Grammatik des meklenburgischen Dialektes, al̈terer und neuerer Zeit: Laut- und Flexionslehre

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F. A. Brockhaus, 1869 - 194 Seiten
 

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Seite 22 - zum Umlaute und zur Brechung, welche in der Uebertragung der Qualität des Endungsvocales in den Wortstamm bestehen. §. 25. Durch die Tondehnung hört also ursprünglich kurzer Vocal auf, kurz zu sein: aus älterem a wird
Seite 86 - Plur. Nom. e Gen. es Gen. e Dat. e Dat. en Acc. — Acc. e. Der auslautende Vocal des Stammes wird also im Nom. Acc. Sing, abgeworfen, in den übrigen Casus zu c geschwächt. In dieser Weise flectiren die Wörter: dl
Seite 44 - (RS) als veraltet erscheint. Der Verbindungen des m sind wenige, mit denen des n sich ergänzend. Es liegt in der Natur des Lautes, daß er sich fast ausschließlich mit Labialen, die gleich ihm Verschluß der Lippen fordern, verbindet. 'Daher wird, wo m mit Dentalen sich berührt, fast regelmäßig ein p als Zeichen der schnell erforderten
Seite 143 - promovit; gev dedit; sturv mortuus est. Den Grund dieser Erscheinung wird die Flexionslehre aufhellen. — Vor st und t tritt bei wahrer Synkope, also bei unmittelbarer Berührung für das wurzelhafte b ein /, bei unechter Synkope aber, wo also stilles e trennend wirkt, ein v ein, z. B. blift manet, gift dat; levt vivit, Mvt certat,
Seite 44 - scrobs coriaria: sodcn coxistis, daß man in der Aussprache sich ihrer entledigte. Selbst im Dat. Sing, männlicher und sächlicher Adjectiva, wo es früher durch nachfolgendes c geschützt war, ließ man bald nach 1500 das m bisweilen dem n weichen, sehr zum Schaden der Flexionsregel. Gemination des m ist entweder organisch wie in Memmen ascendere
Seite 94 - sind beide Flexionsweisen voneinander nur am Gen. und Dat. Sing, unterscheidbar. Auch in diesen zwei Casus findet vielfach Schwanken statt, und es ist also die Grenze der Zugehörigkeit zu dieser Reihe oder zu der consonantischen Declination schwer abzustecken. Als dieser Reihe angehörig weisen sich folgende Wör1 houw alts. unbelegt, her alts. heri masc. oder
Seite 180 - welehe ihren Plural durch Umlautung des Stammvocals bilden. §. 231. I. Die erste Reihe der Feminina läßt das ihr vormals im Singular zukommende e der Endung abfallen, doch wo möglich in Tonlänge des Stammvocals und inlautender Gestalt des Schlußconsonanten als stilles e fortwirken. Alle Casus des Plural endigen auf en. Die Declinationsformel lautet also: Sing.
Seite 188 - nach der Endung en verstummen muß. Im Gebrauche beschränkte Dative auf en, n besitzen die Zahlen 2—6, 8, 12, .während die Endsilbe en der Zahlen 7, 9, 10, 11 das Hervortreten der Flexion verhindert. Die Composita mit -tick, wie auch hunnert 100 und düsent 1000 haben Pluralformen auf en zur Bezeichnung der betreffenden Zahlenräume.
Seite 57 - (vgl. §. 66.). Hervorgegangen ans der Nasalirung eines rein gutturalischen Wurzelauslauts, hat die Verbindung die Kraft ihrer Gutturalis aufgegeben, dadurch hat der Nasal allmählich solches Uebergewicht erhalten, daß ein einheitlicher Laut entstanden ist, welcher als ein n mit Resonanz der hintern Mundhöhle bis an die Bildungsstätte des § bezeichnet werden muß. Weil also die Muta
Seite 74 - 1443 (1434) wohl mit Recht von Ettmüller conjicirt. — Starke Verba mit dem Stammesauslaute mm scheinen dem meklenb. Dialekte zu fehlen. Anmerkung. Daß sich e vor /-Verbindungen bisweilen in a verbreitere, ist in §. 13 bemerkt worden; dadurch erklärt es sich, wenn ums Jahr 1500 Verba der dritten Gruppe vereinzelt auch im Praesens den Vocal

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