Abbildungen der Seite
PDF

über die Emms und desse» jetzige Aufstellung mit dem rechten Flügel unter Oen. Dundas bei Emden, mit dem linken unter Gl?. Abercromby bei Meppen, — mit der Reserve bei Quackenbrügge und Kloppenburg. Er äußerte ferner: „Wenn der Feind gegen Bremen vorrücken wollte, müsse er erst die Engländer von der Emms zu vertreiben suchen. D^nn trere der Zeitpunkt «in, in dem daj östreichische Aunliarlorps gegen Bent» heim in des Feinde« rechte Flanke agiren sollte. — Wenn Oen. Riedesel au< Bentheim verbrangt würde, so müsse er sich vor Rheine, am linken Ufer der Emms, so lange behaupten, bis das k. k. Auriliarkorps eintraf». Dann sollten beide gemeinschaftlich den Feind angrei» fen.Dai Schloß zu Bentheim sey befestigt, mit 4 Ka. nonen besetzt, und könne sich wohl einige Tage halten. Aber es decke nur einen von den fünf oder sechs Wegen, die nach Rheine führen. Dieser Punkt sey daher nur als ein Vorposten zu betrachten, um die rückwärtigen Quartiere gegen feinbliche Beunruhigung zu decken, und durch dessen Vertheidigung gegen einen ernstlichen Angriff wäre nur Zeit zu gewinnen, um die Truppen zum Widerstand zu sammeln und zu ordnen. — Das Korps bei Bentheim, mit Einschluß seiner Unterstü» tzungstruppen, zähle nicht volle Haan Mann. Da in jener Gegend sich keine von Natur starte Stellung sin» de, so stehe die Truppe in derselben sehr zerstreuet, könne rechts auf einer Strecke von sieben Stunden umgangen werden. Daher würde eine ansehnliche feindli» che Macht jenes schwach« Korps leicht über die Emms zurückdrücken. In diesem Falle vermöchte also die eng« lisch« kombinirte Armee das rechte Ufer nicht lange zu halten, wenn sie nicht eine angemessene Unterstützung an kaiserlichen Truppen erhielte." — Der von dem Gen. d. Kay. Grafen Wallmoden früher geäußerte Wunsch, ein kaiserliches Truppenkorps in der Grafschaft Teklen bürg mit den Hannoveranern und Hessen vereint zu sehen, wenn der Feind die Vortruppen vor Bentheim vertreibe, wurde wiederholt. — „Wen» feindliche Vortruppen einen Angriff auf Bentheim unternähmen, so würde ein Flankenangriff von Horstmar her eine gute Wirkung machen. Auch seyen bereits die Generale Finke und Scheither beauftragt, sobald der Feind die alliirten Posten von Epe und Gronau vertrieben hätte, den Flankenangriff auszuführen. Doch gegen einen ernstlichen Angriff mit größerer Macht böte eine solche Operazion kein« entscheidende Hilfe. — Das Land an der unteren Emms habe viele Moräste und Gewässer, welche dem Feinde bei seinem Angriff große Schwierigkeiten in den Weg legen würden. Allein es fehle an Vertheidigern. Auf einer Strecke von vierzig Stunden ständen kaum 7000 Mann. Die auf dieser langen Linie zerstreuten Truppen konnten sich nicht wechselseitig unterstützen, und um die Reserve ins Gefecht zu bringen, brauche es Zeit, damit die Meldung von einem beginnenden Angriff zu Osnabrück eintreffe^ — noch mehr Zeit, bis die Reserven an die bedrohten Punkte gelangen können. —. Der Graf sey noch immer der Meinung, daß das zur Vertheidigung der Emms, oder des Weges über Bentheim, bestimmte kaiserliche Korps am linken Ufer bis in die Höhe vor Rheine hinabrücken müsse." —

Die Franzosen hatten in den letzten Tagen des Februars und ersten des März die alliirten Vortruppen des Centrums mehrmals beunruhigt. Am 3. machten sie auf die Vorposten der Generale Scheither und Riedesel einen nachdrücklichen Angriff, vertrieden dieselben aus Nienhuys, Losser, Ottenstein, Vre» den, Gronau, Eye, u. s. w., und drückten sie überall von der Dinkel zurück, bis hinter Schuttorp, auf Schwarcecamp, Gildehaus, u. s. w. Auf dem rechten Flügel erwarteten die englischen Vorposten in Mordhorn, Wittmarsun, Hesepe, u. s. w., den An» griff nicht, sondern räumten diese Orte, setzten in Käh» nen über die Em,ns, und schloffen sich bei Lingen an d^j Korps des GL. Abercromby. Was von kaiserlichen Vorposten oberhalb Epe an der Dinkel gestan« den, wich nach Ahaus zurück. Da die alliirten Vor» truppen fast keilen Widerstand geleistet, so war auch ihr Verlust unbedeutend. — Die'Franzosen folgten über die Dinkel, und besetzten Nienhuys, Losser, Gronau, Epe und Ochtrupp. — Die alliirten Unterstützungstruppen setzten sich nun in Bewegung: von der Brigade Wurmb 5 Eskadrons nach Salz» bergen, über der Emms, um Schuttorp zu unter, stützen, und a» dem rechten Ufer der Vechte zu pairulliren, — » Bataillon nach Ohne, zur Deckung der Brücke über die Vechte und zur Aufnahme der vorwärtsstehenden Truppen, — 2 Eskadrons nach Herem, 2 nach Nienkirchen; — von der Brigade des Gen. Schmidt 2 Eskadrons nach Wette ringen.

