Weisthümer, Band 3

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Beliebte Passagen

Seite 42 - Item so wise ick ock vor recht, so ein guit man seiner frau ihr fraulick recht nicht doen könne, dat sey dar over klagde, so sall er sey upnahmen, und dragen sey over seven erffthuine, und bitten dar sinen negsten nabern, dat er siner frauen helffe; wan er aber geholfen is, soll hey si weder upnehmen undt dragen sey weder tho huss, und setten sey sachte dael, und setten er en gebraten hon vor, und ene kanne winss.
Seite 283 - der einen Heister (ndd. hester junger Eicli- oder Buchbaum) witjede (von witjen weiß machen, schälen), wie hoch derselbe soll gestraft werden? Antw. : Man solle dem Täter das Eingeweide aus dem Leibe schneiden und daran knüpfen und ihn so lange umb den Heister herumjagen, bis er wieder bewunden wird.
Seite 676 - ... Chiemsee und ir gotshaus und der pauman, der auf dem hof sitzt, von alter das recht, das er in belaiten soll von dem hof drei meil an all irrung, und soll im des der vogt helfen, wo im das ze schwär wär. Item so öffent man euch, daß meiner frawen ambtman in dem Leuchen15 tal geben soll, wan si und ir ambtleut in die stift reiten, ze ainem mal in dem jar heu und fueter, und ander kost an der ersten nachtseld ; des morgens soll er auch ain mal geben ir oder iren ambtleuten, und anders niemant,...
Seite 714 - ... hinein, so hätte er die freiheit schon erlanget. Item, kam aber etwo hernach einer und wolt fräventlich hand an- 10 legen, es wäre edl oder unedl, und wolt sich seines gewalts trösten, so wer ein ieglicher umb 32...
Seite 70 - ... bringen, und könte derselbe ihr dan nicht genug helffen, soll er sie sachte und sanfft auffnehmen, und thuen ihr nicht wehe und tragen sie über neun erbthüne, und setzen sie sanfft nieder, und thun ihr nicht wehe, und halten sie daselbst fünff uhren langh und rufen wapen, dass ihm die leute zu hülffe kommen; und kan man ihr dennoch nicht helffen, so soll er sie sachte und sanfft auffnehmen, und neu Kleidt und beuthel mit zehrgeldt (geben) und senden sie auff ein Jahrmarkt; und kan man ihr...
Seite 482 - Kummit iz abir also, daz die forgenannten lude keinen manne eins sundirhirten gunnent in den dorfen, adir einer sheferie, sä sal der shefere den luden helfen des koneges dienst zu rehte dragen, sie enwullen is in dan durch liebe erlazen".7 Fast hundert Jahre später hören wir noch von ähnlichen Bestimmungen in einem Weistum der Bibrauer Mark von 1385, das eindeutig festlegt: „Me wysen wir, das kein man, er sy ritter odir knecht, pfaffe odir leyge, keine sunderunge sal han mit keime hirten, odir...
Seite 427 - Eyn iglich gefurster man, der ein kintbette hat, ist sin kint eyn dochter, so mag er eyn wagen vol bornholzes von urhulz verkufen off den samstag. ist iz ein sone, so mag he iz tun...
Seite 696 - Weist. 3, 698 (Österreich, v. 14601. 76) es sol och nieman sinen win lesen, die wil der ban wart (währt), âne urlob und gunst des twingherrn oder sines Statthalters; es were denn daj ainer in dem twing gesessen geseche daj der win je schänden und verloren wurde an sinen...
Seite 603 - ... nehmen dich von und aus allen rechten, und setzen dich in alles vnrecht, vnd wir theiln deine wirthin zu einer wissenhafftigen witwen, vnd deine kinder zu ehehafftigen weisen, deine lehen dem herrn, von dem sie zu lehen...
Seite 102 - Wenn ein lediger Gesell im Eigenthum stirbt, wer ihn erben soll? So lange er beim Vater unter seiner Gewalt bleibt, ist der Vater der nächste Erbe; wenn er aber seinen eignen Herd und Pott hat' — gleich wie der vir non uxoratus im Schleswiger Stadtrecht — 'erbet ihn der Landesherr'.

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