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Die Franzosen fuhren fort, Wurmsers Stellung durch unaufhörliche Angriffe zu beunruhigen. In einem am 1. Dezember statt gefundenen Gefechte bei Bettenhofen fiel der k. k. Gen. Graf Keglevich, mit mehreren seiner Braven, nach hartnäckigem Widerstande. Nicht weniger heftig waren die Angriffe des Feindes am folgenden Tage, die besonders gegen das von dem Condeischen Korps besetzte Dorf Berstheim gerichtet wurden. Der Kampf bei diesem Orte war einer der hitzigsten im ganzen Feldzug. Der Haß der Republikaner gegen ihre ehemaligen Herren, und die Rachgier der Edelleute gegen die Mörder ihres Königs steigerten die gegenseitige Erbitterung zudem höchsten Grade der Grausamkeit. Hier focht Franzose gegen Franzose. Die Kavallerie kam ins Gemenge, und schonte Nichts. Der Herzog von Bourbon wurde verwundet; der Herzog von Enghien eroberte mit eigener Hand eine Kanone. Ruhmvoll behauptete das Condeische Korps seinen Posten, nachdem es 28o Mann verloren, dabei aber dem Gegner 7 Kanonen nebst 55 Pferden abge

nommen hatte. – Am 4. Dezember mit Tagesanbruch überfiel Gen. Hotze den Feind auf den Höhen von Reichshofen, verjagte ihn bis hinter Ober-Brunn, und eroberte 6.Kanonen. Viele Franzosen wurden im Schlafe erstochen, 1 Offizier, und 8 Mann gefangen. – Die folgenden drei Tage vergingen ebenfalls unter blutigen Scharmützeln. – Indessen vermochten alle über den Feind er: rungenen Vortheile Wurmsers Lage nicht zu verbessern. Kaum wurden die Republikaner von einem Punkte vertrieben, oder verloren ihre Kanonen, oder wurden von der Kavallerie umrungen, und Scharenweise zusam

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