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Hammerstein den Entschluß, sich durchzuschlagen. Zweihundert achtzig Hanoveraner mit zehn Geschützen blieben zurück, der Ueberrest brach am Morgen des 30sten zwischen ein und zwei Uhr theils aus dem Courtrayer, theils aus dem Brügger Thore, und gelangte nach Heft 4^ M. n w. tigem Gefecht über Rousselaer glücklich nach Thorout, «i M. n. z. von wo am 1sten Mai nach Brügge marschirt wurde. Die tapfere Schaar hatte beun Durchschlagen 14 Vfn° ciere, 269 Mann todt oder verwundet, 162 Wann Vermißte, welche aber größtentheils umgekommen waren; von 18 mitgenommenen Geschützen wurden 13 gerettet, dagegen auch dem Feinde mehrere genommen, von denen man jedoch nur 2 nach Thorout bringen konnte. Das zurückgelassene Detachement capitnlirte am folgenden Tage *).

Pichegru zog darauf den größten Theil seiner Armee in eine Stellung zwischen Comtray und Menin zusammen, wodurch die von den Verbündeten in Westsiandern besetzten Plätze gänzlich isolirt wurden. Die 20,(X10 Mann starke Abtheilung unter Bonneau war um diese Zeit aus der Gegend von Bouchain in der ihr ange

») Wiener Zeit. Beil. zu Nr. 42. Oest. Mil. Zeits. II, 3«)—342. Mil. Denkw. IV. 175—320. Letztere Quelle enthält die im Iahre 1803 auch besonders abgedruckt erschienene detaillirte Relation über dieses Ereigniß, von dem damaligen hanöverschen Hauptmann Scharnhorst (der bei der Vertheidigung wesentlich mitwirkte) verfaßt, und mit einem Plane versehen, vaviä p. 13. 15.

»iefenen Stellung bei Sainghien eingetroffen, und sicherte hier die Verbindung mit Lille.

Wie wir wissen, hatten die Verbündeten ebenfalli Verstärkungen erhalten, und am 3ten Mai traf auch der Herzog von York mit 14 Bat., 28 Esc. bei Marquain ein, worauf Starray die bisher dort gestandenen 8 Bat., 11 Esc. nach Espierres führte. Mit der da-2«t. n.M»i«, durch erlangten Truppenmasse (51 zum Theil sehr schwache Bataillone, 65 Escadrons) hoffte man den 70,000 Mann starken Feind aus Flandern zu vertreiben, und zwar mit getheilten Kräften.

Nach dem allgemeinen Operationsplan sollte Clerfait zwischen Haerlebecke und Deynse die Lys überschreiten, während der Herzog von Marquain aus den rechts des Flusses stehenden Theil der Gegner beschäftigen würde. Der östreichische General hatte 184 Bat., 21 Esc., mit denen er am 4ten Mai nach Vichte marschirtez^M.n,».««» 3 Bat., 3 Esc. Engländer, kurz zuvor in Ostende gelandet, der 1200 Mann bettagende Rest der Besatzung von Menin, und 8 hanöversche Escadrons, welche bei Thielt und Thorout standen, waren zu seiner Disposition gestellt. Um die Verbindung mit dem Herzoge zu sichern und des Feindes Aufmerksamkeit zu theilen, rückte an demselben Tage Graf Walmoden mit 12^ Bat." (3200 Mann) und 10 Esc. (973 Mann) Hanoveranern nach Coeyghem, von wo aus er nach und nach 1 Bat., 1 Esc. nach Belleghem, 1 Bat., 2 Esc. auf die ^ M. n. >°

Coeygh,

Hohe zwischen Roncheval und Dottignies, 1 Bat., 2 Esc. ^ M. s, °. «eu

4 M, s, R°»ch, und 180 Mann nach Dottignies, 1 Bat,, 50 Pferde < M,s w, nach St, Leger detachirte, so daß zur Vertheidigung der

Position selbst wenig über 2000 Mann blieben *).

Clerfait sollte nach der von ihm selbst entworfenen Disposition am 6ten die Lys überschritten haben, verwendete indeß den 5ten und 6ten zu Recognoscirungen, den 7ten zu Vorbereitungen, ging endlich am 8ten bei ^i^^w.^St. Eloysvyfe über den Fluß, und lagerte bei Hulste, ;M^w?hulst.4 Bat,, 4 Esc. bei Ingelmünster; die Engländer und Hanoveraner, über welche General White den Befehl ilMnwIn«.erhielt, rückten nach Rousselaer. Am folgenden Tage i M.s,w, Hülst, nahm das Gros zwischen Vinckel St. Elov und Lendelede Position, die bei Ingelmunster stehende Abtheilung rückte in den Raum zwischen letzteren Ort und die 5M.s.ö.R°uff.Lys, White an den Mandelbach zwischen Crachten und

5 M. z.ttiocht.Emelghem ").

»1 Oest. Mil. Zeits. II. 347. 348. Mil. Denkw. III. 183— 187. 194. 195. Freimüthige Beit. S. 213-215.

