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- 123 Armee bestand nunmehr aus 25 Bataillonen Infanterie und 1o Eskadronen Kavallerie. In der Lombar die befanden sich in Garnisonen 1 Bataillon vom Regimente Stein, 1 von Schmidt feld und 1 Belgiojoso, 4 Kompagnien vom ersten, und 8 Kompagnien von zweiten Garnisons - Regimente, und eine Division Stabsdragoner. Im Laufe des Feldzuges wurde das Bataillon Stein von den Garnisonstruppen der Lombardie zur Operazions-Armee vorgezogen, allwo auch 2 Freibataillone noch errichtet wurden, so daß die ganze k. k. mobile Armee, einschließig des Hilfstruppenkorps, aus 36 Bataillonen Infanterie und 14 Eskadronen Reiterei bestand. Die für die lombardische Operazions-Armee nothwendig erachtete Vermehrung der Feldartillerie wurde in der Art bemessen: daß es dem Feinde nicht leicht werden könne, in dieser Waffe überlegen zu seyn. Der ganze Stand betrug sonach 86 Dreipfünder 28 Sechspfünder Kanonen, 2o Zwölfpfünder 14 Haubitzen und 12 zerlegbare Gebirgskanonen; folglich im Ganzen 16o Geschütze. – An Schießbedarf war jedes Geschütz mit 4oo Schüssen oder Würfen ausgerüstet, und außerdem noch ein Depot angelegt worden, welches mit allem Nothwendigen wohl versehen war, um auf keinen Fall in irgend eine Verlegenheit zu gerathen. – Zur Führung des laut Konferenz-Protokollnothwendig erachteten Oberbefehls über die Truppen der Verbündeten gehörte nicht nur ein mit allen hierzu erforderlichen Eigenschaften begabter Mann; sondern es wurde auch eine möglichst genaue Kenntniß der so ganz eigenthümlichen Landesbeschaffenheit des Kriegsschauplatzes unumgänglich nothwendig. – Der Feldzeugmeister Baron Devins schien ganz dazu geeignet; weil er schon in den verflossenen Feldzügen den Oberbefehl über die k. k. Truppen und über jene des Königs von Sardinien in der Grafschaft Nizza und in Piemont geführt hatte, das Land, die Truppen und den Turiner Hof bereits kannte, und bei Freund und Feind als ein tüchtiger General bekannt war.

Seine Majestät der Kaiser geruhten daher, dem FZM. Devins, mittels Handbillet vom 9. März, den Kommandostab über die Operazions- Armee in Italien zu verleihen, und befahlen anbei, daß dem Erzherzog Ferdinand die Beibringung der Gelder, dann auch die Anschaffung der Naturalien und sonstigen Vorräthe, überlassen bleiben solle. FZM. Stein habe nur den Befehl über die in der Lombardie auf dem Friedensfuße stehenden Truppen zu führen. – Späther wurde jedoch dem FZM. Devins auch die von dem Befehlshaber einer Armee unzertrennliche Obsorge der Verpflegung und deren Sicherstellung übertragen. –

Durch die Vorräthe an Mehl war die k. k. Armee auf ein ganzes Jahr, mit Futter für Pferde jedoch nur bis Ende Juni gesichert. – Zur gänzlichen Deckung an Hartfutter wurden in Ungern Ankäufe gemacht, und der Transport von Fium e über Me stola bis Pavia zu Wasser eingeleitet; von wo der Nachschub bis in die in Piemont angelegten Magazine auf der Achse erfolgte. –

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Während die Verbündeten, – besonders aber Ostreich, – sich zu einem thätigen Feldzug vorbereiteten, waren die Franzosen sehr bemüht, sich in ihren Eroberungen zu befestigen; wobei ihnen der mildere Himmel an der Südseite der Appenninen und SeeAlpen, und der Zeitgewinn, durch die von entfernten Punkten erst heranziehenden kaiserlichen Verstärkungstruppen, trefflich zu statten kamen. Die in Mailand abgehaltenen Konferenzen der Verbündeten, und die hierauf veroffenbarten Einleitungen für den nächsten Feldzug, machten die Franzosen sehr vorsichtig; weil sie sich bei der großen Ausdehnung ihrer Vertheidigungslinie in der Riviera und Grafschaft Nizza, und bei dem so sehr herabgekommenen Stande der Armee, in einer unbehaglichen Lage fühlen mußten. – Die italienische Armee war bis zu dem Moment ihrer Vereinigung mit der Alpen-Armee unter 25,ooo Mann herabgekommen; wobei auch die Reiterei mitgezählt ist, die größtentheils in der benachbarten Provence kantonnirte, weil sie bei einem Vertheidigungskriege auf dem Gebirge der See-Alpen und Appenninen nicht zu verwenden war. Schon Anfangs März hatten die Franzosen ihre Posten auf dem Hauptrücken der so eben genannten Gebirge wieder vorgeschoben, die sie im Laufe des Winters, – mit Ausnahme der Stellung im Tanaro-Thale, – aus den, wegen vielem Schnee, ganz ungangbar gewordenen höheren Gegenden tiefer an die mildere Meeresküste herabgezogen hatten. Gleichzeitig wurde auch ein bedeutender Theil des von den Alpen an die italienische Armee abgegebenen Ersatzes in die Riviera vorgeschoben; wohin noch ferner ein Theil der von Toulon

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