz als Chef der dortigen Abtheilung des Generalquartiermeisterstabs angestellt, leitete 1798 die Aufnahme der neu erworbenen Landschaften, und legte derselben jene trigonometrisch - astronomische Mes thode zum Grunde, zu deren Einführung er schon zwans zig Jahre früher, in Galizien, die erste Anregung ges geben.

Bei dem Wiederausbruche der Feindseligkeiten 1799 wurde der Gen. Marquis Chasteller zum Gene: ralquartiermeister der F. k. Armee in Italien ernannt. Der Oberst von 3 ad leistete, unter ihm, große und

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