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*) Siehe Vaudoncourts Feldzüge in Italien im Jahre 2815 und 1814.

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II. - - D es Krieges - - 1. Spanien und Portugal vi e r te Epoche. Von der Eroberung des Südens durch Soult, und dem dritten Zuge nach Portugal unter Massena bis zu des

Letzteren Rückzug und den Schlachten von Fuentes de Onoro und Albuhera.

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Seit dem Ende des Jänners waren jenseits des Tajo bis zum Mondego alle Gegenden ausgesogen. Die Streif- Commanden, welche um Lebensmittel ausgesandt waren, kamen immer später, immer seltener, und,

wenn sie kamen, mit leeren Händen wieder. Hungers

noth mit dem ganzen Gefolge ihrer Leiden, Seuchen, für welche es keine Heilmittel, Kraftlosigkeit und Entmuthigung, für welche keine Hoffnung auf eine mögliche Verbesserung ihrer Lage mehr eine Stärkung gab, rafften den Kern der Streitkräfte weg. Selbst die, welche die Hoffnung des mit aller Kunstfertigkeit getriebenen Raubes aufrecht erhalten hatte, verzagten; denn die verborgensten Schätze des Landes waren hervorgezogen und erschöpft, und der reichste Besitz half nicht

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gequälten Heeres, zugleich aber mit allen diesen die riesenhaften Schwierigkeiten des Rückzuges sich auf, – der Zweifel, welcher Weg einzuschlagen, wie es zu beginnen, ein erschöpftes, an allem Mangel leidendes Heer ohne gänzliche Vernichtung dem Feinde zu entziehen, der den Fuß gehoben hielt, ihm nachzusetzen, und ihm drohend mit jedem Morgen, die unausweichliche Flucht und die rächende Verfolgung verkündete. Unter zwei Rückwegen nach Spanien konnte der Marschall wählen: den, welchen er gekommen war, über Guarda und Almeida; oder den Weg nach dem spanischen Estremadura, wo Mortier nach Badajoz Eroberung ihn aufnehmen konnte. In dem letzten Falle mußte Alemtejo ihm Lebensmittel, Badajoz Kriegs- und Artilleriebedarf liefern; seine Operationslinie war dann geändert; Sevilla und Madrid waren seine Hauptverbindungen, und nur der doppelte Brückenkopf bei Punhete erhielt ihm noch festen Fuß am rechten Ufer des Tajo. Mit den 2oo erbauten Barken der Armee konnte, durch einen vorgespiegelten übergang am obern Zezere, bei Santarem Hills Korps in den Rücken genommen, oder durch einen Scheinangriff auf Wellington über Leiria entfernt werden, und der Weg zur Verbindung mit Badajoz war dann ohne Zweifel geöffnet. – So urtheilten die französischen Blätter; allein das Heergeräth der ganzen Armee, das Gepäcke der Offiziere, das ganze Geschütz des Rückhaltes, und die Vorräthe des Schußbedarfs, Kleidung, Kassen, und mit ihnen der sechsmonatliche Sold der Truppen, waren in Ciudad Rodrigo. Wie zog die Armee auf einer so entgegengesetzten Bewegung alle diese Bedürfnisse an sich, und wer schützte sie vor Hills dann über

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