Vom Mythos zum Epos: die Wege der slavischen Sängerepik

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Lang, 2012 - 469 Seiten
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In der Forschung wurden die Zusammenhänge der slavischen Rhapsodik mit frühgeschichtlichen mythischen Quellen oft bestritten oder wegdiskutiert. In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die Beziehungen vor allem südslavischer und russischer Volksballaden (Bylinen) mit der erhaltenen Epik der klassischen Antike (Homer) und anderer Kulturen herzustellen. Dies schafft vielfach überraschende neue Perspektiven nicht nur in der Motivgeschichte, sondern auch in der Geschichte dieser Kulturen allgemein. Der Nachweis einer Substratwirkung altiranischer kultureller Güter (Skythen, Sarmaten, Thraker, Illyrer etc.) in den mündlichen Dichtungen nicht nur der Südslaven und Russen, sondern auch der Čechen und Slovaken, wirft ein Schlaglicht auf die Ursprünge der Gattung. Auch die Gemeinsamkeiten des Formelrepertoires, sowie das Auftreten solcher Topoi wie der «slavischen Antithese», weisen auf Quellen weit vor dem Zerfall der urslavischen Einheit hin.

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Über den Autor (2012)

Walter Schamschula, Prof. Emeritus an der University of California in Berkeley, 1929 in Prag geboren, studierte in Frankfurt am Main, Paris (Sorbonne) und Marburg. 1960 Promotion über den russischen historischen Roman in Frankfurt am Main. 1970 ebenda habilitiert: Tschechische nationale Erneuerung, lehrte in Frankfurt, Saarbrücken und seit 1970 in Berkeley, zwischenzeitlich von 1981 bis 1984 in Bamberg als Begründer des slavistischen Lehrstuhls.

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