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ohne jedoch etwas Ernstliches zu Mtternehmen/ da'Graf Kalkreuth an demselben Tage bei Homburg eintraf, seide 2 ö M.s,,.O«w, Generale wollten selbst zum Angriffe Übergehen, als der^^" ^" Feldmarschall, zum Ersatz der nach Trippstadt gesendeten 'Verstärkungen, den größten Theil ihrer Truppen in die , Gegend von Kaiserslautern zog, so daß am 3ten bloß 3 Bat., 5 Ebc. stehen blieben; unbegreisiicherweise unterhielt der Feind auch jetzt nur ein leichtes Gefecht, und ging bald über die Erbach, am 4ten in seine säget zurück. Die preußische Armee hatte in beiden Tagen l1 Offenere, 333 Mann, das österreichische Corps 7 Dfsiciere, 483 Mann verloren*). . /Die Verbündeten veränderten ihre Aufstellung nur unbedeutend, indem das Corps von Kaikreuth M 7ten bei Martinshöhe ein Lager bezog, und von -den Nesterreichem Fraischbach durch ein Detachement aller Waffen stark besetzt ward, um die Verbindung mit, Hchenlvhe zu sichern. Feldmarschall Möllendorf wünschte, daß jenes Corps sich bis Neustadt ausdehnen möge, wodurch die Truppen unter HoheNlohe verwendbar und Entsendungen ,gegen Trier möglich geworden waren; vergeblich blieben aber alle Anträge, welche' deßhalb bei dem Herzoge von Sachsen-Teschen gemacht wurden. , Dagegen

») Berlmer Ze:t. Beil. zu no. 84. 86. 88. 89. Wiener Zeit.

Beil. zu No. 56. v. Blücher S. 95-98. Oest. Mil.

! Zeits. II. 235-240. lomini VI. 61-66. Handsch.

Nachrichten. '>,,' !, ^>' , ».5

III. 20

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erhielt«n die ftanzösifchen General« den bestimmtesten Befehl zu einem allgemeinen Angriffe, und beschlossen den Hprdyn der Alliirten an seiner schwächsten Stelle, im Gebjrg, zu sprengen, zugleich aber auch alle übrige Corps durch lebhafte Angriffe zu beschäftigen*). , Um Nachmittage des 12tm erschienen zwei Divisionen her Moselarmee vor dem Lage» des Grafen Kalb reuth,hei,Martinßhöhe, und begannen ein wenig bede«' tendes Gefecht mit den Vordertwppen; ebenso folgten sie ohne etwas Ernstliches zu unternehmen, nur bis Martinshöhe, als die Abtheilungen von Kalkreuth und Rüchel in der Nacht nach Kaiserslautem abrückten, wo der FeldMrschall.dem erwarteten allgemeillen Angriffe begegne» wollte. Die Division Taponnier ««schitte am,12ten ^wiederum gegen Trippstadt; eine Abtbeilung von 9 Bataillonen unter General Sibaud gegen die Posten bei Iohanniskreuz, in deren Angesicht sie nach zweistündigem erfolglosen Gefecht stehen blieb. General Degranges erstieg mit 6 Bataillonen vom Modebach« Thale aus den Kesselberg, in der linken Seite deö Schänzels, ward durch einen Bajonnettangnff wieder verttieben, wiederholte den Versuch noch zweimal vergeblich, und lagerte darauf im Modebacher Thale. Da man zugleich eine andere, französische Colonne (6 Bataillone unter General Sisci) in der Gegend von Ramberg entdeckte,

