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In omni autem praelio non tam multitudo

et virtus indocta , quam ars et exerci-.
tium solent praestare victoriam.

Flavius Vegelius.

Redakteur : Joh. Bapt. Schels.

W i en, 1834.

Gedrud i bei anron Strauf's rel Witwe.

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1.

Der Feldzug 1811 zwischen Rußland und der Pforte an der unteren Donau, bis zum Friedensschlusse vom 28. Mai 1812.

Nach russischen Quellen.

Mit dem Plane der Steuungen bei Ruftichuk.

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Der Graf Nikola i Kamens toi II. Hatte seine

. Truppen nur in die Winterquartiere verlegt, um ihnen einige Zeit zu gönnen, sich von den erlittenen Beschwers den zu erholen. Er war aber keineswegs gesonnen, sie lange in Unthätigkeit zu lassen. Noch immer beharrte er bei dem Plane, welchen er im vorigen Jahre we. gen der langwierigen Belagerung von Rustfout batte aufgeben müssen, nämlid: von Sirnoma aus über den Balkan zu gehen. Uuch hoffte er, denselben vor dem Aufthauen der Flüsse ausführen zu können. Der Abgang von 24,000 Mann wurde durch Rekruten erseßt, und die Armee erhielt den Befehl, bereit zu seyn, bis 13. Februar 1811 über die Donau zu regen. Allein die Ibätlichkeiten fingen noch früber an.

Die abermalige Einnahme von Lofa, wo sich wieder ein ziemlich bedeutendes türkisches Korps fams melte, sollte der erste Schritt zur Erfüllung dieses

orhabens feyn. Der Gen. Graf Saint Priest wurde angewiesen, daß Kommando über die 22. Division von

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dem Gen. Wiafemati zu übernehmen, und mit derselben, nachdem sie durdy 4 Bataillons aus Bucarest, dann durch 6 Bataillons und 3. Kosaken:Regimenter aus Rustsduk verstärkt worden war, nad lofga vorzurücken. Der General mußte auf seinem Marsde 7 Bataillons in Nikopoli, 2 in Kainari und 1 in Plewna zurücklaffen. Mit den übrigen 16 Bataillons und 4 Kosaken - Regis mentern, die zusammen ungefähr 8000 Mann zähl: ten, langte er am 10. Februar vor lofga, an, das von einem Korps von 10,000 Mann, mit 10 Kanos nen, besetzt war. Der følgende Tag verging mit Vor: bereitungen zum Sturme, den die Ruffen am 12. un: ternahmen. Während zwei Abtheilungen, jede von 4 Bataillons, falsche Angriffe auf den Seiten von Plewna und Selvi ausführten, erstieg der Graf Saint Priest auf der Straße von Sophia mit 8 Bataillons die Wälle der Stadt; die sich nun ergab. Der Feind verlor seine ganje artillerie, und zählte mehr als 4000 Todte und - 1400 Gefangene. Der Rest der Befatung gerstreute sich auf den Bergen. Der Verlust der Russen hingegen belief fich kaum auf 500 Todte und Berwundete.

Die Einnahme dieser Festung erschien dem Obers befehlshaber als eine glückliche Vorbedeutung für die Fortseßung des vorgenommenen Planes; der aber den: noch unausgeführt bleiben mußte. Die feindseligen Ges finnungen Frankreichs machten es nöthig, bedeutende Kräfte an den westlichen Grenzen Rußlands aufzustel: len. Daber mußte die moldauische Armee verkleinert werden. Kaiser Alerander befahl dem Grafen N. Sa: inenskoi, von den neun Divisionen, die unter seinem Befehle standen, fünf an den Dniester zurückzusenden. Ilm indesien vor den Sürken die Änderung der ruftischen

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Kriegsoperationen und die Verminderung der Urmee fu verbergen, 'wollte der Feldherr doc nad Sirnowa vorrücken, und die dazu bestimmten Truppen vereinig. ten sich in Nikopoli, wo der Graf N. Kamenskoi am , 15. Februar anjulangen hoffte. Prößlich wurde er aber von einer schweren Krankheit überfallen, die ihn zwang, diesen Zug aufzuschieben.

Um die Mitte des Februar traten die fünf Divis sionen den Rückmaríd an: die 11. nach Chotim, die 12. nach Mobilew am Dniester, die 15. nach Stefa: nesti, die 18. nach Kaminiel - Podolski, und die

9. nach Jaslo. Ude Kavallerie-Regimenter der 11. Divis fion und 5 Eskadrons der 15. blieben bei der moldau. ischen Armee, die auf folgende Art verlegt wurde: Das Korps des Gen. Eisen, von 7. Bataillons und 2 KosakenRegimentern, stand in Rusticut; - ienes des Gen. Insoff, eben so stark, in Silistria. Das Korps des Gen. Saint Priest, von 30 Bataillons, 5 Eskadrons und 3 Kosaken-Regimentern, befand sich in Nikopoli, Plewna und Lofka. Das Korps des Gen. Saß, don 12 Bataillons, 20. Eskadrons und 3 Kosaken - Regimentern, blieb in der kleinen Walaú e i. Eine Abtheilung von 6 Bataillons stand in Buch a reft, jene des Gen. Suczkoff, von 6 Ba: taillons, 5 Eskadrons und 2 Kosaken-Regimentern, in Gallaby Reni, 3 $mail und Kilia, eine ube theilung von 3 Bataillons in Brailow; das Rorps des Gen. Denisoff, von 20 Eskadrons, in Nicore'nioj Panija und Pakeo, und endlich eine Abtheilung von 3o Eskadrons in Proesti, Sirgonista, Pi: I efti, Tirgowa und Roman.

Da die Umstände nicht mehr erlaubten, einen sfe

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