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Llers. und warf die Truppen zurück, welche zur Aufnahme der Flüchtigen von Figueras vorrückten.

Das Centrum der Spanier, während dieser Zeit ebenfalls lebhaft angegriffen, verlor mehrere Redouten, und sah sich dadurch, noch mehr aber durch die Ereignisse in seiner linken Seite, zum schleunigsten Abzuge veranlaßt; da Puente de Molins bereits vom Feinde genommen war, mußte der Weg über Perelada nach Fi-i M. «. z. Fi«, gueras eingeschlagen werden. Marquis de las Amarillas, welcher einstweilen den Oberbefehl übernommen, hoffte sich bei diesem Orte behaupten zu können, indeß die Republikaner vertrieben den General Courten auch aus der in der Nähe der Festung besetzten Position, und es trat die Nothwendigkeit des weiteren Rückzuges ein; dieser konnte nur bei Gerona enden, da die Idee: eine Stel-n M. s. w. Fi«, lung hinter der Fluvia bei Bascara zu beziehen, wegen 243». s, F<«. des Verlusts aller Lagergeräthschaften bei der weit vorgerückten Iahreszeit unausführbar war.

Währenddem standen neuntausend Spanier, welche unter General Vives bei Vilaortoli, Espolla und Rabos den rechten Flügel bildeten, in lebhaftem Gefecht, und hatten alle Anfälle der Division Sauret abgewiesen, als Mittags der Befehl einging, den Rückzug über Mas-i^Msw,«». sarac anzutreten. In diesem Augenblicke war die Bewegung Victors, welcher die Gegner von Bagnols aus ganz umfassen sollte, beinah vollendet; nichts desto weniger ließ der spanische General, den ganzen Umfang der erlittenen Niederlage nicht kennend, seine Truppen noch

mals auf einigen vortheilhaft gelegenen Hügeln Position nehmen, die er zur Aufstellung des rechten Flügels geeignet hielt, wenn die Armee sich bei Figueras setzte. Erst auf wiederholten Befehl und die Nachricht, daß dieser Platz seinen eignen Kräften überlassen worden sei, setzte er am Nachmittage, auf das lebhafteste gedrängt,

iiM,s. z, «ig, den Rückzug nach Castellon de Ampurias fort. Die 32 Geschütze, die man gerettet, wurden von hier aus nach Rosas gesendet, um die Bewegung der Division auf den schlechten Nebenwegen zu erleichtenr; sie erreichte nach dreiundzwanzigstündigem ununterbrochenen Marsche am

in«°l«der Linie21 sten ohne weitern Verlust Verona*). d'e'NwP. A^ Abtheilung der französischen Armee wendete

sich sogleich gegen Rosas, die Hauptmasse blieb in der Nahe von Figueras stehen. Das dabei gelegene ungemein feste Fort S. Fernando, in welchem sich alle Magazine der Armee fanden, und dem es durchaus nicht an Vertheidigungsmitteln gebrach, wurde von dem Commandanten General Valdes, ehe noch der Angriff begonnen hatte, feiger Weise übergeben; die 9000 Mann starke Besatzung streckte am 28sten die Waffen, und wurde kriegsgefangen nach Frankreich abgeführt*).

») Alercurio III. 497-501. I79S I. 199. IVIonitein p. 287. 298. Inmini VI. 126—137. IVIai<:illac p.

237—290. Die Ofsicialberichte beider Theile sind sehr oberflächlich, der Rückzug des spanischen rechten Flügels (bei welchem sich die Emigrirten befanden) hat ganz nach Marcillacs Darstellung bearbeitet werden müssen, welche darüber einiges Detail enthält, aber auch hier durch falsche Angab« des Datums in der Nachlässigkeit consequent bleibt.

Mit diesem Ereignisse schließt die Geschichte des Feldzugs. Generallieutenant Urrutia wurde zum Befehlshaber der spanischen Armee ernannt, welche in der Umgegend von Verona Cantonirungen bezogen und eine Avantgarde bei Oriols aufgestellt hatte; die Franzosen «?M,n.z,Gel. begannen die Belagerung von Rosas, deren Darstellung wir des Zusammenhangs wegen der Geschichte des nächsten Feldzugs vorbehalten.