Am 4> März verliest der Feind mehrere der Tags zuvor eingenommenen Posten wieder, und zog sich gegen Bentheim und Haxbergen zurück. Gen. Scheither besehte Gronau und Rockenburg mit starken Posten. In Ochtrupp stellte er den Haupttheil seiner Brigade au'. Bei Raoenhorst unterhielt er seine

[ocr errors]

Verbindung mit den Braunschweigern. Enschede und Losser waren noch vom Feinde besetzt. — Der FM'^. Baron Werneck beorderte den in Coesfeld stehenden kaiserlichen Gen. Finte, mit 3 Bataillons, 6 Ostadrons, nach Ahaus und Nienborg, und befahl ihm, den Feind sogleich anzugreifen, und zurückzuwerfen. Die Franzosen marteren aber diesen Angriff nicht ab, und zogen sich zurück. Gen. Finte liest noch am 4. März Mettelen, Epe, Horstmar, Stein fürt, Schöppingen, Laar und alle übrigen früher von den Kaiserlichen innegehabten Vorposten, — mit Aus» nähme von Altstädte, das der Feind erst am folgenden Morgen räumte, — wieder besetzen. Am 5. März begab sich FML. Wern « ck selbst nach Stadt L 0 en, An diesem Tage blieb auf den kaiserlichen Vorposten Al» les ruhig. Die bisher bestandene Lücke in der Vorp«. sienlinie wurde durch die Besetzung von Nienborg und Mettelen ausgefüllt. Eine Kavallerie «Unterstützung wurde in Ochtrupp aufgestellt. In Allem setzte er 12 kaiserliche Bataillons und 24 Estadrons in Bewe» gung, und diese bezogen dann neue, für die Angriffs» bewegung bestimmte Katltonnirungen. Werneck war in Bereitschaft, des Feindes rechte Flanke anzufallen, wenn derselbe noch weiter vorgerückt wäre. —

Die rechte Flanke der Brigade des Gen. Riede» sel war am 5. März durch den Abmarsch der Englän» der aus Nordhorn, u. s. w. bloßgestellt worden. Die» sei General hielt um 4. Kriegsrath. In Folge eines in demselben gefaßten Beschlusses verließ er am Abend seine Stellung mit dem Hauprcheil der Brigade, und kam am 5. vor Tagesanbruch zu Rheine an der Emms an. In BentHeim hatte er hessische Jäger und Füseliere, und an der Brücke über die Vechte bei Oh n e i Bataillon zurückgelassen. Auch der zu Gildehaus gestandene Oberst Wurmb zog sich mit seiner Abtheilung, über Ohne, nach Rheine zurück. In der Nacht vom 4. auf den 5. März hatte auch die letzte Infanterie Bentheim verlassen, und die Stadt blieb nur noch von einer Abtheilung hannoverischer Reiter besetzt. Gen. Scheither fürchtete nunmehr, vom Feindein seiner rechten Flanke bedroht, ja abgeschnitten zu werden, und wollte sich schon ebenfalls nach Maxhaven und Steinfurth zurückziehen. — Sobald der Gen. d. Kav. Graf Wallmuden von dieser rückgängigen Bewegung Nachricht erhalten, erließ er an den Gen. Riedesel den Befehl, ausder Stelle mit seinem Korps nach Ohne zurückzukehren, und die Vechte wieder zu besetzen. Die« ses geschah um Mittag, und da der Feind aus jenem Abmarsch, vermuthlich aus Unbekanntschaft mit demselben, noch gar keinen Vortheil gezogen, so besetzte Gen. Riedesel noch im Laufe des Nachmittags seine ganze vorige Stellung wieder. —

Der Gen. d. Kav. Graf Wallmoden hatte am 4. März den FML. Baron Werneck in drei Schreiben aufgefordert, die Vorrückung mit seinem Korps am rechten Ufer der Emms, in die Gegend zwischen Rheine und Lingen auszuführen. Werneck erklärte dagegen, „daß er sich nicht weiter rechts ziehen, nicht von den Truppen des FML. Bruglach sich trennen dürfe; daß der FZM. Graf Clerfayt es ihm ausdrücklich untersagt habe, auf das rechte Ufer der Emms überzugehen; daß er aber auf dem linken U f e r, zur Unterstützung der Stellung vor Bentheim und Ohne, in die rechte Flanke der Franzosen kräftigst zu operiren bereit sey." — In

« ZurückWeiter »