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so verstärkte der Prinz von Hohenlohe die Besatzung ses Sihänzels mit 6 Compagnien, denen am folgenden Tage noch 2 Bataillon« nachgesendet wurden. ^ ,^ , > Nährend am 13ten Taponnier die Division bei TrippstaVt durch lebhafte Anfälle festhielt, wurden die Gebirgsposten aufs Neue wiederholt bestürmt. Die Truppen unter Kleist wiesen mit ausdauernder Tapferkeit mehrfache Angriffe beim Horderkopf, Saukopf, so wie bei Iohanmskreuz zurück, und wichen erst am Abende, als sie alle Munition verschossen hatten; die Generale Kleist und Kunitzki befanden sich unter den Verwundeten, und zum erstenmale in diesem Kriege mußten dem Feinde einige Geschütze überlassen werden, deren Bedienung und Bespannung durch das Feuer der französischen Tirailleure getödtet worden war. Mit gleicher Tapferkeit, aber nach größerem Verlust, wurden die Posten des Schänzels und Kesselberges von den 44 Bat. vertheidigt, welche mit 9 Geschützen dort standen. Auch sie schlugen mehrere Angriffe ab, erlagen aber am späten Nachmittage einem allgemeinen Anfalle der übermächtigen Gegner, kurz nachdem die zur Unterstützung gesendeten 2 Bataillone, ermattet und für den Augenblick kaum zum Gefecht brauchbar, auf dem Kampfplatze eingetroffen waren. Die Abteilung, zog sich theils nach Neustadt, theils nach St.i^M.n.z.und Martin zurück; ihr Anführer, der General Pfau, war N'än^ tödtlich verwundet in die Gewalt der Sieger gefallen, der sonstige Verlust betrug 30 Ofsiciere, 500 Mann und alle Geschütze.

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Um den Gebirgsposten jede Unterstützung zu entzie hen/ hatte der Feind an diesem Tage auch im Rheinthale die Verbündeten, und vorzugsweise das Corps von Hohenlohe, beschäftigt. Gegen die Oesterreicher marschirten die Divisionen Desa« und Vachot, ohne jedoch ein ernsthaftes Gefecht zu beginnen, so daß der Herzog einige Bataillone nach dem linken Flügel der mehr bedrohet«» preußischen Stellung sendete. Vor dieser waren die üb« 16,000 Mann starken Divisionen St. Cyr und Frientzholz erschienen, und richteten ihre hauptsächlichsten Anstrengungen gegen die Abtheilung des General Blücher, wo nach lebhafter Kanonade zahlreiche Infanterie von Roth aus durch die Weinberge Edenkoben zu gewinnen suchte, während eine starke Cavaleriemasse mit reitendem Geschütz auf der Straße von Edesheim gegen den 3>rt anrückte. Der Angriff des Fußvolks ward durch einige Bataillone mit unerschütterlicher Standhaftigkeit aufgehalten und abgewiesen, auf die Reiterei stürzte sich Blücher an der Spitze seines Regiments, warf sie bis hinter Edesheim, und wurde nur durch das Flankenfeuer aus den Weinbergen, am weitern Verfolgen gehindert. General Laboissiere war dabei mit 80 Mann und 3 Kanonen in die Gewalt, der Sieger gefallen. ...

Das Gefecht in!,dem durchschnittenen Terrain bei Roth währte mit ununterbrochener Heftigkeit bis zum Abende, wo 14 Bataillone vom linken Flügel dahin gesendet wurden; die preußische Infanterie, an ihrer Spitze der Prinz Ludwig Ferdinand, ging jetzt selbst zum Angriffe über, und warf den Feind, welcher mit großem Verluste in seine erste Aufstellung zurückwich, da es einer in seine Flanke gesendeten Escadron bei Roth einzubrechen gelang. Gegen das Centrum und den linken Flügel des Hohenlohischen Corps hatten nur Demonstrationen, von einer lebhaften Kanonade unterstützt, stattgefunden, und die Gegner ließen sich um so weniger aüf ein ernstliches unmittelbares Gefecht ein, da ihr Angriff gegen Blücher gleich Anfangs mißlang, und über^es der Hauptzweck des Unternehmens ohnehin erreicht ward')."' Nach dem Verluste der Gebirgsvosten erschienen die Stellungen der Verbündeten nicht mehr haltbar, und eine Armee von mehr als 7t>,000 Mann sah sich durch die Niederlage einiger Bataillone zum allgemeinen Rückzuge genöthigt. Das. österreichische Corps ging am 14ien bis hinter den Rchbach, in der Nacht zum ißten bei Mannheim auf das rechte Rheinufer; an der Rheinschanze blie^ ben 5 Bat,, >8 Esc. zurück. Defair war Mr de^ Arnergarde auf dem Fuße gefolgt, hatte auch am 15ten

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