2. Feldzug in den Westpyrenäen,

In den Westpyrenäen war die Witterung während des Winters von 1793 und 94 so gelind, daß keine von beiden Armeen Winterquartiere bezog, und die Vordertruppen fortwährend einander fechtend gegenüberstanden. Französischer Seits war man beschäftigt, alle vortheilhafte Punkte zwischen der Nivelle und Bidassoa. durch Verschanzungen zu sichern und diese mit hölzernen Baracken zu versehen, welche den Truppen Obdach gewährten; die

») IVIerLuri>, III. 501—509. Boniteur p. 322. Der Feind fand in dem Platze 171 Geschütze, 2000 Centner Pulver. General Valdes kehrte nach geschlossenem Frieden nach Spanien zurück, und wurde durch ein Kriegsgericht zur Todesstrafe uerurtheilt, welche der König auf lebenslängliche Verbannung milderte.

Spanier befestigten ebenfalls alle Punkte, die sie besetzt hielten. Der rechte Flügel ihrer etwa 20,000 Mann starken Armee stand unter dem Herzog von Ossuna bei Burguete, das Centrum unter General Urrutia im Bostonthale, der linke Flügel, vom General Gil befehligt, auf beiden Ufern der Bidassoa mit dem Gros im Camp Martial. Die französische Armee mußte gegen Ende des Ianuar 8000 Mann guter Truppen an andere abgeben, erhielt aber dafür 20,000 Rekruten und zählte ungefähr 40,000 Mann in vier Divisionen. Zwei (Fregeville und Delaborde) standen an der untern Bidassoa, dem linken Flügel und Centrum der Spanier gegenüber; die des General Delalain bei St. Iean Pied de Port, die des General Marbot noch weiter östlich in dem Thale der obem Nive und des Saisson *).

Um die Republikaner von der Bidassoa zu entfernen, ließ der spanische Feldherr am Morgen des 5ten Februar von drei Colonnen einen Angriff auf ihre dortigen Verschanzungen machen. Während ein von Vera liM.n.z.Veia. vorgegangenes Detachement die bei Sare stehende Abtheilung beschäftigte, griff die Colonne des rechten Flügels die Montagne Mandate an, eroberte sie und bemächtigte sich bald darauf auch der auf dem Calvaire d'Urugne angelegten Verschanzungen; die des Centrums ging rechts der großen Straße vor, vertrieb den Feind

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von den dort besindlichen Höhen *), und eroberte /einige von den Schanzen, welche das Camp des Sansculottes mit dem Posten von Urugne verbanden. Die dritte Al>theilung überschritt die Bidassoa bei Hendaye, und unterhielt links der großen Straße bis gegen das Meer hin ein lebhaftes aber erfolgloses Gefecht. Die überraschten Republikaner schwankten, und es geht aus ihren eignen Berichten hervor, daß der Zweck der Unternehmung hätte erreicht werden können, wenn der Feind den ersten Vortheit mit größerem Nachdruck verfolgte. Allein die erste Colonne marschirte beim Calvaire d'Urugne auf, ohne weiter etwas zu unternehmen, die Angriffe der zweiten wurden nicht kräftig genug fortgeführt, und so beschränkte sich das Gefecht bald auf eine heftige Kanonade. Am Nachmittage traten die Spanier, ohne sehr gedrängt zu werden, den Rückzug an; sie hatten 23 Ossiciere, 313 Mann, die Republikaner 235 Mann verloren**).

Im Laufe mehrer Monate fanden hier, wie im Centrum, nur unbedeutende und erfolglose Gefechte statt.

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») Die Charte von Cassini zeigt nördl. und Nordwest!, des Ca!., vaire d'Urugne und Biriatou mehrere Höhenzüge ohne bestimmten Namen, welche die ofterwähnten Mont Bert, Diamant u. s. w. sein müssen.

*») NIercurio I. 226-230. »lenioire« z>. 72. Boniteur p. 589. S90. Die Spanier hatten 3884 Kanonenschüsse, 743 Granatwürfe gethan.

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