Von Reimarus zu Wrede: eine Geschichte der Leben-Jesu-Forschung

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J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1906 - 418 Seiten
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Beliebte Passagen

Seite 393 - Als sie das aber hörten, freuten sie sich und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte, wie er ihn bei guter Gelegenheit ausliefern könnte. Die kurze Notiz stand ursprünglich vermutlich mit V. l f. zusammen in einem alten Passionsbericht (vgl. zu V. 3-9). Daß Judas „einer von den Zwölf" (hier sogar „der eine ...") ist, sitzt in der Tradition fest (14, 10.20.43; Joh.6,71; vgl.
Seite 368 - Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben : alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel los sein.
Seite 397 - Leben-Iesu-Forschung merkwürdig ergangen. Sie zog aus, um den historischen Jesus zu finden, und meinte, sie könnte ihn dann wie er ist als Lehrer und Heiland in unsere Zeit hineinstellen. Sie löste die Bande, mit denen er seit Jahrhunderten an den Felsen der Kirchenlehre gefesselt war, und freute sich, als wieder Leben und Bewegung in die Gestalt kam und sie den historischen Menschen Jesus auf sich zukommen sah. Aber er blieb nicht stehen, sondern ging an unserer Zeit vorüber und kehrte in die...
Seite 355 - Zeitpunkte stattfinden mußte, blieb aus. Das war für Jesus, der einzig in der dogmatischen Geschichte lebte, das erste „geschichtliche" Ereignis, das Zentralereignis, welches seine Tätigkeit nach rückwärts abschließt, nach vorn neu orientiert.
Seite 5 - Es hat mich von der öffentlichen Lehrtätigkeit ausgeschlossen, zu der ich Lust, vielleicht auch Talent besaß; es hat mich aus natürlichen Verhältnissen herausgerissen und in unnatürliche hineingetrieben; es hat meinen Lebensgang einsam gemacht. Und doch, bedenke ich, was aus mir geworden wäre, wenn ich das Wort, das mir auf die Seele gelegt war, verschwiegen, wenn ich die Zweifel, die in mir arbeiteten, unterdrückt hätte: dann segne ich das Buch, das mich zwar äußerlich schwer beschädigt,...
Seite 192 - Zeichen des allerwärts sich regenden gleichen Bedürfnisses mit Freude begrüßt und bei näherer Ansicht mit Achtung aufgenommen; von meinem Wege abbringen konnte es mich nicht; aber ein Buch für Deutsche geschrieben zu haben in dem vollen Sinne, wie er eines für Franzosen geschrieben hat, ist alles was ich wünsche.
Seite 113 - Nothwendigkeit eines solchen Geschehenseins auf keine Weise folge, sondern eben jene Stellung setze diese Geschichte, von welcher, als dem Unmittelbaren, ausgegangen wird, zu etwas Gleichgültigem herunter, welches so geschehen seyn könne, aber ebensogut auch nicht, und worüber die Entscheidung ruhig...
Seite 67 - Man muß Strauß lieben, um ihn zu verstehen. Er war nicht der größte und nicht der tiefste unter den Theologen, aber der wahrhaftigste. Sein Wissen und sein Irren waren wie das Wissen und Irren eines Propheten.
Seite 14 - Von Verschreiung der Vernunft auf den Kanzeln; Unmöglichkeit einer Offenbarung, die alle Menschen auf eine gegründete Art glauben könnten; Durchgang der Israeliten durchs rothe Meer; Daß die Bücher AT nicht geschrieben worden, eine Religion zu offenbaren; Über die Auferstehungsgeschichte; danach Gegensätze des Hrsg.).
Seite 75 - Weiß, ich klage nicht; Der ich dieses sage, Fühlt, ich zage nicht. Heute heißt's: verglimmen, Wie ein Licht verglimmt, In die Luft verschwimmen, Wie ein Ton verschwimmt.

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