Wundersame Märchen, Band 1

Cover
Christa Anderski, 30.06.2014 - 284 Seiten
1 Rezension

 Faszinierende und wundersame Märchen legen hier Kindern und Erwachsenen ihr Wissen und ihre Weisheit zu Füßen.<br> Sie erzählen ihnen von äußeren und inneren Prozessen menschlichen Lebens und Leidens. Trotz ihrer Einfachheit sind sie sehr vielschichtig: <br> <ul><li>Märchen – Wundersame Begebenheiten</li> <li>Märchen – Verwandlungen und Verzauberungen</li> <li>Märchen – Schatz an inneren Wahrheiten</li> <li>Märchen – Spiegel innerseelischer Prozesse</li> <li>Märchen – heilende Botschaften</li> <li>Märchen – Brückenschlag zwischen Magie und Realität</li> <li>Märchen – Bewahrer uralter Weisheiten</li></ul><br> In Märchen gilt es, existentielle Probleme zu bewältigen.  Märchen zeigen uns auch immer Lösungswege auf; Märchen vermitteln uns immer Mut und Hoffnung auf Lösung aller Schwierigkeiten im menschlichen Dasein. Sie erzählen uns von Liebe, Reifung und Menschwerdung als der Erlösungsweg aus Ängsten und Zwängen, aus Gier, Neid und Hass und aus sonstigen Nöten, die uns seit Kindertagen in die Seele gelegt wurden.<br><br> "Nur Liebe führt zum Glück" sagt Eugen Drewermann, „und darin liegt die Universalität der Märchen, ihre grenzenlose Gültigkeit, ihre unvergleichliche Poesie, ihre zeitlose Schönheit.“.<br><br><b>Mögen Märchen auch in unserer digitalen Zeit nicht verloren gehen und die Sensibilität für ihren Symbolgehalt bewahrt bleiben.</b><br>

 

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Die Kinder und Hausmärchen der Gebrüder Grimm sind der Bezugsrahmen für die persönlichen Märchen von Christa Anderski, das wird beim Lesen der Märchen, die von der Struktur, den Handlungsabläufen und der Sprache her an die vertrauten Märchen erinnert deutlich. Sie sind für mich aber trotzdem - anders. Nicht immer gibt es ein erwartetes happy end, es kommt auch vor, dass der Held, die Königtochter nicht als seine Frau auswählt.
Auch an den kreativen Wortschöpfungen, an den Namen von Personen, Orten, Beschreibung von Fabelwesen ist das erkennbar.
Das kurze Märchen von den Gebrüdern Grimm „Der goldene Schlüssel“ in der Einleitung, stimmt auf die Lektüre ein.
Die Schatztruhe und die Märchen selber sind nur individuell aufzuschließen zu entschlüsseln.
Der einzige Anspruch an den Leser ist: sich auf die persönlichen Märchen von Christa Anderski einzulassen.
Der Umschlag wurde gestaltet nach einem um 1890 handgefertigten Buch und erinnert auf den ersten Blick an eine alte, wertvolle Schatztruhe aus „alten Märchen-Zeiten“.
In dieser Truhe befinden sich 43 Märchen mit Lebensthemen, die Menschen bewegen. Beschrieben wird der Umgang mit Gefahren, die bewältigt werden müssen und oft mit Unterstützung und Hilfe von Tieren oder auch Musikinstrumenten gelöst werden.
Ganz zart und bezaubernd, anrührend ist das zu lesen in den Märchen „Die verzauberte Flöte“ und „Das wundersame Pfeiflein“.
Ein ganz anders Thema findet sich in dem Märchen „der Schatten“ - für mich ist die Angst beeindruckend beschrieben und als Bild gut vorstellbar. Mit Mut und Entschlossenheit, auf seine Instinkte vertrauend - dargestellt durch die unterschiedlichen Tiere - ist der Angst zu begegnen und sie ist zu besiegen und zu erlösen.
Was sich beim Lesen der Märchen vermittelt, ist die Freude der Autorin, zu schreiben, im Fluss zu bleiben. Eine gereifte Lebenserfahrung, Sensibilität, aber auch ein freundlicher Humor wird in der Bearbeitung der unterschiedlichsten Lebensthemen deutlich. Mit einer kreativen, schöpferischen Lust wird erzählt und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt - zeitlos - jetzt - immer gültig.
Es ist ein Märchenbuch für Erwachsene und Kinder. Das zeigt sich auch noch einmal durch die Gestaltung am Ende des Buches, an dem der „Epilog und ein Märchen von Julian“ den Abschluss bilden.
Die Illustrationen sind ebenfalls von der Autorin, die das Buch ihren Kindern und Enkelkindern widmet. Ich habe das Buch gerne gelesen und möchte es weiterempfehlen.
Martina Rohrig, Diplom-Pädagogin
 

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