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laina die rechte Flanke der Spanier gewann, und diese sich darauf über Puente de Bar zurückzogen; die zweite Colonne wurde im Thale der Llosa durch tiefen Schnee und übles Wetter, so wie durch den Widerstand der GegM. w. Aes.ner, aufgehalten. Diese gingen endlich über Musa und ^M.s.w,Mus>'>,Aristot nach Arsegal, vereinigten sich dort mit den von ^ ''"' ^ Montella und Martinete kommenden Truppen, und nah« men bei Castel ciudad Stellung. Die Republikaner i^Ms.w.Beu».lagerten am Abende dieses Tages bei Puente de Bar, i^M, s. w. P.und erschienen am Mittag des 9ten vorUrgel; die Stobt ward ohne Widerstand besetzt und geplündert, eine Aufforderung des Forts blieb ohne Erfolg. Da es ihnen an Belagerungsgeschütz mangelte und der Versuch, die Spanier durch Bedrohung ihrer Communication mit Organa wegzumanoeuvriren, mißlang, so trat Dagobert am Uten den Rückzug nach Puycerda an, und ließ dabei die Segrebrücke bei Bar sprengen. Die Spanier verloren in diesen Gefechten 83 Mann und nach den Berichten ihrer Gegner 7 Geschütze, der Verlust der letztem ist nicht angegeben; der bedeutendste für sie war der des General Dagobert, welcher von Anstrengungen erschöpft am 18ten in Puycerda starb. Doppet wurde von den Conventsdeputirten zu seinem Nachfolger im Commando bestimmt *). , > . -!

In der zweiten Hälfte des April übernahm Graf de la Union den Oberbefehl der spanischen Armee und machte am 28sten eine Recognoscirung, wobei es zum Gefecht kam, über welches aber so wenig als über das viel bedeutendere des folgenden Tags, Detail in den Quellen zu sinden ist. Der spanische Bericht besagt nur allgemein: der Feind habe sich der beherrschenden Stellung auf den Höhen bei N. D. du Vilar bemächtigt, ö.M.s,b«oul. sei jedoch wieder daraus vertrieben worden; in der Sache selbst liegt, daß die Republikaner den Tech mit bedeutenden Streitkräften überschritten und sich gegen die rechte Flanke der Spanier gewendet haben mußten, deren kritische Lage daraus hervorgeht, daß in einer Versammlung der Generale am 29sten beschlossen ward, die Armee in der Nacht zum 2ten Mai ihre bisherigen Stellungen räumen zu lassen *).

*) öreroulill II. S7—66. Kroniteur p. 853. 893. Dop, p»t p. 290. 292. 293.

Wahrscheinlich haben Truppen des General Sauret diese Gefechte bestanden, denn nach Iomini's Darstellung ging Perignon erst in der Nacht zum 30sten durch eine Furth bei Bruilla auf das rechte Ufer der Tech über; wie dem auch sei, am Morgen des 30sten wurden alle Verschanzungen von Montesquiou bis la Trompette gleichzeitig angegriffen und größtentheils erobert, so daß sich die Spanier am Abende auf einige Batterien nah am Flusse beschrankt sahen. Auch diese wurden am nächsten Morgen erobert,, zugleich setzten sich die Republikaner auf der großen Straße nach Bellegarde fest, und

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nöthigten die Abtheilungen, welche hier standen, zum Rückzuge in das Lager bei Boulou.» Dem rechten Flügel und Centrum der spanischen Armee blieb so kein ander« Weg über die Pyrenäen, als der sehr beschwerliche durch den Col Porteil. , , Auf die Meldung von diesem Unfalle zum schleunigen Rückzuge entschlossen, ließ Graf de la Union die bei Ceret lagernden Truppen von diesem Orte bis Maureillas aufstellen, um das Desiliren der Artillerie und des Gepäcks zu decken, was in dem Engwege zwischen Maureillas und dem Col Porteil nur langsam geschehen konnte. Die bei Boulou zusammengedrängten Truppen wurden ebenfalls nach diesem Punkte gerufen, vom Feinde aber so lebhaft verfolgt, daß bald Alles im Gefecht stand; als es jetzt Augereau gelang, die Verschanzungen an der Brücke bei Ceret zu stürmen, und eine Cavalerieabtheilung rasch über dieselbe vorging, ward plötzlich bei den Spaniern die Unordnung allgemein. In wilder Flucht stürzten sie dem Engpasse zu, der den einzigen Rettungsweg darbot, und überließen alles Material den Siegern, . welche 200 Geschütze, 2000 Gefangene, viele Magazine, alle Lagergeräthschaften und fast den ganzen Train als Trophäen dieses Tages nennen. Der spanische General suchte hinter dem Col Porteil die Flüchtlinge einigerm«