Am 4ten hatten drei Escadrons, welche von Thielt nach Rousselaer vorgerückt waren, ein merkwürdiges Gefecht mit einem französischen Recognoscirungsdetachement von mehreren Escadrons. Die Hanoveraner waren abgesessen, und eben beschäftigt, den Pferden Futterbeutel vorzuhängen, als der Feind mit ihrer zurückgeworfenen Feldwache gleichzeitig anlangte und drei Geschütze reitende Artillerie abprotzte.' Im Nu war Alles wieder streitfähig, die Gegner wurden angegriffen , und mit Verlust ihrer Artillerie, welche gar nicht zun» Schuß kam, zurückgeworfen. Mil. Dentw, III. 180. 181.

") Oest. Mil. Zeits. II. 349. 350. Mil. Denkw. III. 187—192.

Pichegru muß von dieser Bewegung nicht genau unterrichtet gewesen sein, oder auf die Unthätigkeit der Gegner gerechnet haben; denn am 10ten ließ er die ganze Linie der Verbündeten auf dem rechten Ufer der Lys angreifen, Souham erschien am Morgen vor der Front der Stellung der Hanoveraner bei Coeyghem, während zugleich Angriffe auf Dottignies und St. Leger ihre Rückzugslinie bedrohten; General Busche, der an des erkrankten Walmoden Stelle das Corps commandirte, ging deßhalb gegen Mittag bis hinter die Espierre, und bald darauf noch weiter gegen Tournay zurück, da er die Meldung erhielt, daß Templeuve in der Gewalt des Feindes fei. Auf die Nachricht, daß die Oestreicher ihn daraus vertrieben hätten, rückte die hanöverfche Abheilung wieder an die Espierre, und. setzte sich in Besitz der Dörfer St. Leger und Espierres; Souham erhielt «m späten Abende Befehl, sogleich nach Courtray zurückzukehren, G. Busche bezog am folgenden Tage eine Stellung bei Warcoing., . -. z n.,. «sp.

Lebhafter war das Gefecht beim Herzoge von York, gegen welchen Bonneau am frühen Morgen in zwei Loloimen über Bouvines und Pt. » Tressin anrückte. Die Stellung der Verbündeten, durch einige Feldschanzen verstärkt, war mit dem linken Flügel hinter Lamain, 4 M. s.w.Mat«. dm rechten hinter Hertain; von dem bevorstehenden An-^M.n,w.e»m, griffe im Voraus unterrichtet, standen sie in Bereitschaft, ihm zu begegnen. Die Colonne, welche bei Bouvines die Marque überschritten hatte, marschirte in der

Absicht, die linke Flanke der Position zu umfassen, größ?^'^^°""tentheils über Bourghelles gegen Bachy, wo aber Major Giulay mit 2 Compagnien, 3 Escadrons ihrem werteren Vordringen in mehrstündigem Gefecht Grenzen setzte. Die zweite französische Colonne, viel stärker als jene, und besonders von einer zahlreichen Reiterei (angeblich 5000 Pferde) begleitet, näherte sich indeß dem linken Flügel der Hauptstellung, verdrängte die Vvrdertruppen ^M.z.Pt.«,Ti.aus Baisieu und Camphin, formirte sich in dem Grunde

? M. s, B»is.

zwischen beiden Dörfern und begann eine heftige Kanonade. Der Herzog ließ achtzehn Escaoron (16 englische, 2 östreichische) gegen ihren rechten Flügel bei Camphtn rücken und dieses Dorf durch etwas Infanterie angreifen, während 3^ Escadrons, denen 2 Bat., 6 Esc. als Unterstützung folgten, gegen Baisieu dirigirt wurden.

Was sich von französischer Reiterei bei Camphin fand, ward bald geworfen und darauf das Dorf freiwillig geräumt; vergeblich versuchten aber die Engländer, in die Infanterie einzubrechen, welche, durch höchst vortheilhaftes Terrain begünstigt, sich ausdauernd vertheidigte und erst beim dritten Anfalle gegen Baisieu zurück zu weichen begann. Die gegen die linke Flanke der Republikaner gesendeten Truppen hatten ebenfalls Vortheile erfochten, als die gesammte französische Cavalerie, um ihr Fußvolk zu retten, zum Angriffe vorging; sie ward sogleich rechts von 18, links von 94 Escaorons angefallen, und mußte nach lebhaftem Gefecht und bedeuten«

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