z M s. Boul.ßen zu sammeln, und führte sie unverweilt nach Figueras; im Gebirge blieben nur einige Beobachtungsdetachements stehen.

i V. w. L»«t. Die Portugiesen, welche zwischen Palauda und Alles den linken Flügel der Armee bildeten, hatten sich bei der ersten Nachricht von den Ereignissen bei Boulou schnell gesammelt, und ohne Antheil am Gefecht zu nehmen, über St. Laurent des Cerdans und Masanet nach S.l/M.s.w,P«l, Lorenzo de la Muga gezogen. GeneralNavarro, Befehls-1^Ms,°,M.,s, haber der Truppen in den Küstenplätzen, erhielt die Weisung, die 500 Mann Cavalerie, welche er bei sich hatte, durch den Col de Bagnols nach Figueras zu senden, Bagnols zu räumen, und sich auf die Besetzung von Argeles, Port oendre, Collioure und St, Elme zu beschränken*).

Der rechte Flügel der Republikaner folgte langsam und mit Vorsicht den Portugiesen, Perignon schloß Bellegarde von allen Seiten eng ein, zu welchem Zweck eine starke Abtheilung nach la Iunquera entsendet ward. ° M. s, «>«, General Sauret, durch eine Brigade des Centrums verstärkt, wendete sich gegen die von den Spaniern besetzten Küstenplätze, von denen Argeles schon am 2ten Mai geräumt wurde. Auch die äußeren Werke von Port vendre hatten sie verlassen, so daß am 3ten eine französische Colonne bis an den Hafendamm dieses Ortes vordrang; man wies sie zwar zurück, aber das Ereigniß veranlaßte mannichfache Unordnung unter den dort liegenden Schiffen, von denen die Kanonierböte nach Collioure gesendet wurden, die Fregatten in See gingen.

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Am 5ten erschien eine französ. Flottille bei Collioure, landete einige Tage später das nöthige Belagerungsma^M.s,z.Porw,terial in der An« de la Polille, und ging großen Theils beim Cap Bearn vor Anker, um den Plätzen jede zur See kommende Unterstützung abzuschneiden. Am 6ten und 7ten begann der Feind sich vor Portoendre und dem ^ Fort St. Elme einzugraben. Eine Batterie von drei Feldgeschützen, die am 8ten ihr Feuer begann, wurde sogleich durch das des Forts zum Schweigen gebracht, wiederhergestellt, aber am Abende wieder ganz zerstört; dagegen gewannen sieben schwere Geschütze, welche am Uten auf 500 Schritt Entfernung vom Fort in Thätigkeit kamen, bald das Uebergewicht.

Die bei Cap Bearn stationirten Schiffe segelten nach der Küste von Argeles, als sich ein spanisches Convoy in der Ferne zeigte, so daß dieses am 13ten bei Port vendre landen konnte. Navarro forderte den Führer desselben auf, die bei Bagnols stationirten Kanonierchaluvpen zu vertreiben, um das weitere Ausschiffen von Belagerungsbedürfnissen zu hemmen; indeß dieser hielt den Antrag für nicht ausführbar und verließ mit den Fregatten, welche das Convoy deckten, die Rhede von Port vendre, da die Batterie von St. Elme ihr Feuer auch Hieher gerichtet hatte. Ein Ausfall, der in der Nacht zum 17ten in drei Colonnen gegen diese gemacht ward, hatte anfangs glücklichen Erfolg, bald aber.wurden die Spanier mit einem Verlust von 20 Ofsicieren, 221 Mann zurückgetrieben.

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